Mehrere Teams von der Ethereum Foundation haben „Post-Quantum Ethereum” veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine spezielle Webseite für die Post-Quantum-Sicherheitsinitiativen von Ethereum, die die Roadmap, Spezifikationen, Forschungspapiere und EIPs an einem öffentlichen Ort bündelt.
Auf der Webseite gibt es zudem eine FAQ mit 14 Fragen, die vom PQ-Team erstellt wurde, sowie eine Interviewreihe mit 6 Teilen.
Dreiphasiger Übergang vor dem Q-Day
Diese Initiative zeigt das Ergebnis von mehr als acht Jahren Arbeit und geht auf frühe Forschung zur STARK-basierten Signatur-Aggregation aus 2018 zurück.
Vier Teams der Foundation haben bei diesem Projekt zusammengearbeitet. Fortschritte gehen bereits über die Theorie hinaus. Über 10 Client-Teams entwickeln und veröffentlichen jede Woche neue Devnets im Rahmen des PQ Interop-Prozesses.
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Das Team betonte, dass ein für Kryptografie relevanter Quantencomputer nicht unmittelbar bevorsteht. Dennoch erfordert die hohe Komplexität eines Upgrades eines dezentralen globalen Netzwerks mehrere Jahre für Planung, Entwicklung und Überprüfung. Deshalb ist es nötig, mit den Vorbereitungen zu beginnen, bevor ein tatsächliches Risiko auftritt.
„Der Ansatz von Ethereum basiert auf kryptografischer Agilität, also auf der Möglichkeit, zentrale Algorithmen zu aktualisieren, ohne das Netzwerk zu destabilisieren, sowie darauf, diesen Übergang als Chance zu nutzen, das Protokoll sicherer, einfacher und dezentraler zu machen”, erklärte das Team.
Nach Einschätzung des Teams könnten L1-Protokoll-Upgrades bis 2029 abgeschlossen werden. Die vollständige Migration der Ausführungsebene würde noch mehrere Jahre dauern.
Der Übergang erfolgt in drei Phasen: Vorbereitung und Aufbau der Infrastruktur, schrittweise Einführung und Konsolidierung auf Protokollebene. Neben Ethereum arbeiten auch andere Netzwerke an Lösungen für potenzielle Quanten-Bedrohungen.
So hat die Solana Foundation bereits Post-Quantum-Digitalsignaturen in einem Solana-Testnetz implementiert. Im Januar gab der CEO von Coinbase, Brian Armstrong, zudem die Gründung eines unabhängigen Beratungsgremiums bekannt, das sich auf Quantencomputing und Blockchain-Sicherheit konzentriert.