EZB fordert Vetorecht bei Stablecoin-Lancierung

Artikel teilen
IN KÜRZE
  • Die EZB möchte ein Vetorecht bei der Einführung von Stablecoins.

  • Die EZB ist der Meinung, dass sich Stablecoins negativ auf die Stabilität der Geldmenge auswirken könnten.

  • In den USA wurde bereits im Dezember 2020 der sogenannte Stablecoin Act eingeführt.

  • promo

    Weitere Nachrichten und Updates teilen wir in unserer Telegram Gruppe. Trete uns bei und erhalte täglich Handelsideen und Analysen zu Kryptowährungen!

Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Die Europäische Zentralbank (EZB) verlangt einem Reuters-Bericht zufolge von der EU ein Vetorecht bei der Einführung von Stablecoins in der Eurozone sowie weitere regulatorische Befugnisse.

Gesponsert



Gesponsert

Ein Stablecoin ist ein digitaler Fiat-Token, der 1:1 an eine Fiatwährung gebunden ist. Viele Zentralbanken haben allerdings Angst davor, dass Stablecoins deshalb deren Kontrolle über die Geldmenge und das Bankwesen gefährden könnte.

Die Ankündigung der EZB könnte eine Reaktion auf den Plan von Facebook, einen eigenen Stablecoin auf den Markt zu bringen, sein. Das soziale Netzwerk hatte bereits früher an einem Stablecoin namens Liba gearbeitet, der quasi eine Art digitaler US-Dollar sein sollte. Inzwischen arbeitet Facebook an dem neuen Diem-Stablecoin, den man ursprünglich in mehrere unterschiedliche Fiatwährungen hätte umtauschen können. Aufgrund der zunehmenden international verabschiedeten Regulierungsmaßnahmen hat Facebook die Strategie für Diem allerdings angepasst.

Gesponsert



Gesponsert

EZB möchte weitreichende Kontrolle über Stablecoin-Emissionen

Im September will die Europäische Union (EU) ein flächendeckendes Regelwerk für Krypto-Assets einführen. Das neue Gesetz soll unter anderem Vorab-Stresstests sowie Kapital- und Liquiditätsanforderungen beinhalten. Facebook müsste sich an diese Regeln halten, bevor es einen Stablecoin herausgibt.

Ein Bild von BeInCrypto.com

Die EZB möchte entscheiden, ob ein Stablecoin innerhalb der EU verwendet werden darf oder nicht. Wenn sie das nicht kann, dann könnte die EZB ansonsten die Kontrolle über die Inflationsraten bzw. die sich im Umlauf befindende Geldmenge verlieren. Außerdem hat die EZB der EU vorgeschlagen, dass ihre Anweisungen bzw. Meinung auch für nationale Behörden, die Stablecoins emittieren wollen, verbindlich sein soll.

Die Zentralbank hat ihren Standpunkt bereits genauer begründet:

Wenn eine Asset-Referenz-Vereinbarung einem Zahlungssystem oder einer Zahlungsregelung gleichkommt, sollte die Beurteilung der potenziellen Bedrohung für die Durchführung der Geldpolitik und das reibungslose Funktionieren der Zahlungssysteme in die ausschließliche Zuständigkeit der EZB fallen.

Der US Stablecoin Act

Stablecoins stehen außerhalb der EU unter zunehmendem Regulierungsdruck. Im Dezember 2020 haben Politiker den Stablecoin Tethering and Bank Licensing Enforcement (STABLE) Act im US-Kongress vorgestellt. Das Gesetz ähnelt in vielen Punkten, wie z.B. bei den Kapital- und Liquiditätsvoraussetzungen, dem der EU.

Wenn das Gesetz in Kraft tritt, dann benötigt jeder Stablecoin-Emittent eine Banklizenz. Der Emittent bräuchte sechs Monate vor der Emission eine Genehmigung der Federal Reserve (FED), der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) und der zuständigen lokalen Bankbehörde. Der Emittent bräuchte außerdem genügend Reserven bei der FED, um eine Konvertierung in Fiat auf Abruf gewährleisten zu können.

Die in dem Artikel erwähnten Gesetze sind zwar noch nicht verabschiedet, allerdings könnten sie in der Zukunft verheerende Folgen für Stablecoin-Anbieter haben.

Übersetzt von Maximilian M.

Haftungsausschluss

Alle auf unserer Website enthaltenen Informationen werden nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Die journalistischen Beiträge dienen nur allgemeinen Informationszwecken. Jede Handlung, die der Leser aufgrund der auf unserer Website gefundenen Informationen vornimmt, geschieht ausschließlich auf eigenes Risiko.
Gesponsert
Share Article

Während seines naturwissenschaftlichen Studiums hat Maximilian M. im Herbst 2018 Hobbymäßig mit dem Handel von Kryptowährungen und Aktien begonnen. Außerdem ist Maximilian M. seit Anfang 2018 als selbstständiger Dienstleister tätigt. Seit Anfang der Corona Krise hat er sich noch mehr auf den Kryptowährungshandel spezialisiert und arbeitet seit November 2020 als Übersetzter für BeInCrypto.

MEHR ÜBER DEN AUTOR

Kryptovorhersagen mit dem besten Telegrammsignal mit einer Genauigkeit von + 70%!

Jetzt dabei sein

Marktsignale, Studien und Analysen! Besuch uns noch heute auf Telegramml!

Jetzt mitmachen