OpenAI Bericht: Zielmarken vor Beginn der KI-Berichtssaison verfehlt

  • WSJ-Bericht: OpenAI verfehlt Ziele bei Umsatz und wöchentlich aktiven Nutzern Anfang 2026
  • CFO Sarah Friar warnt: Ausgaben für Rechenleistung könnten Einnahmen übersteigen, falls das Wachstum nachlässt.
  • Jim Cramer bezeichnet das Timing als wiederholte Attacke auf KI-Aktien.
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Ein neuer Bericht des Wall Street Journal behauptet, dass OpenAI Anfang 2026 interne Ziele beim Umsatz sowie bei den wöchentlichen aktiven Nutzern verfehlt hat. Die Veröffentlichung erfolgte nur wenige Stunden vor Börsenöffnung in den USA am 28. April und sorgte dafür, dass KI-Aktien im vorbörslichen Handel nachgaben.

Laut Jim Cramer, Moderator von Mad Money bei CNBC, ist der Bericht eine wiederverwendete Negativmeldung, die gezielt vor der Berichtssaison AI-Aktien verunsichern soll.

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Bericht zeigt OpenAIs interne Zielverfehlungen

Der Artikel beschrieb, dass OpenAI Anfang 2026 wichtige interne Umsatzziele und das Ziel für wöchentlich aktive Nutzer nicht erreicht hat. Grund dafür sei, dass Wettbewerber bei Coding- und Unternehmensanwendungen Marktanteile gewonnen haben.

Auch ChatGPT verfehlte das interne Ziel von 1 Milliarde wöchentlicher aktiver Nutzer bis Jahresende. Als Hauptgrund werden die Zugewinne von Anthropic und Googles Gemini genannt. Besonders in entwicklerstarken Sektoren soll der Wettbewerbsdruck laut Bericht besonders stark sein.

OpenAI strebt eine mögliche Börsennotierung mit einer Bewertung von etwa 850 Milliarden USD an. Das Unternehmen hat mit Cloud-Partnern Rechenzentrumsverträge im Wert von mehreren hundert Milliarden USD abgeschlossen.

Dazu zählt auch eine kürzlich geänderte Vereinbarung mit Microsoft, die die Azure-Exklusivität beendet hat.

CFO Sarah Friar fordert strengere Ausgabendisziplin

Chief Financial Officer Sarah Friar warnte Kollegen, dass die Ausgaben für Investitionen den Umsatz übersteigen könnten, falls das Wachstum nicht schneller anzieht.

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Intern wird laut Berichten zunehmend diskutiert, ob OpenAI die Rechenzentrumsprojekte noch vor einer möglichen Börsennotierung finanzieren kann.

Friar erklärte bereits zuvor gegenüber Kollegen, OpenAI sei für die geplante Börsennotierung 2026 nicht bereit. CEO Sam Altman hingegen bevorzugt einen schnelleren Zeitrahmen und setzt weiterhin auf hohe Investitionen in Rechenleistung.

Weitere Medien haben ebenfalls die Frage aufgeworfen, ob die momentan hohen laufenden Kosten mit den geplanten Investitionen von OpenAI in Einklang gebracht werden können.

Im vorbörslichen Handel fiel die Aktie von Oracle um etwa 3%, auch Nvidia und AMD gaben nach den Schlagzeilen nach.

Cramer kritisiert das Timing

Cramer widersprach der Darstellung und nannte den neuen Bericht eine Dauer-Negativmeldung, deren Zeitpunkt auffällig gewählt wirke.

„Wundert sich nicht jeder, wie ich, über das perfekte Timing dieses Dauer-Negativberichts im Journal? Timing ist alles”, scherzte er.

Die Berichterstattung erfolgt zudem in einer Phase, in der der Druck durch Konkurrenten wie Anthropic wächst. Dessen Bewertung vor dem eigenen Börsengang ist auf 1 Billion USD auf Jupiter gestiegen.

Bullisch eingestellte Investoren argumentieren, OpenAI wachse weiterhin schnell. Die Investitionen hingen eher von der Verfügbarkeit von Chips als von einer schwachen Nachfrage ab.

Allerdings weisen skeptische Stimmen auf ernsthafte Bedenken hinsichtlich des hohen Mittelabflusses, der Börsengang-Vorbereitung und der Expansionspläne von Altman hin.

Die Meinungsverschiedenheit spiegelt eine allgemeinere Unsicherheit über die Bewertung von KI-Unternehmen vor der Berichtssaison wider.

„Es wird vermutlich eine Aufspaltung in der Bewertung von Unternehmen geben, die von KI profitieren. Unternehmen im KI-Bereich könnten in den kommenden Jahren eine Bewertungsdifferenz sehen, schreiben Morgan Stanley-Strategen in einer Notiz. Unternehmen, die KI nutzen, um ihre Produktivität zu steigern und Kosten zu senken, werden wahrscheinlich höher bewertet, während andere zurückfallen”, heißt es von den Strategen.

Die kommenden Quartalszahlen von KI- und Halbleiterunternehmen könnten entscheiden, welche Seite sich durchsetzt.

Steigen der Umsatz und die Investitionszusagen wie erwartet an, werden die Erkenntnisse des WSJ in den Hintergrund treten.

Verlangsamt sich das Wachstum jedoch weiter, könnten Friars interne Warnungen maßgeblich über OpenAIs Weg zum Börsengang bestimmen.


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Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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