Polymarket weitet ab dem 30. März die Handelsgebühren auf die meisten Marktkategorien aus, wobei die Kryptomärkte mit maximal 1,8% am stärksten betroffen sind, während Sportwetten nur 0,75% zahlen müssen.
Bisher erhebt Polymarket Handelsgebühren nur bei Krypto- und Sport-Events.
Polymarket führt neues Gebührenmodell ein, Trader betroffen
Mit der neuen Regelung gelten Gebühren nun erstmals auch für Politik, Finanzen, Wirtschaft, Kultur, Wetter, Technologie und andere Kategorien.
Die Plattform nutzt ein Gebührenmodell, das auf Wahrscheinlichkeiten basiert und keine feste Kommission verlangt. Die Gebühren sind dann am höchsten, wenn die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses bei etwa 50% liegt, und sinken gegen null, je eindeutiger das Ergebnis wird.
In Kryptomärkten gelten die höchsten effektiven Sätze. Diese steigen laut Polymarkets aktualisierter Gebührenübersicht von 1,56% auf 1,8% beim mittleren Wahrscheinlichkeitswert.
Sportmärkte bleiben am günstigsten mit 0,75%, nachdem es zuvor 0,44% waren. Ein 50-USD-Sporthandel bei einer Wahrscheinlichkeit von 50% kostet nun 0,38 USD an Gebühren, statt bisher 0,22 USD. Die meisten anderen Kategorien erreichen eine Höchstgebühr von 1% bis 1,56%.
Zudem hat Polymarket ein Empfehlungsprogramm gestartet, das für Nutzer offen ist, die bereits ein Handelsvolumen von mindestens 10.000 USD erreicht haben.
Empfehlende erhalten 30% der durch direkte Empfehlungen generierten Gebühren und 10% bei indirekten Empfehlungen, in den ersten 180 Tagen nach Anmeldung eines geworbenen Nutzers. Die Belohnungen sind unbegrenzt und werden täglich um Mitternacht UTC ausgezahlt.
Polymarket hat außerdem seine Marktintegritätsregeln auf den globalen und CFTC-regulierten US-Plattformen aktualisiert. Die neuen Regeln verbieten den Handel mit gestohlenen vertraulichen Informationen, illegalen Tipps und durch Personen, die Ereignisse beeinflussen können.
Nutzer können verdächtige Aktivitäten über neue Market Integrity-Seiten melden.
Insgesamt nähert sich Polymarket damit einem regulierten Börsenmodell an, da Prognosemärkte für Trader und Aufsichtsbehörden zunehmend relevant werden.