Memecoins standen Anfang 2026 im Mittelpunkt. Die Sparte stieg in nur einer Woche um 23 Prozent. Das bedeutete 8 Mrd. USD mehr und eine Gesamtmarktkapitalisierung von 47,7 Mrd. USD. PEPE lag mit einem Wochengewinn von 65 Prozent vorne, DOGE stieg um 20 Prozent und SHIB folgte mit fast 20 Prozent. Während die Memetoken jedoch abkühlten, rückte eine andere Sparte still in den Fokus. GameFi-Token gehören seit zwei Monaten zu den beständigsten Bereichen.
Axie Infinity liegt seit Jahresbeginn um 72 Prozent im Plus. Außerdem gibt es Power Protocol (POWER), einen GameFi-Token, der in den letzten 24 Stunden fast 100 Prozent zulegte und jetzt über der Marke von 2,00 USD notiert. In einer Woche sind es 370 Prozent. Trotz einer kleinen Korrektur sind die meisten Gewinne geblieben. Wenn ein Token so stark steigt und der Rest des Marktes ruhig bleibt, lohnt sich ein genauer Blick.
Darum steigt der Power-Protocol-Coin (POWER) jetzt so stark
Power Protocol ist eine Blockchain-Infrastruktur, die verschiedene Web3-Gaming-Ökonomien unter einem einzigen Token verbindet. Das Hauptprodukt heißt Fableborne. Es ist ein Action-Rollenspiel für Handys von Pixion Games aus Großbritannien. Mehr als 400.000 Spieler haben an der Beta teilgenommen, mit einem Höchstwert von 108.000 täglichen Nutzern. Vor dem Token-Start hat das Projekt 21,5 Mio. USD durch den Vorverkauf von NFTs eingesammelt.
Ein ausschlaggebender Grund dafür ist das Investment vom 24. Februar. BITKRAFT Ventures, ein bekannter VC für Gaming, hat 3 Mio. USD investiert. Das gesamte Ökosystem hat nun 15,5 Mio. USD an Kapital erhalten.
Seit der BITKRAFT-Ankündigung hat dieser GameFi-Token bis zum 26. Februar um mehr als 610 Prozent zugelegt. Zur Einordnung: POWER startete am 5. Dezember 2025 mit nur 0,08 USD. Das sind insgesamt über 2.000 Prozent Gewinn.
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Aber die technischen Indikatoren signalisieren nun eine wichtige Warnung.
Bärische Divergenz, Whale-Verkäufe und 15-Mio.-USD-Short-Liquidationen
Im 4-Stunden-Chart wirkt die POWER-Konsolidierung wie eine bullische Flagge – normalerweise ein positives Zeichen. Zwischen dem 25. und 27. Februar hat der Kurs ein höheres Hoch erreicht, doch der Relative Strength Index (RSI) zeigt ein niedrigeres Hoch.
Dies ist ein typisches Beispiel für eine bärische Divergenz. Das bedeutet: Es kommen weniger Käufer auf diesem hohen Niveau, auch wenn der Kurs noch steigt. Sogar auf kleineren Zeiteinheiten kann so eine Divergenz einen deutlichen Rückgang auslösen.
On-Chain-Daten machen die Sorge noch größer. Wale mit 1 bis 10 Mio. POWER haben seit dem 14. Februar viele Token verkauft. Ihr Bestand ist von ungefähr 14,66 Mio. auf nur noch 7,2 Mio. gefallen – das sind fast 50 Prozent weniger.
Zusätzlich zeigen die Daten von den Börsen: Die Kaufkraft schwindet rasant – die Abflüsse sind von 2,74 Mio. Token am 24. Februar auf aktuell nur 14.800 gefallen. Das ist ein Einbruch von über 99 Prozent. Wenn der Kurs ohne neue Käufer steigt, wodurch kam dann der Anstieg?
Die Daten zu Liquidationen geben die Antwort. In den letzten 24 Stunden gab es 15,62 Mio. USD an Liquidationen von Shorts – aber nur 2,77 Mio. USD an Long-Liquidationen. Das ist ein Verhältnis von fast 6 zu 1.
Diese Rallye des GameFi-Tokens wurde vor allem durch einen starken Short Squeeze verstärkt – wohl eher durch Stimmungsänderung nach dem BITKRAFT-Investment als durch echte Nachfrage am Spotmarkt.
Hat dieser GameFi-Token noch Chancen? Das zeigen Volumen und große Wale
Seit dem Höchststand von über 2,15 USD am 27. Februar ist der Kurs von POWER bereits etwa 20 Prozent gefallen. Diese Entwicklung zeigt sich deutlich. Allerdings gibt es ein wichtiges Detail, das den bullischen Ausblick weiter unterstützt.
Der Rückgang ging zudem mit auffällig wenig roten Volumenbalken einher. Das bedeutet, es gab wenig Überzeugung beim Verkauf. Es sieht eher danach aus, dass ein Teil der Bewegung durch das Auflösen von Long-Positionen entstand – und nicht, weil viele Händler ihre Coins verkaufen. Wenn Kurse bei geringem Volumen fallen, deutet das oft auf eine Schwäche der Abwärtsbewegung hin und nicht auf den Start eines größeren Ausverkaufs.
Noch wichtiger: Eine separate Gruppe von größeren Walen – das sind Besitzer von zehn bis 100 Mio. POWER – haben während des gesamten Anstiegs weiter zugekauft. Ihr Bestand ist von 346,28 Mio. Token Anfang Februar auf aktuell 402,92 Mio. angewachsen. Diese Käufe der größten Wallets schaffen folglich eine starke Basis, die der Verkaufsdruck von kleineren Walen bisher nicht durchbrechen konnte.
Basierend auf den Fibonacci-Extensions braucht dieser GameFi-Token einen klaren Tagesschlusskurs über 2,09 USD, um wieder bullisch zu werden. Wird dieser Wert überschritten, liegen die nächsten Kurs-Ziele bei 2,88 USD und danach bei 3,66 USD, sofern der allgemeine GameFi-Trend intakt bleibt. Ein Tagesschluss unter 1,61 USD schwächt diese Aussicht jedoch erheblich. Fällt der Kurs unter 1,08 USD, wäre die bullische Struktur sogar komplett zerstört.
Das Power Protocol liegt zwischen einer echten GameFi-Rückkehr, starker Unterstützung durch VCs und einem sehr gehebelten Markt.
Ob die nächste Bewegung nach oben oder unten geht, hängt vermutlich davon ab, wie sich die Rotation der Altcoins insgesamt entwickelt – und ob die größten Wallets weiter ihre Positionen halten.