Der Krypto-Markt könnte in eine schwierige Phase eintreten, da das Wachstum der globalen Geldmenge (M2) in diesem Jahr erstmals negativ ist.
Zudem steigt im März die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank die Zinsen anhebt. Diese Entwicklung sorgt bei Investoren für Unsicherheit und führt zu schnellen Reaktionen.
7 Wochen M2-Wachstum erstmals 2026 negativ
Daten von BGeometrics zeigen, dass das globale M2-Wachstum, über einen Zeitraum von sieben Wochen gemessen, erstmals seit Anfang 2026 negativ ist.
Diese Entwicklung ist besorgniserregend, weil M2 – eine Messgröße für die gesamte Geldmenge, zu der Bargeld, Bankeinlagen und sehr liquide Vermögenswerte gehören – oft als Frühindikator gilt. M2 steht in starker Verbindung zur Entwicklung risikobehafteter Vermögenswerte, insbesondere bei Kryptowährungen.
Im Jahresvergleich bleibt das M2-Wachstum positiv, geht aber ebenfalls zurück.
„Das bedeutet, dass die globale Geldmenge M2 zwar noch im Vergleich zum Vorjahr wächst, das Tempo der Expansion aber nachlässt. Das heißt, die Schaffung von Liquidität in den wichtigsten Volkswirtschaften verlangsamt sich“, kommentierte Alphractal, eine Plattform für On-Chain- und Makrodaten, dazu.
Bemerkenswert ist zudem, dass die Sensitivität wichtiger Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) und Solana (SOL) gegenüber globaler Liquidität aktuell höher als im langjährigen Durchschnitt ist.
Laut Daten von Cross Border Capital hat sich die Verbindung zwischen diesen Altcoins und makroökonomischen Liquiditätsströmen in den letzten Jahren deutlich verstärkt.
Gleichzeitig wird Krypto zunehmend „erwachsener”, weil sie stärker in das globale Finanzsystem integriert wird. Das führt allerdings auch dazu, dass diese Vermögenswerte schneller und stärker auf Schwankungen globaler Kapitalströme reagieren können.
Es ist weiterhin zu früh, um sicher zu sagen, dass die globale M2-Geldmenge dauerhaft sinkt. Doch wie ein Bericht von BeInCrypto erklärt, haben die steigenden Spannungen im Nahen Osten den Ölpreis in die Höhe getrieben und die Inflationserwartungen neu entfacht.
Als direkte Folge passt der Markt die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen der US-Notenbank an. Die Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhungen ist zuletzt sogar wieder gestiegen. Sollte dieses Szenario eintreten, könnte die globale Liquidität schrumpfen.
Früher beobachteten Analysten oft einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten zwischen Änderungen des M2-Bestands und Bewegungen beim Bitcoin-Kurs. Allerdings könnten Krieg und Ölpreisschocks neue Faktoren sein, die diese Auswirkungen deutlich schneller übertragen.