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1,28-Bio.-USD-Verlust: Gold- und Silber-Kurse stürzen ab – Liegt’s an der Liquidität zum Mondneujahr?

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Geschrieben von
Lockridge Okoth

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Redigiert von
Phil Haunhorst

17 Februar 2026 15:00 CET
  • Gold und Silber verlieren 1,28 Bio. USD an Wert
  • Zum chinesischen Neujahr: Mehr Liquidität treibt Kursschwankungen an
  • Stärkerer USD und Fed-Signale setzen Gold unter Druck
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Die Gold- und Silbermärkte erleben eine starke Korrektur. Auch börsengehandelte Fonds (ETFs) auf Rohstoffe sinken um bis zu 4 Prozent.

Der plötzliche Rückgang hat etwa 1,28 Bio. USD an gemeinsamem Marktwert ausgelöscht. Das zeigt, dass selbst traditionelle sichere Anlagen nicht vor starken Wirtschaftsveränderungen und Liquiditätsschwankungen geschützt sind.

Liquidität zum chinesischen Neujahr und Makro-Druck: Gold- und Silber-Korrektur beschleunigt sich

Der Rückgang folgt nach einer starken Rallye Anfang 2026. Damals stieg der Goldkurs auf über 5.000 USD pro Unze. Silber erreichte ein Allzeithoch.

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Analysten sagen nun, dass der Rückgang eine Mischung aus saisonalen Gründen, wirtschaftlichem Druck und Gewinnmitnahmen nach dem langen Anstieg ist.

Vor allem Silber ist stark betroffen. Der Kurs fiel fast 40 Prozent von seinem Allzeithoch (ATH) von 121,646 USD, das Ende Januar erreicht wurde.

Zum Zeitpunkt dieses Artikels lag Silber (XAG) bei 74,11 USD. Das zeigt, dass Silber verglichen mit Gold oft stärkere Schwankungen hat. Silber hat zudem einen kleineren Markt und wird stärker in der Industrie verwendet.

Silber (XAG) Kursentwicklung
Silber (XAG) Kursentwicklung. Quelle: TradingView

„Gold und Silber haben heute 1,28 Bio. USD verloren … selbst ‚sichere Häfen‘ bluten”, schrieb ein Analyst und betonte, wie schnell der Rückgang verlief und dass keine Anlageklasse immer stabil bleibt.

Andere weisen auf den Einfluss der Marktstruktur und Liquidität hin. Sie sagen, dass es zu kurzfristigen Störungen kommen kann, wenn wichtige physische Märkte, besonders in Asien, sich verlangsamen.

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Liquiditätseffekte zum chinesischen Neujahr rücken in den Fokus

In diesem Zusammenhang nennen viele als kurzfristigen Grund die Zeit rund um das chinesische Neujahrsfest. Dann ist der Handel an wichtigen asiatischen Börsen deutlich geringer.

In Festlandchina, Hongkong, Singapur, Taiwan und Südkorea sind Händlerinnen, Hersteller und Marktteilnehmer seltener aktiv.

Bei geringerer Liquidität können die Kurse auf den internationalen Futures-Märkten stärker schwanken. Besonders bei Silber ist das der Fall – denn die Nachfrage aus der chinesischen Industrie ist wichtig.

Während der Feiertage kann die schwächere Nachfrage die Kurse vorübergehend drücken. Allerdings könnte es sein, dass das Interesse am physischen Kauf wieder zunimmt, wenn die Börsen wieder öffnen.

Analysten warnen: Gold bleibt volatil – Makro-Druck sorgt für Unsicherheit

Abgesehen von saisonalen Gründen wirken sich auch andere wirtschaftliche Entwicklungen aus. Edelmetalle geraten unter Druck, da Anlegerinnen und Anleger Themen in den Vordergrund rücken, die den US-Dollar kurzfristig stärken. Dazu gehören:

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Ein stärkerer Dollar belastet für gewöhnlich Edelmetalle. Daher werden Gold und Silber in anderen Währungen teurer. Das kann die Nachfrage außerhalb der USA verringern.

Auch die Geldströme in ETFs zeigen die vorsichtige Stimmung: Einige Gold- und Silber-ETFs sanken um 2 bis 4 Prozent. Das spiegelt die Schwäche an den Terminmärkten wider, zudem sichern einige Anlegerinnen und Anleger nach dem Anstieg wohl ihre Gewinne.

Marktstrategen sagen, dass die Edelmetalle aktuell in einer „volatilen Konsolidierungsphase“ sind. Nach einem so kräftigen Anstieg sind Korrekturen und seitwärts laufende Märkte üblich, denn die Märkte müssen die Gewinne verarbeiten.

Deshalb kann es manchmal sinnvoll sein, diszipliniert zu bleiben und nicht auf hohe Kurse zu setzen. Stattdessen kann gestaffeltes Kaufen während Korrekturen eine Möglichkeit sein.

Die Chartanalyse zeigt zudem wichtige Unterstützungszonen. Der Silberkurs hat bei etwa 65 USD pro Feinunze Unterstützung, Gold bei ca. 4.770 USD pro Unze auf Wochenschlusskurs-Basis.

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Gold- und Silber-Kursentwicklung
Gold- und Silber-Kursentwicklung. Quelle: TradingView

Ob diese Zonen ausreichen, um den aktuellen Rückgang zu stoppen oder ob die Abwärtsbewegung weitergeht, bleibt offen. Jeder sollte daher selbst recherchieren.

Obwohl die Preise stark gefallen sind, können strukturelle Faktoren wie die steigende weltweite Verschuldung, die Entwertung von Währungen und vergangene Zyklen beim Verhältnis zwischen Gold und Silber längerfristig für einen bullischen Markt bei Edelmetallen sorgen.

Gold-Silber-Verhältnis
Gold-Silber-Verhältnis. Quelle: Longterm Trends

Wenn sich frühere Änderungen im Verhältnis wiederholen, kann Silber in den nächsten Jahren deutlich an Wert gewinnen. Möglich ist, dass der Silberpreis bis Anfang der 2030er-Jahre deutlich steigt.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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