Eric Trump wirft Forbes vor, „von China übernommen” worden zu sein, nachdem das Magazin behauptet hat, sein Bitcoin-Unternehmen nutze MAGA-orientierte Investoren aus und habe etwa 500 Millionen USD an Retail-Anteilseignerwert seit dem Börsengang vernichtet.
Der Mitgründer von American Bitcoin (ABTC) wies die Vorwürfe zurück, betonte einen Umsatz von 78,3 Millionen USD im vierten Quartal sowie einen Bestand von mehr als 7.000 Bitcoin (BTC), und bezeichnete Forbes als „eine Blamage für den Journalismus”.
Forbes: American Bitcoin ein „Arbitrage-Vehikel”
Eine Untersuchung von Forbes argumentiert, dass American Bitcoin (ABTC) als Arbitrage-Vehikel dient, das überbewertete Aktien verkauft und die Erlöse in BTC investiert.
Dem Bericht zufolge ist die Marktkapitalisierung von ABTC um etwa 92% gefallen – von einem Höchststand von 13,2 Milliarden USD auf etwa 1,24 Milliarden USD. Kleine Anteilseigner haben demnach schätzungsweise 500 Millionen USD verloren.
Forbes behauptet zudem, etwa 70% der Bitcoin von ABTC seien auf dem Markt gekauft worden, nicht durch Mining entstanden. Die Gesamtkosten pro Coin liegen – laut Forbes – inklusive Abschreibungen und Gemeinkosten bei etwa 90.000 USD, also deutlich über den 57.000 USD, die Eric Trump regelmäßig nennt.
ABTC ging im September über eine Fusion mit Hut 8 an die NASDAQ, allerdings ist der Aktienkurs seitdem um mehr als 90% gefallen.
Eric Trump: Geschäftszahlen im Fokus
Trump verwies in seiner Antwort auf operative Kennzahlen. So führte er 28 Exahash Leistungskapazität, rund 90.000 Miner und einen 53%igen Abschlag auf den Spotpreis beim Mining von BTC an.
Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorquartal um 22%, und die Treasury umfasst inzwischen mehr als 7.000 BTC – damit zählt ABTC zum sechzehntgrößten börsennotierten Bitcoin-Halter.
„Freunde, informiert euch über die Herkunft eurer Informationen… in diesem Fall: China!” schrieb Trump in einem Beitrag.
Diese Darstellung von „chinesischer Propaganda” erinnert an einen Ansatz von Finanzminister Scott Bessent, der einen Bericht der Financial Times als „Boulevard-Müll” bezeichnete.
Auch Binance-Gründer Changpeng Zhao (CZ) führt seit Jahren einen ähnlichen Streit mit der Mainstream-Presse.
Auffällig ist, dass Trump die Verluste der Retail-Anleger nicht verteidigt. Der ABTC-Kurs lag beim letzten Handel nahe 1,16 USD, deutlich unter dem Höchstwert von 14,52 USD zum Debüt.
Ob Trumps Gegenangriff ausreicht, um die Aktie zu stabilisieren, bleibt offen; entscheidend sind die Q1-Ergebnisse – nicht Forbes.





