Ethereum beginnt zu fallen, nachdem der Coin es nicht geschafft hat, über einem wichtigen Widerstand zu bleiben. Der Markt wirkt schwerfällig. Der Kurs ist nach einem Anstieg am Monatsanfang wieder gefallen. Dadurch ist nun wieder eine bärische Struktur zu sehen.
Langfristige Halter geben zwar noch etwas Unterstützung, aber wachsender Verkaufsdruck und ein schwacher Gesamtmarkt stellen diesen Halt auf die Probe. Zudem könnten weitere Verluste folgen, wenn sich die Stimmung nicht bessert.
SponsoredStoppen Ethereum-Langzeitinhaber jetzt den Kursabsturz?
On-Chain-Daten zeigen, dass langfristige Ethereum-Halter weiterhin meist Coins sammeln. Der HODLer Net Position Change zeigt seit Ende Dezember anhaltend grüne Balken. Das heißt: Weniger Verkäufe, mehr Käufe von starken Händen. Diese Entwicklung hat die letzten Rücksetzer abgefedert und den Abwärtstrend verlangsamt.
Allerdings kann selbst die Nachfrage von starken Haltern nicht alles ausgleichen, wenn der Druck durch den Gesamtmarkt und Derivate weiter steigt. Bleibt die Unsicherheit bestehen, reicht die Unterstützung der Langfristhalter womöglich nicht, um einen stärkeren Absturz zu verhindern.
Ethereum-Anleger drohen weitere Verluste
Der ETH-Derivatemarkt sendet Warnsignale. Das Future-Positioning ist stark auf Short ausgerichtet: Über 83 Prozent aller offenen Positionen setzen auf einen fallenden Kurs. Solche Ungleichgewichte führen oft zu mehr Schwankungen, besonders an wichtigen Marken.
Liquidationsdaten zeigen eine klare Gefahrenzone um 3.000 USD. Ein Fall in diesen Bereich könnte ungefähr 368 Mio. USD an Long-Liquidationen auslösen. Sollten diese gezwungen werden, könnten sich die Verluste schnell verstärken, weil bullische Positionen vernichtet werden.
Ethereum-Verkaufsdruck steigt weiter an
Auch die Trendindikatoren deuten auf Schwäche hin. Der Money Flow Index ist unter die 50er-Marke gefallen. Das zeigt, dass Kapital aus Ethereum abfließt. Nachdem ETH Anfang des Monats noch als überkauft galt, nimmt die Kaufkraft seitdem deutlich ab.
Ein fallender MFI bedeutet meistens, dass Verkäufer gerade das Geschehen bestimmen. Solange sich diese Entwicklung nicht dreht oder stabilisiert, bleibt der Ethereum-Kurs weiter anfällig für Verluste.
ETH-Kurs: Droht jetzt der Absturz unter 3.000 USD?
Zum Redaktionszeitpunkt handelt Ethereum nahe 3.109 USD. Auf dem 12-Stunden-Chart zeigt sich ein Doppeltop, was eine bärische Formation ist. Dieses Muster deutet auf ein mögliches Minus von 7,5 Prozent hin und könnte den Kurs auf etwa 2.900 USD drücken, falls es bestätigt wird.
Technische sowie On-Chain-Daten sprechen für dieses Negativszenario. Fällt die Unterstützung bei 3.085 USD, gilt der Durchbruch nach unten als bestätigt. Der Verkaufsdruck dürfte besonders dann zunehmen, wenn ETH unter die psychologisch wichtige Marke von 3.000 USD fällt. Dann sind viele Long-Positionen gefährdet und die bullische Verteidigung wird schwächer.
Eine bullische Wende bleibt möglich, wenn die langfristigen Halter die Kontrolle behalten. Ein erfolgreicher Rebound von 3.085 USD könnte das Vertrauen zurückbringen. In diesem Fall könnte Ethereum versuchen, sich wieder in Richtung 3.287 USD zu erholen. Sollte diese Marke zurückerobert werden, wäre das bärische Szenario hinfällig und die Nachfrage könnte steigen.