Ethereum versucht erneut, die 3.000-USD-Marke zurückzuerobern, nachdem mehrere Versuche in diesem Monat gescheitert sind. ETH kletterte zu Beginn des Handels kurz nach oben, stößt aber weiterhin auf Widerstand, da die Bedingungen am Gesamtmarkt instabil bleiben.
Obwohl die Dynamik schwach ist, deuten On-Chain-Daten darauf hin, dass Anleger sich möglicherweise auf eine mögliche Erholung vorbereiten.
SponsoredZahl der Ethereum-Holder steigt weiter
Das Wachstum im Ethereum-Netzwerk hat den höchsten Stand seit vier Jahren und sieben Monaten erreicht. Diese Zahl zeigt, wie schnell neue Adressen dem Netzwerk beitreten. Der Anstieg deutet auf neues Interesse auf dem aktuellen Kursniveau hin, auch wenn ETH Schwierigkeiten hat, weiter nach oben auszubrechen.
Steigendes Netzwerk-Wachstum bringt oft neues Kapital ins System. Neue Teilnehmer sorgen für mehr Liquidität und stärken die Nachfrage. Für Ethereum ist dieser Trend besonders wichtig, weil eine Erholung des Kurses von nachhaltigen Zuflüssen abhängt und nicht nur von kurzfristigen Spekulationen. Starkes Wachstum bei neuen Adressen zeigt, dass das langfristige Vertrauen bestehen bleibt.
Bitmine hilft wohl beim Kursanstieg
Ein wichtiger Grund für dieses Wachstum ist Bitmine. Das Unternehmen hat durch eine gezielte Strategie schnell Ethereum angesammelt. Bitmine besitzt jetzt etwa 4,066 Mio. ETH, das sind 3,37 Prozent des Gesamtangebots in nur sechs Monaten.
Das Unternehmen hat offiziell angekündigt, 5 Prozent aller ETH besitzen zu wollen. Das könnte das verfügbare Angebot weiter einschränken und den Kurs zusätzlich stützen.
SponsoredMakro-Indikatoren zeigen ein gemischtes Bild. Der MVRV Long/Short Difference bleibt deutlich negativ. Das bedeutet, dass weder Langzeit-Anleger noch kurzfristige Trader aktuell im Gewinn sind. In solchen Phasen tauschen weniger Nutzer ihre Coins, weil sie ungern mit Verlust verkaufen.
Wenig Profit bremst oft den Handel im Netzwerk. Solche Situationen verringern aber auch den Verkaufsdruck. Sollten sich die Marktbedingungen bessern, sorgen Langzeit-Halter oft für Stabilität. Denn sie verkaufen selten zu ungünstigen Kursen, was später eine Basis für Erholung schaffen kann.
Die aktuelle Lage bei Ethereum spiegelt dieses Gleichgewicht wider. Schwache Gewinne bremsen die Begeisterung, aber verhindern auch starke Verkäufe. Ein positives Ereignis von außen könnte die Stimmung schnell drehen. Dann könnten große Investoren das Angebot aufnehmen und ETH nach oben bewegen.
Ethereum-Kurs steht vor großer Herausforderung
Ethereum steht beim Schreiben dieses Textes bei etwa 2.968 USD und bleibt damit knapp unter dem Widerstand bei 3.000 USD. Diese Marke hat in den letzten Wochen den Kurs immer wieder gebremst. Solange ETH sie nicht zurückgewinnt, bleibt die Kryptowährung anfällig für Schwankungen und kurzfristige Rücksetzer.
Um das Hoch von Dezember bei 3.447 USD wieder zu erreichen, braucht ETH eine Erholung von rund 16 Prozent. Die erste Hürde liegt bei 3.131 USD – das ist eine wichtige Widerstandszone. Anhaltendes Netzwerk-Wachstum und weitere Käufe großer Firmen wie Bitmine könnten genug Nachfrage bringen, um dieses Niveau zu erreichen.
Abwärtsrisiken bleiben bestehen, wenn Ethereum die 3.000 USD nicht als Unterstützung verteidigen kann. Wird der Kurs abgelehnt, könnte er auf 2.798 USD zurückfallen, diesen Wert hat ETH schon getestet. Da ETH oft schnelle Bewegungen in dieser Spanne zeigt, könnte ein Bruch nach unten die Verluste beschleunigen, bevor wieder Ruhe einkehrt.