Zurück

Gold schlägt Bitcoin, Öl stürzt ab – doch Smart Money kauft weiter Krypto

author avatar

Geschrieben von
Mohammad Shahid

editor avatar

Redigiert von
Phil Haunhorst

20 Januar 2026 22:00 CET
  • Gold steigt stark, Öl fällt 2025: Handelszölle und globale Unsicherheit bremsen Märkte
  • Bitcoin bleibt stabil: Schwankende Nachfrage trifft auf knappe Liquidität
  • CoinGecko-Bericht: Institutionen kaufen still fast 50 Mrd. USD in Krypto – starke Basis für den nächsten Zyklus
Promo

Gold ist stark gestiegen, Öl ist gefallen und der Bitcoin-Kurs hat sich im Jahr 2025 kaum bewegt. Gleichzeitig haben Firmenkassen heimlich Krypto im Wert von mehreren Milliarden USD gekauft. Zusammen zeigen diese Entwicklungen, wie Zölle, Liquidität und das Verhalten großer Firmen die Märkte beim Übergang ins Jahr 2026 verändert haben.

Daten von CoinGecko zeigen ein Jahr mit großen Unterschieden. Gold stieg um 62,6 Prozent, Öl fiel um 21,5 Prozent und der Bitcoin-Kurs sank am Ende um 6,4 Prozent. Dennoch haben Digital Asset Treasury Companies (DATs) fast 50 Mrd. USD in Bitcoin und Ethereum investiert. Sie halten nun mehr als fünf Prozent vom gesamten Angebot.

Bitcoin im Vergleich zu anderen großen Assets im Jahr 2025. Quelle: CoinGecko
Sponsored
Sponsored

Gold profitiert: Zölle schüren Unsicherheit

Das starke Abschneiden von Gold hängt mit einer Zeit vieler Zölle zusammen. Handelsschranken sorgen für Unsicherheit, schwächen das Vertrauen in stabile Währungen und führen zu abwartendem Verhalten. Gold profitiert sofort von genau diesen Bedingungen.

Im Gegensatz zu Vermögenswerten, die wachsen müssen, um zu steigen, braucht Gold keine größere Liquidität für eine Rallye. Gold reagiert auf politische Risiken und Spannungen auf der Welt. Steigen die Zölle und gibt es mehr Probleme beim weltweiten Handel, gilt Gold als sicherer Schutz.

Öl fängt Wachstumsschock auf, während Bitcoin-Kurs stagniert

Öl zeigte das Gegenteil. Zölle bremsen den Handel, verringern die Produktion und senken die Transportmengen. Das drückt die Nachfrage nach Energie.

Sponsored
Sponsored

Rohölpreise sanken im Jahr 2025 um 21,5 Prozent, da das Angebot groß blieb und Länder außerhalb der OPEC mehr förderten. Bei vielen Zöllen verhält sich Öl wie ein Signal für Wirtschaftswachstum – und genau dieses Wachstum hat nachgelassen.

Der Bitcoin-Kurs mit -6,4 Prozent zeigt ein Tauziehen. Zölle sorgten für Unsicherheit, was eigentlich Schutz-Assets hilft, aber auch die verfügbare Liquidität verringerte. Zugleich blieb die Inflation in den USA zwar moderat, aber beständig, sodass die finanziellen Bedingungen weiter schwierig waren.

Darum hat sich der Bitcoin-Kurs nach einem Schock im Oktober lange seitwärts bewegt. Bitcoin ist nicht wie Öl stark gefallen, ist aber auch nicht wie Gold gestiegen. Bitcoin hat einfach abgewartet, bis der Druck durch fehlende Liquidität etwas nachlässt.

Bitcoin-Kurs – Einjahres-Chart. Quelle: CoinGecko
Sponsored
Sponsored

Fiat-Druck bisher unter Kontrolle

Obwohl Zölle wie eine langsame Inlandssteuer wirken, blieb die Inflation unter Kontrolle. Die höheren Kosten wurden von Importeuren und Händlern erst nach und nach weitergegeben. Für Verbraucher waren steigende Preise dadurch nicht gleich auf den ersten Blick zu sehen, obwohl ihre Kaufkraft langsam sank.

Dieser „schleichende Effekt“ dämpfte die Risikobereitschaft – löste aber auch keine Panik aus. Deshalb blieben die Krypto-Kurse in einer engen Spanne und fielen nicht stark.

Sponsored
Sponsored

Treasury-Käufer sammeln sich nach dem Reset

Während die Kurse schwach waren, kauften DATs sehr viel. Im Jahr 2025 gaben sie 49,7 Mrd. USD aus, etwa die Hälfte davon in der zweiten Jahreshälfte. Zum Jahresende besaßen sie Krypto im Wert von 134 Mrd. USD, das sind 137 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Dieses Verhalten zeigt sehr viel Vertrauen in die Zukunft. Die Firmenkassen nehmen Kursschwankungen in Kauf, um genug Coins zu sichern. Ihr Kaufen in einem schwachen Jahr hat dazu geführt, dass Bitcoin und Ethereum nun bei sehr festen Investoren liegen; dadurch ist weniger frei verfügbar.

Krypto-Käufe durch Digital Asset Treasuries im Jahr 2025. Quelle: CoinGecko

Insgesamt war 2025 ein Jahr, in dem sich der Krypto-Markt zusammengezogen hat. Zölle halfen Gold, schadeten beim Öl und verzögerten eine neue Bitcoin-Phase durch weniger verfügbare Liquidität. Gleichzeitig bauten große Firmen ihre Krypto-Bestände aus – meist im Hintergrund.

Als der Zolldruck nachließ und weniger verkauft wurde, kam wieder Bewegung in den Bitcoin-Kurs. Der Markt startet ins Jahr 2026 mit weniger verfügbarem Bitcoin, stärkeren Käufern und besseren Aussichten, sobald wieder mehr Liquidität zur Verfügung steht.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

Gesponsert
Gesponsert