Der aktuelle Konflikt mit Iran kostet die US-Amerikaner nun tatsächlich Geld, und die Beträge werden immer größer. Neue Schätzungen zeigen, dass der Krieg in etwas mehr als einem Monat etwa 30 bis 45 Milliarden USD gekostet hat.
Umgerechnet sind das etwa 2,50 bis 3,80 USD pro Person täglich, wobei der Durchschnitt bei ungefähr 3 USD pro Tag liegt.
Der größte Anteil entfällt auf die US-Militärausgaben. Frühere Daten deuten darauf hin, dass bereits mehrere Milliarden USD für die Einsätze ausgegeben wurden. Das ist der größte direkte Kostenfaktor.
Allerdings spüren die Amerikaner diese Kosten vor allem beim Tanken. Die Ölpreise sind von rund 79 USD vor einem Monat auf über 110 USD pro Barrel gestiegen. Grund dafür sind Versorgungsängste und Störungen rund um die Straße von Hormus.
Dadurch stiegen die Benzinpreise deutlich, so dass den Haushalten Milliarden an zusätzlichen Kraftstoffkosten entstanden sind.
Gleichzeitig steigt auch die Inflation an. Höhere Ölpreise wirken sich zudem auf Transport, Lebensmittel und andere Waren aus. Auch die Hypothekenzinsen sind gestiegen, was die Kreditkosten erhöht hat.
Außerdem gibt es noch einen viel höheren, „versteckten” Preis: Der US-Aktienmarkt hat während des Konflikts Billionen an Wert verloren. Das betrifft Altersvorsorge und Ersparnisse. Es ist jedoch kein direkter täglicher Aufwand.
Einfacher Kostenüberblick: 34 Tage
| Kategorie | Geschätzte Kosten |
| Militärausgaben | 23 bis 34 Milliarden USD |
| Höhere Kraftstoffkosten | 4 bis 6 Milliarden USD |
| Folgekosten durch Inflation | 2 bis 4 Milliarden USD |
| Gesamt | 30 bis 45 Milliarden USD |
Die Folgen sind gravierender
Einfach gesagt, zahlt der durchschnittliche US-Amerikaner täglich einige Dollar mehr, teils durch höhere Kosten, teils durch staatliche Ausgaben.
Das eigentliche Risiko ist jedoch eine Eskalation. Sollte der Ölpreis weiter steigen oder sich der Konflikt ausweiten, könnten diese Kosten massiv zunehmen und sowohl die Inflation als auch die Finanzmärkte stark treffen.





