Japans Premierministerin Sanae Takaichi, oft die „Eiserne Lady” genannt, hat am 8. Februar 2026 einen historischen Erdrutschsieg bei den vorgezogenen Parlamentswahlen errungen. Ihre Liberaldemokratische Partei (LDP) soll zwischen 274 und 326 der 465 Sitze im Unterhaus gewinnen. Das ist der größte Wahlerfolg für eine japanische Partei seit dem Zweiten Weltkrieg.
Dieses eindeutige Ergebnis stärkt Takaichis Macht. Zudem kann sie nun ehrgeizige wirtschaftliche und gesetzliche Reformen schneller umsetzen.
SponsoredSanae Takaichi feiert deutlichen Wahlsieg – Neuer Schwung für Krypto-Steuerreform in Japan
Die Märkte haben schnell auf den Wahlausgang reagiert. Der USD/JPY-Kurs stieg um 0,2 Prozent auf 157, und das Handelspaar BTC/JPY kletterte fast fünf Prozent. Das zeigt, dass Anleger auf Takaichis wachstumsfreundliche Politik setzen.
Der sogenannte „Takaichi-Trade“ gewinnt an Schwung, da viele nun mit Konjunkturpaketen, einer lockeren Geldpolitik und mehr Liquidität rechnen.
Japans Aktien erreichen dadurch neue Rekordwerte. Allerdings geraten Staatsanleihen und der Yen unter Druck.
Auch aus den USA gab es rasch Reaktionen. Finanzminister Scott Bessent bezeichnete den Wahlsieg als „historisch“ und lobte die guten Beziehungen zwischen Japan und den USA unter Takaichis Führung.
Kurz zuvor hatte Präsident Donald Trump seine volle Unterstützung ausgesprochen und dabei Takaichis Führungsqualitäten sowie jüngste Handels- und Sicherheitserfolge hervorgehoben.
Sponsored SponsoredTakaichi bedankte sich dafür und bestätigte ihre Pläne, das Weiße Haus im Frühjahr 2026 zu besuchen. Sie betonte, dass die Allianz zwischen den USA und Japan „unbegrenztes Potenzial“ habe, weil sie auf großem Vertrauen und Zusammenarbeit basiert.
Takaichis Auftrag deutet auf mögliche Krypto-Steuerreform und blockchain-freundliche Politik hin
Viele betrachten Takaichis Wahlsieg zudem als Signal, Japans Krypto-Reform zu beschleunigen. Momentan werden Gewinne aus Krypto in Japan noch als sonstige Einkünfte bis zu 55 Prozent besteuert.
Wegen dieses Steuermodells sind einige Investoren ins Ausland abgewandert, obwohl Japan bei Blockchain-Anwendungen führend ist.
SponsoredFür das Fiskaljahr 2026 werden Reformen diskutiert, die Folgendes beinhalten könnten:
- Senkung der Gewinnsteuer auf etwa 20 Prozent
- Verlustvorträge für drei Jahre erlauben und
bestimmte digitale Vermögenswerte als Finanzprodukte einstufen.
Die allgemeine Stimmung ist, dass ihre wachstumsfreundliche Politik und die Zusammenarbeit mit krypto-freundlichen Parteien wie der Japan Innovation Party und der Demokratischen Volkspartei die Umsetzung dieser Reformen bis 2028 ermöglichen könnten.
Schon zu Beginn ihrer Amtszeit setzte sich Takaichi für Technologie, Innovation und wirtschaftliche Sicherheit ein. Das passt zur Förderung von Blockchain und Web3-Entwicklung.
Obwohl Krypto noch kein zentrales Thema ihres Wahlkampfes war, könnte ihre energische Finanzpolitik – nach dem Vorbild von Mentor Shinzo Abe und „Abenomics“ – ein gutes Umfeld für Risiko-Anlagen schaffen, etwa für Bitcoin, Ethereum und digitale Projekte aus Japan.
Sponsored Sponsored„Takaichi hat eine offensive Finanzpolitik mit Anleihenfinanzierung versprochen … Wird ihr Wahlerfolg für noch größere Konjunkturpakete sorgen oder ihr den politischen Rückhalt geben, vorsichtiger vorzugehen? Viele Anleger sorgen sich wegen Japans hoher Schulden und der jüngsten Ausschläge in der Renditekurve japanischer Staatsanleihen”, fragte Rob Wallace.
Tatsächlich bestehen Unsicherheiten. Japans Staatsverschuldung liegt bei über 250 Prozent des BIP, nach 232,35 Prozent im Jahr 2025. Zudem haben steigende Anleiherenditen zuletzt für Sorgen auf den Märkten gesorgt.
Entscheidend für Tempo und Richtung der Krypto-Reform werden auch wichtige Personalentscheidungen sein. Bleibt Finanzminister Katsunobu Kato im Amt, dürfte das für stabile Politik sorgen, jedoch könnten Fortschritte bei Krypto geringer ausfallen, da er sich bislang wenig damit beschäftigt hat.
Digitalminister Masaki Taira hat bisher keine klaren Meinungen zu Krypto oder Web3 genannt.
Trotzdem deuten die laufenden Vorschläge der Finanzaufsicht und das starke politische Mandat von Takaichi auf einen Wendepunkt für Japans digitalen Asset-Bereich hin.
Falls die Reformen gelingen, gibt es wahrscheinlich klarere Regeln, steuerliche Entlastungen und eine rechtliche Anerkennung für Krypto. So könnte eine innovationsfreundlichere Umgebung entstehen.