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Ein Drittel der Krypto-Firmen in Frankreich noch ohne MiCA-Lizenz – Frist läuft bald ab

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Geschrieben von
Camila Grigera Naón

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Redigiert von
Phil Haunhorst

17 Januar 2026 08:00 CET
  • Rund 30 Prozent der französischen Krypto-Firmen ohne Lizenz – MiCA-Frist am 30. Juni naht
  • Unternehmen brauchen nationale Zulassung – sonst droht Krypto-Aus in der EU
  • Kritiker warnen: Hohe Compliance-Kosten und bankenfreundliche Stablecoin-Regeln könnten kleine Firmen verdrängen
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Aufsichtsbehörden in Frankreich haben diese Woche bekannt gegeben, dass etwa 30 Prozent der Krypto-Firmen bisher keinen Antrag auf eine MiCA-Lizenz gestellt haben, obwohl eine wichtige Frist näher rückt. Sie entscheidet, ob diese Firmen legal weitermachen dürfen.

Die Europäische Union hat als Erste ein Gesetz für Krypto-Assets geschaffen. Dennoch gibt es Kritik an MiCA, weil viel Eigenkapital und hohe Betriebskosten verlangt werden.

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Frankreich steht vor Lizenzierungsfrist

Mit der Markets in Crypto-Assets (MiCA)-Regelung der Europäischen Union müssen Krypto-Firmen eine Erlaubnis von einer nationalen Aufsicht bekommen, wenn sie im ganzen Bündnis arbeiten wollen.

In Frankreich müssen die Firmen bis zum 30. Juni den Behörden mitteilen, ob sie eine MiCA-Lizenz beantragen oder ihre Geschäfte einstellen wollen. Allerdings hat etwa ein Drittel der Firmen noch nicht gesagt, was sie vorhaben.

Stéphane Pontoizeau, Leiter der Abteilung für Marktvermittler bei der französischen Finanzaufsicht, sagte in Paris zu Journalisten, dass man die Firmen schon im November daran erinnert habe, dass die Übergangszeit bald endet.

Nach Informationen von Reuters haben von ungefähr 90 Krypto-Firmen in Frankreich ohne MiCA-Lizenz bereits 30 Prozent eine Erlaubnis beantragt. Außerdem haben 40 Prozent gesagt, dass sie das nicht tun wollen.

Die restlichen 30 Prozent haben weder auf den Brief im November geantwortet noch ihre Pläne mitgeteilt.

MiCA verlangt eine Erlaubnis von einer nationalen Behörde, damit ein Dienst im ganzen Bündnis angeboten werden kann. Verpassen die Firmen die Frist, dürfen sie weder in Frankreich noch in anderen EU-Ländern weitermachen.

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EU-Regeln stoßen auf Widerstand der Branche

MiCA gilt seit Dezember 2024 vollständig. Es ist das erste breite und gemeinsame Regelwerk für Krypto-Assets, das ein wichtiger Wirtschaftsraum beschloss. Damit ist die EU ihren Konkurrenten, vor allem den Vereinigten Staaten, einen Schritt voraus.

Obwohl viele das Gesetz für Klarheit und die gleiche Regeln loben, haben manche aus der Branche auch Bedenken wegen einzelner Details geäußert.

Kritiker meinen, dass das Gesetz hohe Kosten bei Regeln und Betrieb verlangt. Gerade kleinere Krypto-Firmen könnten deswegen aufgeben oder sich mit anderen zusammenschließen müssen.

Andere erwähnen die MiCA-Regeln für Stablecoins als Problem. Diese Regeln verlangen, dass es eine enge Verbindung zu traditionellen Banken gibt. Manche sagen, dadurch könnten Banken Vorteile gegenüber Krypto-Firmen bekommen.

Die aktuellen Berichte, dass viele französische Krypto-Firmen kurz vor der Juni-Frist nicht geantwortet haben, werfen Fragen zur Attraktivität der Arbeit in der Europäischen Union auf.

Durch diesen Druck könnten Firmen auch überlegen, in Länder außerhalb des Bündnisses mit lockereren Regeln umzuziehen.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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