Eigentümer einer Krypto-Börse wegen Betrugs verurteilt

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IN KÜRZE
  • Ein Inhaber einer Krypto-Börse wurde verurteilt.

  • Das in Rumänien ansässige Syndikat führte gefälschte Auktionen durch und verwendete Kryptowährung, um gestohlene Gelder zu waschen.

  • Drei Mitglieder der Gruppe sind noch auf freiem Fuß.

  • promo

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Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Aus einer am 28. September veröffentlichten Pressemitteilung, geht hervor, dass ein bulgarischer Staatsbürger von einem US-amerikanischen Gericht für schuldig befunden wurde, nachdem er an einem Betrug im Wert von mehreren Millionen Dollar beteiligt war. Die Angeklagte, Rossen Iossifov, ist der 53-jährige bulgarische Eigentümer der Krypto-Börse „RG Coins“.



Laut Gerichtsdokumenten wurde Iossifov wegen Verschwörung, Erpressung, Geldwäsche und Teilnahme an einem internationalen Auktionsbetrugsprogramm verurteilt.

Ein aufwändiger Betrug

Den Dokumenten zufolge haben Iossifov und seine Komplizen „eine kriminelle Verschwörung aufgebaut, sich an einem groß angelegten Online-Auktionsbetrug beteiligt und mindestens 900 Amerikaner betrogen“.



Ein in Rumänien ansässiger krimineller Ring führte den Auktionsbetrug durch. Sie warben auf Webseiten wie Craigslist und eBay für größere, nicht existente Waren (häufig Fahrzeuge). Die Betrüger versuchten die Opfer anschließend davon zu überzeugen, Geld für die beworbenen Waren zu senden.

Sie haben dafür überzeugende Texte verfasst, die Markenzeichen seriöser Unternehmen verwendet und Kundendienstsysteme eingerichtet. Auf diese Weise wollten sie das Vertrauen der Opfer gewinnen. In den Gerichtsdokumenten heißt es:

Gerichtsakten zufolge haben Mitglieder der Verschwörung fiktive Online-Konten erstellt, um diese Anzeigen zu veröffentlichen und mit den Opfern zu kommunizieren. Dabei nutzten sie häufig die gestohlene Identitäten von Amerikanern. Sie lieferten auch Rechnungen an die Opfer, die Marken von seriösen Unternehmen trugen, um die Transaktion als legitim erscheinen zu lassen. Mitglieder der Verschwörung richteten außerdem Call Center ein, gaben sich als Kundenbetreuer aus, um Fragen zu beantworten und Bedenken hinsichtlich der Werbung auszuräumen.

Das Urteil

Nachdem sie einen Betroffenen dazu gebracht hatten Geld zu transferieren, haben Iossifov und seine rumänischen Mitarbeiter „ihre Opfer in ein kompliziertes Geldwäschesystem verwickelt, bei dem inländische Mitarbeiter Opfergelder akzeptieren, diese in Kryptowährung umwandeln und Einnahmen in Form von Kryptowährung an Komplizen mit Sitz im Ausland überwiesen“.

Ein Bild von BeInCrypto.com.

Nach einer zweiwöchigen Gerichtsverhandlung stand fest, dass Iossifov von mindestens September 2015 bis Dezember 2018 wissentlich mit dem kriminellen Syndikat zusammengearbeitet hat. Demzufolge haben die Mitglieder der Organisation Bitcoin im Wert von mehr als 4,9 Millionen USD transferiert.

In diesem Fall ist Iossifov die 17. Person, die festgenommen wurde, die Verurteilung ist für den 12. Januar 2021 angesetzt. Drei mutmaßliche Teilnehmer sind noch auf der Flucht.

 

Auf Englisch geschrieben von Colin Adams, übersetzt von Markus Wald.

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