Die japanische Regierung hat eine Änderung des Financial Instruments and Exchange Act (FIEA) genehmigt, nach der Kryptowährungen als Finanzprodukte eingestuft werden.
Mit dem Gesetzentwurf werden Insiderhandel verboten, jährliche Angaben seitens der Emittenten gefordert und deutlich strengere Strafen für Betreiber ohne Lizenz eingeführt. Falls das Gesetz in der aktuellen Sitzungsperiode des Parlaments beschlossen wird, könnte es bereits im Haushaltsjahr 2027 in Kraft treten.
Japan: Neue Regeln für Kryptowährungen
Bisher überwachte die Financial Services Agency (FSA) Kryptowährungen nach dem Payment Services Act und behandelte digitale Assets vor allem als Zahlungsmittel. Dies wird sich jedoch hin zum FIEA verschieben, da Kryptowährungen immer häufiger für Investitionen genutzt werden, wie Nikkei berichtet.
Finanzminister Satsuki Katayama äußerte sich auf einer Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung.
„Als Reaktion auf die Veränderungen der Finanz- und Kapitalmärkte werden wir das Angebot an Wachstumskapital ausweiten, während wir gleichzeitig Marktgerechtigkeit, Transparenz und den Schutz der Investoren sicherstellen”, sagte Katayama
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In Japan gibt es nun mehr als 13 Millionen Krypto-Konten. Die FSA erhält mehr als 350 Beschwerden pro Monat wegen Betrugs, wie ein Bericht von Baker McKenzie aus diesem Jahr zeigt.
Die FSA hatte Ende 2025 Pläne für diese Änderung signalisiert. Mit der aktuellen Zustimmung wird diese Empfehlung nun in geltendes Recht überführt. Außerdem werden registrierte Unternehmen künftig nicht mehr als „Krypto-Asset-Börsenbetreiber”, sondern als „Krypto-Asset-Handelsbetreiber” bezeichnet.
Nach dem FIEA ist der Handel mit Kryptowährungen auf Grundlage nicht veröffentlichter Informationen ausdrücklich verboten. Die Strafen für Betreiber ohne Lizenz, die Kryptowährungen verkaufen, werden deutlich verschärft. Die Höchststrafe für Haft steigt von 3 auf 10 Jahre. Die Geldstrafe erhöht sich von 3 Millionen Yen auf 10 Millionen Yen.
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