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CrossCurve verliert 3 Mio. USD durch Cross-Chain-Bridge-Hack – Krypto-Angriffe nehmen zu

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Geschrieben von
Kamina Bashir

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Redigiert von
Phil Haunhorst

03 Februar 2026 08:00 CET
  • CrossCurve-Bridge: 3-Mio.-USD-Hack durch Schwachstelle im Smart Contract
  • Defimon Alerts meldet: Angreifer umgehen Validierung mit gefälschten Nachrichten auf mehreren Netzwerken
  • Protokoll setzt SafeHarbor-Policy um: Warnung vor Eskalation, wenn Gelder nicht innerhalb von 72 Stunden zurückgezahlt werden
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CrossCurve, ein dezentrales Cross-Chain-Liquiditätsprotokoll, hat bestätigt, dass seine Cross-Chain-Brücke angegriffen wurde. Berichten zufolge entstanden dabei Verluste von etwa 3 Mio. USD.

Dieses Ereignis reiht sich in eine Welle von Krypto-Diebstählen ein, bei denen allein im Januar 2026 fast 400 Mio. USD aus der Branche gestohlen wurden.

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CrossCurve-Hack: Alle Details und wie reagiert wurde

Der CrossCurve-Exploit nutzte eine Schwachstelle in einem der Smart Contracts aus. Nach dem Vorfall gab das Protokoll eine dringende Sicherheitswarnung auf seinem offiziellen X-Account (früher Twitter) heraus. Das Team rief die Nutzer auf, alle Aktivitäten einzustellen, während das Problem untersucht wird.

„Unsere Brücke wird derzeit angegriffen. Ein Angreifer nutzt eine Schwachstelle in einem der verwendeten Smart Contracts aus. Bitte pausiere alle Interaktionen mit CrossCurve, solange die Untersuchung läuft”, postete CrossCurve.

Defimon Alerts, ein automatisiertes Sicherheitskonto von Decurity, berichtete, dass der Exploit Verluste von etwa 3 Mio. USD über mehrere Netzwerke hinweg verursachte.

„Jeder konnte expressExecute im ReceiverAxelar-Contract mit gefälschter Cross-Chain-Nachricht aufrufen, die Gateway-Überprüfung umgehen und ein Entsperren im PortalV2 auslösen”, hieß es im Beitrag.

In einem weiteren Update gab CrossCurve an, dass zehn Wallet-Adressen identifiziert wurden, die Token aus dem Exploit erhalten hatten.

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„Diese Token wurden Nutzern durch einen Smart-Contract-Exploit unrechtmäßig weggenommen. Wir glauben nicht, dass dies absichtlich durch dich geschehen ist. Es gibt keinen Hinweis auf böswillige Absicht. Wir hoffen auf deine Mithilfe, die Gelder zurückzugeben”, schrieb das Team.

Als Reaktion darauf hat CrossCurve seine SafeHarbor-WhiteHat-Policy aktiviert und bietet eine Belohnung von bis zu zehn Prozent an. Solche Maßnahmen sind in der Krypto-Community zudem gängig, um Verhandlungen und ethisches Handeln zu fördern.

„Wir bieten bis zu zehn Prozent Belohnung für durch WhiteHats gerettete Gelder. Du kannst bis zu zehn Prozent behalten, falls der Rest zurückgegeben wird”, hieß es weiter im Beitrag.

Das Protokoll lädt die Beteiligten ein, direkt per E-Mail zu kommunizieren oder die Vermögenswerte anonym an eine angegebene Wallet-Adresse zurückzusenden.

Das Team warnte außerdem: Wird innerhalb von 72 Stunden ab Block 24364392 kein Kontakt aufgenommen und das Geld nicht zurückgegeben, gilt der Vorfall als böswillig. CrossCurve kündigte an, dass in diesem Fall weitere Schritte eingeleitet werden.

Dazu gehören unter anderem Strafanzeigen, zivilrechtliche Schritte, Zusammenarbeit mit zentralisierten Börsen und Stablecoin-Emittenten zur Einfrierung der Vermögenswerte, Veröffentlichung von Wallet-Daten sowie Kooperation mit Blockchain-Analysefirmen und Strafverfolgungsbehörden.

Der aktuelle Exploit reiht sich in eine Liste von Angriffen ein, die dieses Jahr bereits verzeichnet wurden. Im Januar 2026 haben Angreifer fast 400 Mio. USD in digitalen Vermögenswerten gestohlen. Daten des Blockchain-Sicherheitsunternehmens CertiK zeigen über vierzig große Sicherheitsvorfälle im Monat.

Der Anstieg setzt zudem einen Trend aus dem letzten Jahr fort. 2025 war das schlimmste Jahr der Geschichte für Krypto-Diebstähle, mit Gesamtverlusten von über 1 Mrd. USD.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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