Der Krypto Fear & Greed Index fiel am Donnerstag auf 5. Das zeigt, dass die Stimmung im Markt sehr viel schlechter wird, weil die Kurse vieler Kryptowährungen weiter sinken.
Dieser Rückgang zeigt, dass viele Anleger gerade von Panik getrieben handeln. Viele gehen jetzt weniger Risiko ein, da es weltweit viel Unsicherheit an den Märkten gibt.
SponsoredKrypto-Stimmung fällt weiter in „extreme Angst“
Der Crypto Fear & Greed Index misst, wie sich die Stimmung im Kryptomarkt darstellt. Der Wert liegt zwischen 0 und 100. Liegt er zwischen 0 und 24, zeigt das „Extreme Angst“. Von 25 bis 49 heißt es „Angst“. 50 steht für „Neutral“. Werte von 51 bis 74 bedeuten „Gier“. Liegt der Wert zwischen 75 und 100, spricht man von „extremer Gier“.
Mit einer 5 befindet sich der Markt klar im Bereich „extreme Angst“. Der neue Tiefstand kommt, nachdem die Stimmung in den letzten Wochen weiter gefallen ist.
Vor einem Monat lag der Index schon bei 26, was ebenfalls als Angst eingestuft wird. Vor einer Woche lag er bei 12, vor einem Tag bereits bei 11. Das zeigt, wie schnell das Vertrauen gefallen ist, während die Kurse schwächer wurden.
Die schlechte Stimmung bei Krypto tritt gleichzeitig mit steigenden Sorgen zur Weltwirtschaft auf. Dies zeigt sich auch am World Uncertainty Index. Der Index zählt, wie oft das Wort „Unsicherheit“ in Berichten erscheint, die von der Economist Intelligence Unit über verschiedene Länder veröffentlicht werden.
Der Index umfasst mehr als 140 Länder und wird vierteljährlich veröffentlicht. Viele Forschende und Analysten nutzen ihn, um große Risiken weltweit einzuschätzen.
Im dritten Quartal 2025 lag der World Uncertainty Index mit über 100.000 auf einem neuen Höchststand. Im vierten Quartal lag der Wert bei 94.947.
Sponsored SponsoredDiese Werte sind ungefähr doppelt so hoch wie bei früheren Krisen wie der COVID-19-Pandemie, dem Brexit oder der Eurozonen-Schuldenkrise.
„Steigende geopolitische Spannungen, schwankende Märkte und politische Unsicherheit treiben den Anstieg. Die Anleger wissen nicht, wie sie die nächsten Entwicklungen einpreisen sollen”, schrieb Coin Bureau auf X.
Die hohen Werte zeigen, wie groß die Sorgen an den Märkten weltweit sind. Anleger wissen nicht, wie die wirtschaftliche und politische Lage sich entwickeln könnte. Deshalb kann die starke Angst im Kryptomarkt nicht nur mit fallenden Kursen erklärt werden, sondern auch durch eine allgemeine Flucht aus riskanten Anlagen.
Krypto-Marktkapitalisierung fällt 22 Prozent in 2026 – Bitcoin- und Ethereum-Kurs rutschen weiter ab
Die schlechte Stimmung hält an, weil die Kurse im gesamten Kryptomarkt weiter fallen. Im Jahr 2026 ist die gesamte Marktkapitalisierung schon um mehr als 22 Prozent gefallen. Das nimmt den Optimismus, der zu Beginn des Jahres noch da war.
SponsoredBitcoin, der im Januar noch stark gestartet war, verlor im Laufe des Monats über 10 Prozent. Im Februar ist er bisher um weitere 14,6 Prozent gefallen.
Auch Ethereum verlor seit Jahresbeginn 33,8 Prozent. Das lange Tief hat die Marktaktivität zusätzlich geschwächt.
Analysten erwarten die nächste Kursbewegung am Markt
In diesen Bärenmarkt-Zeiten ist die Community unsicher, wie es weitergeht. Analyst Kyle Chassé schaut auf die Vergangenheit: Ähnliche Werte beim Crypto Fear & Greed Index gab es schon 2018, im März 2020 und nach dem FTX-Zusammenbruch 2022.
Sponsored Sponsored„Jedes Mal war das eine große Chance. Nein, es garantiert keinen Boden. Aber typischerweise ist Extremangst der Punkt für starke Chancen“, sagte er auf X.
Andere Analysten meinen, dass der aktuelle Rückgang eine Phase ist, in der viele aussteigen, bevor die Kurse vielleicht wieder steigen. Dennoch ist es unsicher, wann oder ob eine nachhaltige Erholung im Kryptomarkt eintritt.
Ray Youssef, CEO von NoOnes, glaubt, dass Bitcoin bis Sommer 2026 seitwärts laufen kann. Wo genau der Boden beim Bitcoin-Kurs liegt, ist unklar. Laut ihm zeigt die Entwicklung, dass der Markt sich über längere Zeit konsolidieren muss.
Youssef nennt mehrere Gründe: Politische und geldpolitische Zyklen in den USA, nach wie vor hohe Inflation, weniger Kapital von privaten Anlegern und vorsichtige Institutionen wegen hoher vorheriger Verluste.
„Deshalb werden wir wahrscheinlich vor Sommer 2026 keine schnelle Trendwende sehen. Wahrscheinlicher sind regelmäßige Erholungen, die durch Short-Covering und Short Squeezes ausgelöst werden“, sagte er zu BeInCrypto.
Nach Meinung von Youssef könnten diese Erholungen stark sein und zwischen 20 Prozent und 30 Prozent liegen. Zudem können sie länger anhalten. Allerdings warnte er, dass es sich am Ende oft nur um sogenannte Bull Traps handeln kann.
Er sagte außerdem, dass Krypto traditionell längere Zeit in einer Phase der Ansammlung innerhalb einer festen Spanne bleibt, bevor ein echter Bullenmarkt beginnt.