Der Ethereum-Kurs steigt wieder und hat in den letzten 24 Stunden über zwei Prozent zugelegt, bevor er wieder korrigierte. Auch im laufenden Monat bleibt der Trend positiv. Der erneute Anstieg sieht ermutigend aus, allerdings ist die Kursstruktur weiterhin anfällig.
Ein bärisches Muster ist weiterhin aktiv. Wenn wichtige Marken nicht gehalten werden, könnte dieser Anstieg in eine stärkere Korrektur umschlagen.
SponsoredEthereum-Kurs steigt trotz brüchiger Bärenstruktur
Trotz des Anstiegs bewegt sich Ethereum weiterhin innerhalb eines Kopf-Schulter-Musters auf dem Tageschart. Der Höchststand am 6. Januar hat die rechte Schulter gebildet. Nun versucht der Kurs, sich zu stabilisieren, ohne die Struktur zu ungültig zu machen.
Das ist wichtig, weil Kopf-Schulter-Formationen meistens langsam, nicht sofort scheitern. Auch innerhalb solcher Muster kann es Anstiege geben. Erst wenn sich der Preis deutlich von der Risiko-Zone um die Nackenlinie entfernt – bei ETH etwa bei 2.880 USD – gilt die Situation als sicherer.
Das Verhalten von kurzfristigen Haltern sorgt zusätzlich für Vorsicht. Das kurzfristige Halter-NUPL, das Buchgewinne und -verluste zeigt, bleibt im Kapitulationsbereich. Es steigt aber in Richtung Monatshochs. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit von Gewinnmitnahmen, wenn der Kurs weiter steigt.
Das HODL Waves-Maß, das Gruppen je nach Haltedauer misst, zeigt, dass viele Kurzzeit-Halter bereits verkauft haben. Das bedeutet: Das NUPL-Risiko könnte schon eingepreist sein.
Die Gruppe mit einer Haltedauer von einer Woche bis zu einem Monat ist stark gefallen – von rund elf Komma fünf Prozent des Angebots Mitte Dezember auf etwa drei Komma neun Prozent heute.
Dadurch sinkt der unmittelbare Verkaufsdruck. Außerdem ist der jetzige Anstieg noch nicht von spekulativer Nachfrage neuer Käufer getrieben. Das wirkt vielleicht wie fehlendes Interesse, kann aber mittelfristig helfen, wenn weitere Unterstützung hält. Dann hat der ETH-Kurs Potenzial nach oben.
Kurs wird still von Dip-Käufen und langfristigen Haltern gestützt
Dass Ethereum bisher nicht gefallen ist, liegt an der grundlegenden Unterstützung.
Der Money Flow Index (MFI), der anzeigt, ob in Rücksetzern gekauft wird, zeigt eine bullische Divergenz. Zwischen Mitte Dezember und Anfang Januar hat der Ethereum-Kurs tiefere Hochs ausgebildet, während der MFI höhere Hochs zeigte. Das bedeutet: In Rücksetzern wurde weiter gekauft, Käufer haben ihre Positionen nicht aufgegeben.
Auch wenn der MFI aktuell leicht zurückgeht, bleibt er deutlich über früheren Tiefs. Solange das so bleibt, wird Verkaufsdruck aufgefangen und verstärkt sich nicht.
Langfristige Halter verstärken den Rückhalt weiter. Die Gruppe mit einer Haltedauer von sechs bis zwölf Monaten erhöhte ihren Angebotsanteil von etwa vierzehn Komma sieben Prozent auf rund 16,2 Prozent seit Ende Dezember. Es handelt sich also um stetiges Aufbauen, nicht um kurzfristige Spekulation.
Zusammen zeigen eine geringere angebotsseitige Belastung bei Kurzzeit-Haltern, ständiges Kaufen bei Rückgängen und der solide Aufbau durch mittlere bis langfristige Halter, warum Ethereum steigt und nicht fällt.
Nur Unterstützung allein beseitigt das Risiko aber nicht. Sie verlangsamt es lediglich.
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Ethereum steht jetzt klar an einem wichtigen Entscheidungspunkt.
Die wichtigste Unterstützungszone liegt bei 2.880 USD. Das ist der sogenannte „Nackenbereich“ in der Kopf-Schulter-Formation. Ein Tagesschluss unter diesem Wert würde das ganze Muster aktivieren. Folglich könnte der Kurs etwa 20 Prozent fallen, ausgehend von der Bewegung zwischen Kopf und Nackenlinie.
Über diesem Kurs liegt die erste wichtige Zone zwischen 3.090 USD und 3.110 USD, also im Schnitt bei 3.100 USD. Dieser Bereich ist auch im Chart gut zu erkennen. Diese Spanne ist wichtig, weil dort besonders viele Coins zuletzt ihre Besitzer gewechselt haben. Rund 1,44 Millionen ETH wurden in dieser Zone zuletzt gehandelt. Die Märkte reagieren an solchen Stellen oft stark.
Bleibt Ethereum oberhalb dieser Zone, zeigt das, dass Käufer die Kosten verteidigen und das Angebot aufnehmen. Fällt der Kurs allerdings darunter, steigt der Druck nach unten in Richtung 2.970 USD und dann zur wichtigen Marke bei 2.880 USD.
Um die bärische Formation komplett zu widerlegen, muss Ethereum sich stabil über 3.300 USD halten. Ein Anstieg über 3.440 USD würde das Risiko der Kopf-Schulter-Formation komplett beseitigen.