Vitalik Buterin hat am Sonntag einen aktualisierten Ethereum Improvement Proposal (EIP) 8141 veröffentlicht. Der Entwurf geht in die nächste Ethereum-Aktualisierung mit dem Namen Hegotá und ändert, wie Wallets signieren, stapeln und bezahlen.
Mit dieser Neuerung wird getestet, ob sich Datenschutzwerkzeuge direkt auf Ethereum ausführen lassen statt außerhalb davon.
Ethereum-Upgrade: 64 Aktionen in einer Transaktion bündeln
Bisher führt eine Ethereum-Transaktion nur eine Aufgabe aus. Sie versendet Geld oder gibt einen Token frei, und damit ist der Vorgang abgeschlossen.
Durch Frame-Transaktionen ändert sich das. Eine einzige Transaktion kann bis zu 64 Schritte in fester Reihenfolge enthalten. Wenn einer dieser Schritte fehlschlägt, scheitert die gesamte Gruppe.
Diese Alles-oder-nichts-Regel verhindert eine bekannte Fehlerquelle, bei der eine Freigabe durchgeführt wird, aber der folgende Tausch nicht.
Ein Token freigeben und ihn gleichzeitig tauschen wird somit zu einem Klick statt zwei. Wallets können zudem den gesamten Einstiegsvorgang in eine einzige Bestätigung zusammenfassen. Buterin hat viele dieser Ideen bereits im März vorgestellt, als er eine umfassende Überarbeitung der Ethereum-Wallets vorgeschlagen hat.
Drei Neuerungen, die Nutzer wirklich bemerken
Die erste Neuerung betrifft Seed-Phrasen. Geht die aktuelle 12-Wörter-Backup verloren, sind die Vermögenswerte meist verloren. EIP-8141 trennt das Konto künftig von seinem ursprünglichen Schlüssel.
Wallets können dadurch Schlüssel rotieren oder den Zugang mit einem zweiten Gerät oder einer vertrauten Person wiederherstellen. Der private Schlüssel bleibt zwar erhalten, Nutzer müssen ihn aber nicht mehr auf Papier mit sich führen.
Die zweite Neuerung betrifft die Gasgebühren. Mit Paymastern können künftig beliebige Anwendungen für die Gebühren eines Nutzers aufkommen. Neue Nutzer können damit erstmals agieren, ohne ETH zu kaufen. Für Apps sind diese Kosten Teil der Kundenakquise.
Die dritte Neuerung betrifft Signaturen. Im Entwurf wird P256 hinzugefügt, das Verfahren, das auch für Passkeys und Sicherheit auf Smartphones verwendet wird. Die Autoren sehen diesen Schritt als Zwischenschritt auf dem Weg zur Post-Quanten-Kryptografie statt als vollständige Lösung, ein Punkt, den Buterin bereits in seiner Ethereum-Roadmap im Juli angesprochen hat.
Skalierbarkeit steht hinter dem großen Ziel. Buterin plant ein Bitcoin-ähnlicheres Ethereum-Design, bei dem einfache und vorhersehbare Transaktionen die niedrigsten Gasgebühren verursachen.
Ethereum (ETH) wurde am Sonntag bei rund 2.512 USD gehandelt, etwa 49% höher innerhalb von 90 Tagen.
Die Client-Teams haben noch keinen Starttermin festgelegt. Zuerst kommt das Glamsterdam-Gaslimit-Upgrade im 4. Quartal 2026.









