Indigene Völker sichern ihr Überleben durch Token

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IN KÜRZE
  • Indigene Völker nutzten nun Token, um ihr Überleben zu sichern.

  • Zunächst soll der OYX Token nur für das Sammeln von Spenden dienen.

  • Später soll der Utility-Token auch als Währung eingesetzt werden.

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Der Krypto-Space ist ein Ort voller innovativer Ideen. Das beweist auch das Vorgehen einiger indigener Völker aus Brasilien. Die indigenen Völker Surui Paiter und Cintas-Largas in den Bundesstaaten Rondônia und Mato Grosso haben ihren eigenen Utility-Token aufgesetzt. In Zukunft sollen die Token als Zahlungsmittel dienen. Ferner sollen die die südamerikanischen Völker über die Token Spenden erhalten.



Auf diese Weise möchten die zwei Völker ihr Überleben sichern. Die Idee ist, die Technologie hinter Kryptowährungen, die Blockchain, zu nutzen, um Geld für mehr als 4.000 Ureinwohner unter gefährdeten Bedingungen zu sammeln.

Die Token im Regenwald

Das Überleben der beiden – und vieler weiterer – indigener Völker ist durch Brandrodung, Landraub und die Auswirkungen der Corona-Krise gefährdet. Nun soll der Utility-Token OYX weiterhelfen. Die Idee ist, die durch das digitale Vermögen erzeugten Ressourcen zu nutzen, um ein Mindesteinkommen, Ernährungssicherheit und Integration zwischen dem Surui Paiter und den Cintas-Largas zu gewährleisten. Später sollen die beiden Völker dann auch autonome neue Wirtschaftsprojekte starten können.



Ein Angestellter eines örtlichen Sanitärbezirks für indigene Gesundheit in Rondônia erklärt:

Es ist eine Idee der Vereinigung. Die Bundesregierung, die das Land und die Rechte der indigenen Völker angegriffen hat, hat uns in der Pandemie alleingelassen. Wir wollen diese Geschichte ändern.

Die Kryptowährung ist nach den Initialen der Völkernamen benannt. Der Initiator dieser Idee ist Elias Oyxabaten Surui, ein junger Surui Paiter. Surui erläutert, dass er Bitcoin durch Freunde kennengelernt und dann das Potenzial der Technologie dahinter schätzen gelernt hat. Zukünftig sollen auch weitere ethnische Gruppen von dem Projekt profitieren.

OYX auf der Blockchain

Die Anwältin und Administratorin Adriana Siliprandi ist geschäftsführende Gesellschafterin der Gruppe Exo Global, Autorin eines Buches über Blockchain und Schöpferin des Blockchain Connect-Events und fungiert als eine der technischen Beraterinnen hinter OYX. Sie erklärt:

Elias setzt sich ein, er ist eine  Person, die die Initiativen und Forderungen der indigenen Völker vertritt.

Insgesamt planen die Initiatoren 100 Millionen OYX zu einem Preis von 10 Brasilianischer Real auszugeben. Ferner sollen die Token mit der brasilianischen Währung gekoppelt werden.

Siliprandi erläutert:

Wir wissen nicht, ob wir alles verkaufen können, aber was verkauft wird, wird per Blockchain geprüft. Genauso wie die Bilanz, der Cashflow und die Gewinn- und Verlustrechnung.

Auf der Blockchain möchten die Initiatoren die Transaktionen überprüfen. Die Gelder sollen die Völker dann für den Kauf von Saatgut, Ausrüstung und Hygieneartikeln ausgeben. Im späteren Verlauf soll OYX dann auch die Funktion eines Zahlungsmittels erhalten.

Siliprandi fügt hinzu:

Wir Bürger können unseren Beitrag leisten, indem wir die Suche nach Ressourcen für soziales Handeln rentabel machen.

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Alex hat ihren Bachelor in Orient- und Asienwissenschaften an der Friedrich-Wilhelms Universität Bonn absolviert, danach Deutsch als Fremdsprache am Goethe Institut studiert und ihren Master in Arabistik an der Freien Universität Berlin absolviert. Seit 2017 ist sie als Krypto-Journalistin tätig.

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