Der Bitcoin-Kurs setzte seinen Rückgang am 28. März fort und lag nahe bei 66.200 USD, da die Märkte auf zunehmende Zweifel an einer Deeskalation zwischen den USA und dem Iran reagierten. Die zehntägige Pause von US-Präsident Trump bei Energieangriffen hat Investoren nicht beruhigt, vor allem, nachdem Berichte aufkamen, dass Israel während dieses Zeitraums weiterhin Angriffe durchgeführt hat.
Diese Reaktion ist an allen Märkten sichtbar.
Der S&P 500 hat im Laufe der Woche stetig nachgegeben und erreichte den niedrigsten Stand seit sechs Monaten.
Diese breit angelegte Verkaufswelle zeigt eine klare Tendenz in Richtung Risikoaversion. Investoren ziehen sich angesichts wachsender geopolitischer und makroökonomischer Unsicherheiten aus Aktien zurück.
Die Kryptomärkte spiegeln dieses Muster wider.
Die Kursentwicklung von Bitcoin bleibt schwach, zwischenzeitliche Erholungen können sich nicht halten. Dies zeigt ein tiefer liegendes Problem.
Die Märkte sehen die Pause von US-Präsident Trump nicht als Schritt in Richtung Frieden, sondern eher als Aufschub einer Eskalation. Berichte über fortgesetzte Angriffe untermauern diese Sichtweise.
Gleichzeitig führen steigende Treasury-Renditen zu strengeren finanziellen Bedingungen. Höhere Renditen verringern die Liquidität und machen Kapital teurer, was in der Regel Risiko-Vermögenswerte wie Aktien und Krypto belastet.
Der Bitcoin-Kurs verhält sich daher derzeit eher wie der einer Tech-Aktie als wie eine Absicherung.
In früheren Zyklen haben geopolitische Spannungen Bitcoin teilweise gestützt. Momentan ist dies aber nicht der Fall. Stattdessen bestimmen Inflationsrisiken, erhöhte Ölpreise und sinkende Erwartungen an Zinssenkungen das Marktgeschehen.
Aktuell ist die Botschaft eindeutig.
Solange es keinen glaubwürdigen Fortschritt bei der Deeskalation gibt und die Renditen nicht stabil sind, dürften die Kryptomärkte unter Druck bleiben. Kurzfristig überwiegt das Abwärtsrisiko.