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Ripple EX-CTO rechnet öffentlich mit Bitcoin ab

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Geschrieben und bearbeitet von
Phil Haunhorst

12 Februar 2026 17:00 CET
  • David Schwartz bezeichnet Bitcoin als technologische Sackgasse wie den US-Dollar.
  • Der XRP-Miterfinder sieht keinen Grund, an Bitcoin-Entwicklung zu arbeiten.
  • Schwartz verteidigt XRP gegen Zentralisierungsvorwürfe und kontert mit Bitcoin-Geschichte.
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David Schwartz, der ehemalige Ripple-CTO und XRP Ledger-Miterfinder hat auf X eine brisante Aussage gemacht: Bitcoin sei eine technologische Sackgasse und zwar aus demselben Grund wie der US-Dollar. Die Technologie spiele für Bitcoins Erfolg schlicht keine große Rolle mehr.

Die Frage, die alles auslöste

Ein Nutzer hatte Schwartz direkt gefragt: „David, seit du den XRPL mit erschaffen hast – hast du daran gearbeitet oder darüber nachgedacht, wieder an Bitcoin zu entwickeln?”

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Die Antwort war schonungslos ehrlich: “Nicht wirklich. Ich denke, Bitcoin ist weitgehend eine technologische Sackgasse, aus demselben Grund wie der Dollar. Die Technologie scheint für seinen Erfolg nicht besonders wichtig zu sein, zumindest nicht auf der Blockchain-Ebene.” (frei übersetzt)

Fun Fact: David Schwartz war bereits vor seiner Arbeit am XRP Ledger ein anerkannter Kryptograph. Er hält Patente im Bereich verteilter Systeme und war an frühen Cloud-Computing-Projekten beteiligt – lange bevor BTC existierte!

Schwartz: Quelle: X

Der Kontext: Zentralisierungsvorwürfe gegen XRP

Schwartz’ Aussage kam nicht aus dem Nichts. Zuvor hatte ein Kritiker namens Bram Kanstein den XRP Ledger als „zentralisiert” bezeichnet. Der Grund: Die ersten 32.750 Blöcke des XRPL wurden zurückgesetzt, bevor das Netzwerk öffentlich ging. Kanstein sah darin einen Beweis für die „zentralisierte Natur von Krypto”.

Schwartz konterte elegant: Bitcoin habe mindestens zwei Vorfälle gehabt, die weit mehr Zentralisierung zeigten als dieser. Besonders erwähnte er den koordinierten Rollback von 2010, als die BTC-Community eine fehlerhafte Blockchain-Version rückgängig machte.

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Der größte Vorfall, an den er dabei denke, sei der koordinierte Rollback von 2010 gewesen, schrieb Schwartz und verlinkte einen historischen BitcoinTalk-Thread als Beweis.

Bitcoin: Erfolg trotz, nicht wegen der Technologie?

Schwartz’ Vergleich zwischen Bitcoin und dem Dollar ist provokant, aber durchdacht. Der US-Dollar dominiert nicht, weil er technologisch überlegen ist. Er dominiert wegen Netzwerkeffekten, geopolitischer Macht und etablierter Infrastruktur.

Schwartz argumentiert, dass Bitcoin in eine ähnliche Position geraten ist. Der Erfolg basiert auf dem First-Mover-Vorteil, dem Narrativ als „digitales Gold” und der Markenbekanntheit – nicht auf technischer Innovation auf der Blockchain-Ebene.

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Für XRP sieht Schwartz das anders. Der XRP Ledger wurde von Anfang an für Geschwindigkeit, niedrige Kosten und institutionelle Anwendungsfälle entwickelt. Während Bitcoin sich als Wertspeicher positioniert, zielt XRP auf aktive Nutzung als Zahlungs- und Bridge-Asset.

Fun Fact: Der Bitcoin-Rollback von 2010 wurde durchgeführt, nachdem ein Bug 184 Milliarden Bitcoin aus dem Nichts erschaffen hatte. Satoshi Nakamoto selbst koordinierte die Reparatur, ein Vorgang, der heute als unmöglich gilt!

Warum Schwartz nicht an Bitcoin arbeitet

Die Aussage, dass Schwartz „not really” an Bitcoin-Entwicklung interessiert ist, sagt viel über seine Prioritäten. Er sieht in XRP und dem XRPL das Potenzial für echte technologische Innovation: Lending-Protokolle, Confidential Transfers, Smart Escrows und institutionelles DeFi.

Bitcoin hingegen entwickelt sich seiner Meinung nach kaum noch auf der fundamentalen Ebene weiter. Layer-2-Lösungen wie Lightning mögen existieren, aber die Basis-Blockchain bleibt weitgehend unverändert.

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Für Schwartz ist das kein Nachteil für Bitcoin als Investmentvehikel. Aber als Technologe findet er dort schlicht nichts mehr zu tun.

Was das für die Krypto-Debatte bedeutet

Schwartz’ Aussagen werden die Bitcoin-Maximalisten nicht erfreuen. Aber sie zeigen eine interessante Perspektive: Erfolg in Krypto korreliert nicht zwingend mit technischer Überlegenheit.

Bitcoin hat den Markt durch Timing und Narrativ erobert. XRP versucht es durch Utility und institutionelle Adoption. Welcher Ansatz langfristig gewinnt, bleibt offen, aber Schwartz hat klar gemacht, auf welcher Seite er steht.

Haftungsausschluss

Gemäß den Richtlinien des Trust Project werden in diesem Artikel Meinungen und Perspektiven von Branchenexperten oder Einzelpersonen vorgestellt. BeInCrypto ist um eine transparente Berichterstattung bemüht, aber die in diesem Artikel geäußerten Ansichten spiegeln nicht unbedingt die von BeInCrypto oder seinen Mitarbeitern wider. Die Leser sollten die Informationen unabhängig überprüfen und einen Fachmann zu Rate ziehen, bevor sie Entscheidungen auf der Grundlage dieses Inhalts treffen.

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