Der Kurs von Ethereum ist vor Kurzem stark gefallen und lag zeitweise unter der 3.000-USD-Marke. ETH erreichte ein Tagestief bei etwa 2.870 USD, bevor der Kurs sich wieder stabilisierte.
Dieser Rückgang hat viele kurzfristige Trader beunruhigt. Die Firma BlackRock findet jedoch, dass der langfristige Wert von ETH nicht am Kurs, sondern an seiner zentralen Rolle bei der Tokenisierung liegt.
SponsoredEthereums tokenisierte Zukunft: Große Chancen für die Community
Der Ausblick „BlackRock’s Thematic Outlook 2026“ beschreibt Ethereum als „Mautstraße“ für die Tokenisierung. Damit meint BlackRock, dass Ethereum als wichtige Infrastruktur dient und nicht nur ein spekulativer Coin ist. Immer mehr Finanzprodukte werden auf eine Chain gebracht. Netzwerke, die die Herausgabe, Abwicklung und Einhaltung von Regeln erleichtern, könnten davon stark profitieren.
Im Bericht steht, dass etwa 65 Prozent aller tokenisierten Vermögenswerte derzeit auf Ethereum liegen. Diese Dominanz gibt dem Netzwerk eine fast alleinige Stellung im Markt für Tokenisierung. Bereits der zunehmende Einsatz von Stablecoins ist ein Beispiel für die Praxis der Tokenisierung. Wenn die Nutzung wächst, kann Ethereum eine stetige Nachfrage im Netzwerk anziehen.
Ethereum dominiert schon jetzt den RWA-Markt
Auch der Markt für echte Vermögenswerte zeigt diese Entwicklung. Tokenisierte reale Vermögenswerte (RWAs) erreichten vor Kurzem mit etwa 21 Mrd. USD im gesperrten Gesamtwert einen neuen Höchststand. Ethereum allein macht davon rund 11,6 Mrd. USD aus, also ungefähr 55 Prozent des gesamten RWA-Marktes.
Diese Konzentration zeigt, dass Ethereum seinen Vorsprung ausbauen kann. Herausgeber und Institutionen bauen meist dort auf, wo es schon Liquidität, Werkzeuge und Sicherheit gibt. Dadurch verstärken sich die Netzwerkeffekte. Investoren erkennen, dass Ethereums Führungsrolle bei RWAs mit wachsender Tokenisierung weltweit stärker werden könnte.
Auch das Verhalten von Langzeit-Hodlern passt zu diesem Ausblick. Daten auf der Chain zeigen, dass die Nettoposition der Langzeit-Hodler bei Ethereum wieder im Plus ist. Die Verkaufswelle dieser Gruppe ist nach mehreren Wochen zurückgegangen. Nun kaufen diese Hodler wieder, was für neues Vertrauen spricht.
Langzeit-Hodler reagieren oft auf grundlegende Entwicklungen und nicht auf kurzfristige Kursschwankungen. Wenn sie nun eher kaufen, zeigt das Vertrauen in Ethereums Rolle in der Finanz-Infrastruktur. Weniger Verkaufsdruck dieser Gruppe könnte helfen, dass ETH wieder über wichtige Marken klettert und sich erholt.
ETH-Kurs: Erholung lässt noch auf sich warten
Zum Zeitpunkt des Artikels wird Ethereum bei etwa 2.997 USD gehandelt und hat sich von den letzten Tiefs bei etwa 2.870 USD erholt. Der Kurs liegt damit knapp unter der wichtigen Marke von 3.000 USD, die von Tradern genau beobachtet wird. Dass Ethereum in dieser Zone bleibt, zeigt, dass der Abwärtstrend nachlässt und Käufer wieder aktiv werden.
Die Anerkennung von Ethereums Rolle bei der Tokenisierung durch BlackRock könnte das Vertrauen stärken. Mehr Zuversicht kann helfen, dass ETH den Widerstand bei 3.085 USD zurückerobert. Ein klarer Anstieg könnte den Kurs sogar bis auf 3.188 USD treiben, sodass ETH einen großen Teil der vorherigen Verluste wieder wettmacht.
Das Abwärtsrisiko scheint unter den aktuellen Bedingungen begrenzt zu sein. Ein negatives Szenario würde eintreten, wenn ETH unter 2.925 USD oder 2.885 USD fällt. Dann könnte Ethereum bis auf 2.796 USD abrutschen. Gerade aber machen bessere Makrobedingungen und der Aufbau durch Langzeit-Hodler einen solchen Absturz weniger wahrscheinlich.