Der Moderator von CNBC, Jim Cramer, hat wieder einmal über Bitcoin gesprochen. Er stellt die Stabilität der Pionier-Krypto sowie die Bereitschaft ihrer Anhänger infrage, wichtige Kursmarken zu verteidigen. Cramers Aussagen kommen, nachdem der Bitcoin-Kurs am Wochenende kurzzeitig unter die psychologische Marke von 80.000 USD gefallen ist.
Bitcoin durchbricht 80.000-USD-Marke: Warum der Kurs jetzt besonders volatil ist
Aktuell liegt der Bitcoin-Kurs bei 76.511 USD. Das sind zwei Prozent weniger als am Vortag. Am Wochenende gab es einen heftigen Einbruch am Krypto-Markt. Auch Ethereum und andere Coins zeigten eine ähnliche Entwicklung.
SponsoredIn mehreren Beiträgen auf X (Twitter) hat Cramer am Wochenende auf das Kursrutschen von Bitcoin unter 80.000 USD hingewiesen. Er sieht darin ein Zeichen für die kurzfristige Schwankungsanfälligkeit der Krypto und die Unsicherheit der Anleger-Unterstützung.
Cramer, der selbst schon lange Bitcoin besitzt, begründet seine Kritik mit einem grundlegenden Problem in den heutigen Märkten.
„Ich schreibe in How to Make Money in any Market, dass du auf den Gewinn achten musst, nicht auf Bitcoin oder Silber oder auf andere Ablenkungen”, sagte er . „Aber niemand scheint es zu lernen, weil wir jetzt alle Makro sind … 24/7 … selbst wenn es IMMER falsch ist.“
Der CNBC-Moderator betonte außerdem, dass trotz der vielen Schlagzeilen rund um Bitcoin vor allem Unternehmensgewinne für Anleger immer das wichtigste Kriterium bleiben. Die starken Kursausschläge am Wochenende untermauern laut Cramer seine Meinung.
„Was am Wochenende mit Bitcoin passiert ist, zeigt, dass es kurzfristig unzuverlässig ist, als Währung zu funktionieren … Und das schreibe ich als jemand, der selbst Bitcoin besitzt“, betonte er .
Mit Blick auf die schnellen Kursbewegungen zeigt Cramer somit, dass aus seiner Sicht die Wahrnehmung von Bitcoin als Wertspeicher mit dem echten Kursverlauf nicht immer zusammenpasst.
Sponsored SponsoredIn seinen Beiträgen sprach Cramer öfter vom Bereich zwischen 80.000 und 82.000 USD als einer „roten Linie“. Er wundert sich, dass große Inhaber und die laute Bitcoin-Community die Marke nicht energischer verteidigt haben.
Er zweifelte zudem daran, wie entschlossen und schnell die Bitcoin-Anhänger wirklich seien. Es habe nur wenig Zeit gegeben, um den Kurs auf 82.000 USD zu heben und so ein sogenanntes doppeltes Tief herbeizuführen.
Obwohl er selbst Bitcoin besitzt, wies er auf das offensichtliche Fehlen der Unterstützer in diesem wichtigen Moment für die Pionier-Krypto hin.
SponsoredMicroStrategy, Saylor und Bitcoin: Kurzfristige Entscheidungen geprägt von Stakeholdern und Hype
Cramers Kommentare bezogen sich außerdem auf MicroStrategy (jetzt Strategy Inc.) sowie deren Chairman Michael Saylor, der als bekannter Bitcoin-Unterstützer gilt.
Da das Unternehmen seine Zahlen am 5. Februar bekannt gibt, vermutet er, dass die Aktie und Bitcoin von Shortsellern gezielt unter Druck gesetzt werden könnten.
„Saylor berichtet diese Woche, am 5. Februar. Deshalb versuchen die Shorts wohl, ihn vorher zu brechen”, schrieb Cramer .
Außerdem schlug er sarkastisch vor, Saylor solle Bitcoins Kurs gezielt bewegen, um für einen Moment eine bullische Stimmung zu erzeugen.
Trotz seiner Skepsis ließ Cramer die Möglichkeit eines schnellen Kursanstiegs offen. Bei einem Bitcoin-Kurs von 77.000 USD könnte ein plötzlicher Käuferansturm reichen, um die 82.000 USD wieder zu erreichen.
Jedoch zeigen seine Beiträge immer wieder: Die kurzfristigen Bewegungen von Bitcoin hängen stark von der Unterstützung durch große Akteure und von der jeweils vorherrschenden Geschichte ab – und weniger von echter Nachfrage.
Cramers Aussagen verdeutlichen also, wie angespannt das Verhältnis zwischen Anleger-Optimismus, Marktrealität und Psychologie der Kurse ist.
Der Rückgang unter die 80.000-USD-Marke könnte sowohl Bitcoins Widerstandsfähigkeit als auch die Entschlossenheit ihrer Verteidiger auf die Probe stellen. Es stellt sich die Frage, wie stark das kurzfristige Kursverhalten von Bitcoin wirklich durch die Grundlagen und wie stark es von Geschichten und Außendarstellung bestimmt wird.