Die Verhandlungen um die US-Krypto-Gesetzgebung erreichen einen kritischen Punkt. David Sacks, Krypto- und KI-Beauftragter des Weißen Hauses, lobt die Fortschritte und macht gleichzeitig klar: Die Krypto-Industrie hat ihren Teil erfüllt. Jetzt müssen die Banken nachziehen. Ripple-CEO Brad Garlinghouse setzt noch einen drauf.
Sacks: Krypto hat große Zugeständnisse gemacht
In einem Post auf X lobte David Sacks die Arbeit von Patrick Witt, der im Weißen Haus die Verhandlungen zwischen der Bankenbranche und der Krypto-Industrie koordiniert. „Niemand arbeitet härter daran, die Marktstruktur-Gesetzgebung über die Ziellinie zu bringen”, so Sacks.
Der entscheidende Satz folgte direkt danach: „Die Krypto-Branche hat bei Stablecoin-Renditen große Zugeständnisse gemacht. Jetzt ist es Zeit, dass die Banken dies erwidern.”
Das Streitthema: Sollen Stablecoins Zinsen oder zinsähnliche Erträge an Nutzer ausschütten dürfen? Banken sehen das als direkte Bedrohung ihrer Einlagengeschäfte und haben sich vehement dagegen gewehrt. Die Krypto-Industrie hat offenbar nachgegeben – zumindest teilweise.
Fun Fact: Der GENIUS Act, das geplante Stablecoin-Gesetz, hängt genau an dieser Frage fest. Banken wollen verhindern, dass Stablecoins wie RLUSD oder USDC zu einer Alternative für traditionelle Sparkonten werden!
Garlinghouse: Die Tür ist weit offen
Ripple-CEO Brad Garlinghouse reagierte auf Sacks’ Statement mit einer klaren Botschaft an die Bankenbranche: „Die Tür zu einem Deal steht weit offen. Die Banken müssen nur in gutem Glauben hindurchgehen.”
Die Formulierung ist diplomatisch, aber unmissverständlich: Der Ball liegt jetzt bei den traditionellen Finanzinstituten. Die Krypto-Seite hat sich bewegt, wer den Deal jetzt platzen lässt, trägt die Verantwortung.
Garlinghouse hatte bereits in seinem Fox-Business-Interview betont, dass er eine 80-prozentige Chance für die Verabschiedung des Clarity Act bis Ende April sieht. Die Stablecoin-Renditen waren dabei als größtes Hindernis genannt worden.
Krypto-Industrie verteidigt das Weiße Haus
Der Kontext: Ein anonymer Insider aus den Bankenverhandlungen hatte offenbar kritische Kommentare über die Vermittlungsrolle des Weißen Hauses durchsickern lassen. Die Reaktion der Krypto-Branche war einhellig: Man stellte sich hinter Patrick Witt und die Biden-Administration.
Fox-Business-Reporterin Eleanor Terrett berichtete, dass zahlreiche Krypto-Vertreter zur Verteidigung eilten. Ein Banken-naher Insider bestätigte ihr gegenüber, dass die Spannungen real sind – aber die Gespräche weitergehen.
Fun Fact: Patrick Witt ist relativ neu im Krypto-Regulierungsgeschäft, hat aber offenbar in kurzer Zeit das Vertrauen beider Seiten gewonnen. Sacks nennt ihn den härtesten Arbeiter im Raum!
Was auf dem Spiel steht
Die Marktstruktur-Gesetzgebung würde endlich klären, welche digitalen Assets als Wertpapiere und welche als Rohstoffe gelten. Für Ripple und XRP wäre das ein historischer Moment nach dem jahrelangen SEC-Rechtsstreit .
Aber auch für Stablecoins wie RLUSD, USDC und Tether geht es um die Zukunft. Wenn der GENIUS Act mit einem Verbot von Stablecoin-Renditen verabschiedet wird, wäre das ein Sieg für die Banken. Wenn ein Kompromiss gelingt, der zumindest eingeschränkte Renditen erlaubt, hätte die Krypto-Industrie einen Fuß in der Tür.
Die Botschaft von Sacks und Garlinghouse ist klar: Die Krypto-Seite hat ihren guten Willen gezeigt. Jetzt liegt es an den Banken, ob ein Deal zustande kommt – oder ob sie als Blockierer dastehen.