Goldman Sachs-Analyst James Yaro sagte zu seinen Kunden, dass Aktien mit Krypto-Bezug nach einem Rückgang von 46% seit ihrem Höchststand im Oktober 2025 nun gezielt attraktiv erscheinen.
Die Analyse hält an Kauf-Empfehlungen für drei Unternehmen fest. Robinhood Markets (HOOD), Figure Technologies (FIGR) und Coinbase Global (COIN) bieten jeweils eigene Chancen auf Kursgewinne.
Bewertungen nähern sich historischen Tiefstständen
Yaro erklärte, dass der aktuelle Rückgang ungefähr dem durchschnittlichen Höchst-zu-Tief-Verlust in früheren Krypto-Zyklen entspricht. Die Kurse zeigten in den letzten Wochen eine volatile, aber zunehmend stabile Entwicklung. Das deutet darauf hin, dass der Verkaufsdruck nachlässt.
„Insgesamt sehen wir eine zunehmend attraktive Gelegenheit für einen Einstieg in unsere auf digitale Vermögenswerte ausgerichtete Auswahl, allerdings gezielt für Teile dieser Gruppe”, berichtete ein TradFi-Medium unter Berufung auf Yaro.
Bei den drei Empfehlungen senkte Goldman das Kursziel für HOOD von 102 USD auf 91 USD und das Kursziel für COIN von 270 USD auf 235 USD.
Für FIGR hob Goldman das Kursziel von 39 USD auf 42 USD an, was etwa 35% Potenzial bedeutet. HOOD schloss am 28. März bei 66,02 USD und COIN bei 161,14 USD. Beide Werte liegen damit seit Jahresbeginn deutlich im Minus.
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Robinhood hat vor Kurzem ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 1,5 Milliarden USD genehmigt. Das zeigt das Vertrauen des Managements in die derzeitige Bewertung.
Figure Technologies, ein auf der Blockchain nativ agierender Kreditgeber, hat bereits über 16 Milliarden USD an Hauskrediten direkt auf der Blockchain ermöglicht. Das Unternehmen baut seinen Kapitalmarktplatz weiter aus.
Volumenrisiko bleibt bestehen
Goldman warnte, dass die Handelsvolumina zunächst weiter zurückgehen könnten, bevor sie sich wieder erholen. Yaro schätzte, dass ein weiterer Rückgang die Umsätze dieser Unternehmen 2026 um 2% und die Gewinne um 4% mindern könnte. In der Vergangenheit dauerten solche Tiefphasen bei den Volumina typischerweise etwa drei Monate, bevor eine spürbare Erholung einsetzt.
Die Analyse beurteilt den Sektor als überverkauft, aber nicht frei von Risiken. Investoren befinden sich in einer Phase, in der die Kurse womöglich stabilisiert sind, jedoch können Volumen und Volatilität weiterhin für deutliche Ausschläge sorgen, bevor es zu einer nachhaltigen Erholung kommt.