Ghost: Die Privacy Coin von John McAfee ist live

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IN KÜRZE
  • Vor genau einem Monat verteilte John McAfee seine Privacy Coin Ghost per Aidrop.

  • Nun wurde das Mainnet von Ghost aktiviert.

  • McAfee wird jedoch beschuldigt, vom Whitepaper von PIVX abgekupfert zu haben.

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Die von niemand geringerem als John McAfee ins Leben gerufene Privacy Coin namens Ghost ist in der Nacht zum 23. Juni 2020 live gegangen.



Wie praktisch alles, was John McAfee tut, zieht auch der Start von Ghost eine Kontroverse nach sich. Er streitet sich mit der Privacy-Coin PIVX um das Urheberrecht.

Ghost Mainnet ist live

Ghost ist eine Privacy Coin, die auf dem Proof of Stake Konsensmodell basiert. Im Gegensatz zum Proof of Work kommt daher kein Mining zum Einsatz. Eine initiale Umlaufversorgung wurde dabei nicht wie bei vielen anderen PoS Coins durch eine ICO, sondern durch einen Airdrop verteilt. McAfee hat seinen Airdrop mit einer Vorlaufzeit von nur wenigen Tagen angekündigt.



Die Besitzer von ESH Tokens erhielten dabei eins zu eins einen entsprechenden Betrag in GHOST ausbezahlt. Dadurch vermeidet GHOST einige der Probleme, die mit ICOs und Airdrops ohne Geldeinsatz assoziiert sind. ESH ist der native Token von Switch, einem Blockchain-Projekt das von McAfee beraten wird.

Vormals war GHOST nur ein ERC-20 Token. Gestern Nacht wurde er auf das Mainnet der Privacy Coin übertragen. Bereits seit dem 21. Juni kann GHOST über seine eigene dezentrale Krypto-Börse gehandelt werden. Dies gab McAfee über seinen Twitter-Kanal (@officialmcafee) bekannt.

John McAfee: Genial oder Verrückt?

John McAfee ist gleichzeitig eine der kontroversesten und eine der beliebtesten Persönlichkeiten der Krypto-Szene. Ohne Frage hat ihm sein exzentrischer Lebenswandel viele Fans eingebracht. Dennoch befindet sich McAfee (der immerhin 2016 für die US-Präsidentschaft kandidierte) beinahe permanent auf der Flucht vor dem Gesetz.

Was Ghost angeht, so wird er beschuldigt, von der Privacy Coin PIVX abgekupfert zu haben. Beinahe sein gesamtes Whitepaper ist ein Plagiat. Zwar räumt McAfee ein, dass Ghost ein “verbesserter“ Code Fork von PIVX ist, kündigt aber dennoch an, wegen angeblicher Verleumdung gegen PIVX vorzugehen.

In den sozialen Medien gibt sich McAfee gerne als libertärer Freidenker, allerdings scheint er nur dann wirklich libertär zu handeln, wenn es ihm opportun ist. So hat er anscheinend kein Problem damit, die geistigen Eigentumsrechte anderer anzutasten, droht ihnen allerdings gleichzeitig eine Klage an, wenn sie ihn (zurecht) eines Plagiats bezichtigen. Während der Quellcode von PIVX Open Source ist, sind die Rechte am Whitepaper urheberrechtlich geschützt.

Was von John McAfee als Person zu halten ist und ob die Welt wirklich noch eine Privacy Coin braucht, muss jedoch letzten Endes jeder selbst entscheiden.

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Tobias verfügt über einen Bachelorabschluss in angewandter Informatik, sowie einen Masterabschluss in Kognitionswissenschaft mit Fokus auf kognitiver Psychologie und künstlicher Intelligenz. Während seiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Gent nahm er an einem Forschungsprojekt in Verbindung mit einem großen französischen Telekommunikationsanbieter teil. Hierbei erforschte er die Anwendung von Spieltheorie auf den gemeinschaftlichen Ausbau von WLAN-Netzen. Nachdem er die Universität verließ, wandte er sich dem Blockchain-Sektor zu, wo er als freier Forschungsmitarbeiter für Startup-Unternehmen arbeitet.

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