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Circle erklärt, warum gestohlene USDC im Drift-Hack über 275 Millionen USD nicht eingefroren wurden

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Geschrieben von
Lockridge Okoth

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Redigiert von
Mohammad Shahid

10 April 2026 18:39 CET
  • Circle erklärt, dass gestohlene USDC nicht eingefroren wurden, da das Unternehmen nur auf rechtliche Anordnungen reagieren kann, nicht eigenständig.
  • Kritiker sagen, dass während des Hacks Hunderte Millionen USD bewegt wurden, und Circle hätte schneller eingreifen sollen.
  • Circle betont, dass das eigentliche Problem langsame gesetzliche Rahmenbedingungen sind, und fordert klare Regeln für schnelles Handeln.
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Dante Disparte, Chief Strategy Officer von Circle, hat eine direkte Verteidigung der Befugnis des Unternehmens zur Einfrierung von USDC veröffentlicht. Auslöser war der Drift Protocol Exploit mit einem Schaden von 270 Millionen USD.

Der Blogbeitrag und eine gesonderte X-Mitteilung erfolgten nach Wochen der Kritik durch den On-Chain-Ermittler ZachXBT. Er hatte Circle mangelnde Reaktion vorgeworfen, während gestohlene Vermögenswerte das Cross-Chain Transfer Protocol des Unternehmens nutzten.

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Circle: Reaktion auf Kritik zum Einfrieren

Circle stellte klar, dass die Möglichkeit, USDC einzufrieren, eine Compliance-Pflicht und kein Ermessensspielraum sei. Disparte schrieb, dass USDC nur eingefroren wird, wenn das Gesetz dies in einem formellen Verfahren verlangt.

„Wenn Circle USDC einfriert, dann nicht, weil wir einseitig oder willkürlich entschieden haben, dass jemandem Vermögenswerte entzogen werden sollten. Vielmehr verlangt das Gesetz, dass wir handeln”, schrieb Disparte im Blog.

Mit dieser Aussage reagiert Disparte offenbar auf ZachXBTs frühere Kritik, Circle habe beim Angriff am 1. April versäumt, gestohlene USDC einzufrieren.

Der Ermittler hatte festgestellt, dass Hunderte Millionen USDC wochentags während der US-Geschäftszeiten über CCTP von Solana (SOL) nach Ethereum (ETH) bewegt worden seien, ohne dass eingegriffen wurde.

Disparte räumte zudem ein, dass aus Sicht der Krypto-Branche hier ein bekannter Zielkonflikt besteht. Das Rahmenwerk, das Halter vor willkürlichen Eingriffen schützt, begrenzt auch, wie schnell ein Emittent bei einem laufenden Exploit reagieren kann.

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Über die Verteidigung bisheriger Regeln hinaus forderte Disparte neue gesetzliche Strukturen, damit Emittenten und Börsen bei Diebstählen schneller reagieren können, ohne über das Ziel hinauszuschießen.

Er erklärte, dass es zwar bereits Werkzeuge für das Eingreifen gibt, die rechtliche Erlaubnis für rasche und koordinierte Maßnahmen aber fehlt.

Disparte verwies auf den GENIUS Act und den CLARITY Act als Instrumente, um entsprechende Standards zu verankern. Das US-Finanzministerium arbeitet mit der FDIC bereits daran, Regeln zur Umsetzung des GENIUS Acts voranzutreiben. Am 7. April wurde dazu ein Vorschlag genehmigt.

Parallel dazu veröffentlichte Disparte einen Meinungsbeitrag, der das Vereinigte Königreich auffordert, beim Thema Stablecoin-Regulierung eine Second-Mover-Vorteil-Position einzunehmen.

Laut Disparte könnte London als wettbewerbsfähiges Zentrum positioniert werden, wenn Elemente der europäischen MiCA-Regulierung mit dem GENIUS-Act-Rahmen kombiniert würden.

Der Kontrast zwischen energischer zivilrechtlicher Durchsetzung und scheinbarer Untätigkeit angesichts eines bestätigten Exploits bleibt für Kritiker ein zentrales Thema, wenn es um die Frage geht, wie regulierte Emittenten von ihrer Einfrierbefugnis Gebrauch machen.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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