Japans Generation Z ist bei Krypto die aufmerksamste Generation, wenn es um Betrugsversuche geht. Eine Umfrage unter 1.486 Personen in ganz Japan zeigt, dass jüngere Nutzer deutlich wachsamer gegenüber betrügerischen Angeboten in sozialen Netzwerken sind als ältere.
Der Unterschied zwischen den Generationen zeigt, dass das Vertrauensproblem mit Kryptowährungen in Japan nicht einheitlich ist, sondern je nach Alter und Internetnutzung variiert.
Gen Z erkennt Betrugsmaschen, Boomern fehlen Grundlagen
Die Umfrage wurde im Februar 2026 vom in Tokio ansässigen Beratungsunternehmen Clabo durchgeführt. Sie fragte die Teilnehmer, warum sie Kryptowährungen für fragwürdig halten. Die am häufigsten genannte Antwort war „Ich verstehe nicht, wie es funktioniert”, dafür entschieden sich 23,3% der Befragten. An zweiter Stelle folgten Kursbewegungen mit 21,1%, gefolgt von Betrugsbedenken mit 19,2%.
Die Aufschlüsselung nach Generationen zeichnet ein anderes Bild. Befragte aus Generation Z nannten Betrugsversuche in sozialen Netzwerken als Hauptsorge. Sie stoßen täglich auf gefälschte Werbegeschenke und unseriöse Angebote auf den von ihnen genutzten Plattformen. Ältere, darunter die sogenannte Bubble-Generation in Japan, verwiesen eher auf die Komplexität der Blockchain-Technologie selbst.
Bei den Millennials zeigte sich die höchste Investitionsrate in Kryptowährungen im Vergleich zu anderen Altersgruppen. Außerdem suchten sie am aktivsten nach Informationen.
In allen Gruppen sagte die Hälfte der Befragten, dass sie noch nie in Kryptowährungen investiert haben. Nur 33,7% gaben an, aktuell digitale Vermögenswerte zu halten. Weitere 15,7% erklärten, sie hätten früher investiert, dies aber beendet.
YouTube-Trends als Impulsgeber für Investmententscheidungen
Beim Thema Informationsquellen zu Kryptowährungen lagen traditionelle Nachrichtenportale mit 38,4% an erster Stelle. An zweiter Stelle folgten soziale Netzwerke mit 36,7%, danach YouTube mit 31,6%. Für tatsächliche Investitionsentscheidungen war jedoch YouTube mit 27% die wichtigste Quelle.
Die Umfrage legt nahe, dass es in Japans Kryptobranche immer noch grundlegende Wissenslücken gibt. Clabo, ein Unternehmen, das die Wiederherstellung von Wallets und Sicherheitsberatung anbietet, empfiehlt daher mehr verständliche Bildungsinhalte, die auf die Sorgen der jeweiligen Generation zugeschnitten sind.