Islamabad-Gespräche treffen auf Freitag: 2 Milliarden USD Optionsverfall, Waffenruhe senkt Volatilität

  • 2,18 Milliarden USD an BTC- und ETH-Optionen laufen am Freitag aus, Islamabad: Friedensgespräche
  • Greeks.live: Rallye nimmt Crash-Ängste, schafft jedoch keine bullische Überzeugung
  • Daten zeigen sinkende implizite Volatilität und einen enger werdenden Volatilitätsaufschlag, trotz steigendem Kurs.
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Bitcoin (BTC) stieg auf 72.000 USD, nachdem die USA und Iran eine zweiwöchige Feuerpause vereinbart hatten, jedoch zeigen wichtige Optionsdaten, dass die Rallye eher auf dem Wegfall von Angst und weniger auf neuer bullischer Positionierung basiert.

Die Ankündigung der Feuerpause, vermittelt durch Pakistan, fällt mit dem Verfall von Optionen auf BTC und Ethereum (ETH) im Wert von 2,18 Milliarden USD am Freitag zusammen. Am gleichen Tag werden Delegationen aus Washington und Teheran zu weiteren Gesprächen in Islamabad erwartet.

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Feuerpause löst Schockwellen an den Märkten aus

US-Präsident Trump stimmte am späten Dienstag zu, Angriffe auf den Iran für zwei Wochen auszusetzen, nachdem Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif und Generalfeldmarschall Asim Munir das Abkommen vermittelt hatten. Trump bezeichnete Irans 10-Punkte-Vorschlag als „eine brauchbare Grundlage” für einen langfristigen Frieden.

Die geopolitische Entspannung wirkte sich sofort auf die globalen Märkte aus. West Texas Intermediate Rohöl fiel um bis zu 19 %, während die S&P 500-Futures um mehr als 2 % stiegen. Der Bitcoin-Kurs, der sich wie ein riskanter Vermögenswert mit hoher Beta bewegt, stieg innerhalb weniger Stunden von rund 69.000 USD auf 72.000 USD.

Irans Oberster Nationaler Sicherheitsrat bestätigte, dass die sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus für zwei Wochen wieder möglich ist.

Das Büro des israelischen Premierministers unterstützte die Aussetzung der Angriffe, allerdings gilt die Feuerpause nicht für den Libanon.

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Optionsdaten zeichnen ein anderes Bild

Trotz des rasanten Kursanstiegs wiesen Derivate-Analysten von Greeks.live auf eine Abweichung zwischen Spot- und Volatilitätsmärkten hin. Die Implizite Volatilität (IV) für große Verfälle sank weiterhin, obwohl der Bitcoin-Kurs stieg.

Auch die kurzfristige IV ging zurück, während die 1-Tages-IV um 7,98 % auf 43,96 % anstieg, was ausschließlich die unmittelbare Kursbewegung widerspiegelt.

Die negative Schiefe ließ nach, da die Rallye die Nachfrage nach Crash-Absicherungen reduzierte. Die Volatilitätsrisikoprämie (VRP) schrumpfte jedoch erneut, weil die realisierte Volatilität (RV) auf 41,02 % stieg, die IV aber nicht folgte.

„Der Anstieg über 70.000 USD hat das Sentiment am Markt deutlich verbessert, vor allem, indem Ängste vor einem Black-Swan-Crash abgebaut wurden, statt auf Erwartungen anhaltender Kursgewinne zu basieren”, schrieben sie.

Dieses Muster, sinkende IV bei steigendem Kurs, ist ein klassisches Zeichen für einen Volatilitätsrückgang. Trader lösen Absicherungen gegen ein mögliches Iran-Risiko auf, sie bauen jedoch keine neuen bullischen Positionen auf.

Doppelter Impuls am Freitag

Am 10. April verfallen auf Deribit BTC-Optionen im Wert von 1,87 Milliarden USD und ETH-Optionen im Wert von 310 Millionen USD. Am selben Tag hat Sharif beide Delegationen nach Islamabad eingeladen, um „weitere abschließende Verhandlungen zu führen”.

Bleibt die Feuerpause bestehen oder wird sogar ausgebaut, ist eine weitere Verringerung der Volatilität wahrscheinlich. Kommt es jedoch zu einem Abbruch der Gespräche, könnte die gesamte Bewegung schnell umgekehrt werden.

Greeks.live-Tabelle: ATM-IV für BTC zeigt sinkende IV über wichtige Verfallstermine, Quelle: Greeks.live
Greeks.live-Tabelle: ATM-IV für BTC zeigt sinkende IV über wichtige Verfallstermine, Quelle: Greeks.live

Irans geplante Hormus-Maut von 2 Millionen USD pro Schiff könnte jährlich 100 Milliarden USD einbringen, was einen strukturellen Wandel in der regionalen Machtverteilung signalisiert.

Die Optionsmärkte preisen momentan Ruhe und nicht Überzeugung ein. Am Freitag wird sich zeigen, ob die Gespräche in Islamabad und der Optionverfall die Richtung für die zweite April-Hälfte bestimmen oder ob eine neue Phase der Volatilität einsetzt.


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