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Wie Indiens Behörden einen angeblichen Krypto-Betrug aufgedeckt haben

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Geschrieben von
Kamina Bashir

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Redigiert von
Phil Haunhorst

15 Januar 2026 07:00 CET
  • ED deckt Krypto-Betrug in Nagpur auf: Anleger verlieren über 42,5 Mio.-INR
  • Ermittler warnen: Irreführende Seminare und falsche Gewinnversprechen an Investoren
  • Behörden frieren Vermögen und Krypto-Wallet ein – Benami-Immobilien bei Durchsuchung entdeckt
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Indiens Enforcement Directorate (ED) ist gegen einen angeblichen Krypto-Betrug in Maharashtra vorgegangen. Anleger haben dabei über 4,25 Crore Rs. (etwa 472.000 USD) verloren.

Die Behörde hat am 7. Januar unter den Regeln des Prevention of Money Laundering Act (PMLA), 2002, Durchsuchungen an drei Orten in Nagpur durchgeführt.

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Indiens Ermittler nehmen „Ether Trade Asia“ wegen Krypto-Betrug ins Visier

Laut Pressemitteilung stehen diese Orte in Verbindung mit Nished Mahadeo Rao Wasnik und seinen Partnern. Die ED erklärte, dass Wasnik eine Gruppe anführte, die angeblich eine unerlaubte Online-Plattform namens „Ether Trade Asia“ betrieb.

Ermittler sagen, die Gruppe habe Werbe-Veranstaltungen in teuren Hotels in Nagpur und anderen Teilen von Maharashtra organisiert. Bei diesen Events stellten die Veranstalter den Besuchern Anlagechancen vor, die in Wirklichkeit nicht stimmten. Die ED sagte, das Ziel war es, „gutgläubige Anleger zu betrügen“.

„Sie bauten und bewarben die Plattform Ether Trade Asia mit einem erfundenen, betrügerischen Binär-Provisionsmodell und lockten leichtgläubige Anleger mit Versprechen extrem hoher Gewinne an. Das Geld sollte angeblich über verschiedene Modelle in die Kryptowährung ‚Ethereum‘ fließen. So sammelten sie unter dem Namen ihrer Firma M/s Ether Trade Asia große Summen vom Publikum ein“, heißt es in der Pressemitteilung.

Indiens Behörde berichtet, dass die Gruppe das eingesammelte Geld privat nutzte. Nach Schätzung der ED betragen die Verluste für Anleger über 4,25 Crore Rs. Die Untersuchung ergab auch, dass die Verdächtigen mit dem Geld bewegliche und unbewegliche Güter kauften. Diese wurden entweder direkt von den Tätern oder über Familienmitglieder und andere von ihnen kontrollierte Firmen gehalten.

Außerdem erklärten die Behörden, Wasnik und seine Partner hätten einen Teil des Geldes genutzt, um Kryptowährungen zu kaufen und diese in ihren persönlichen Wallets versteckt. Laut ED wurden bei der aktuellen Durchsuchung belastende Dokumente und digitale Geräte beschlagnahmt.

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Die ED hat zudem Bankguthaben von mehr als 20 Lakh Rs. (etwa 22.000 USD) eingefroren, ebenso wie eine Wallet mit digitalen Vermögenswerten im Wert von rund 43 Lakh Rs. (ungefähr 51.000 USD). Außerdem wurden mehrere Immobilien festgestellt, darunter benami Immobilien im Wert von mehreren Crore Rs., die angeblich von den Verdächtigen gekauft wurden.

Eine benami Immobilie ist ein Besitz, der im Namen einer Person eingetragen ist, aber tatsächlich von einer anderen Person bezahlt und kontrolliert wird. Damit soll die wahre Identität des Besitzers versteckt werden. Das Wort stammt aus dem Hindi: „benami“ bedeutet „ohne Namen“.

Zusätzlich hat die ED Kryptowährungen im Wert von etwa 4,79 Crore Rs. (ungefähr 530.000 USD) in einem anderen Fall von Grundstücksbetrug in Chandigarh eingefroren. Beide Ermittlungen laufen noch.

Die Ermittlungen gehören zu einer größeren Serie von Maßnahmen gegen Krypto-Betrug und Krypto-Scams in Indien. Im Dezember haben die Behörden eine große, falsche Krypto-Ponzi- und Multi-Level-Marketing (MLM)-Struktur zerschlagen. Dabei wurden angeblich Hunderttausende Anleger getäuscht und ein Schaden von 254 Mio. USD verursacht.

Das Enforcement Directorate (ED) führte auch Durchsuchungen an 21 Orten in Maharashtra, Karnataka und Delhi durch. Diese Aktionen richteten sich gegen ein weiteres Krypto-MLM-System, das angeblich fast zehn Jahre lang aktiv war.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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