JPMorgan-Analysten, angeführt von Managing Director Nikolaos Panigirtzoglou, sagen: Eine mögliche Zustimmung zum Gesetz zur Marktstruktur, auch CLARITY Act genannt, bis Mitte 2026 könnte ein positiver Auslöser für die Kryptomärkte in der zweiten Jahreshälfte sein.
Dieser Ausblick kommt, während die allgemeine Stimmung am Markt weiter negativ bleibt. Anleger wechseln derzeit zu einer vorsichtigen Haltung wegen anhaltender Unsicherheit in der Weltwirtschaft.
Deshalb sieht JPMorgan den Clarity Act als bullischen Katalysator
Warum das wichtig ist:
- Das Gesetz würde die Aufsicht zwischen der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und der Securities and Exchange Commission (SEC) aufteilen. Token werden dann entweder als digitale Rohstoffe oder Wertpapiere eingestuft.
- Klare Regeln könnten die Stimmung verbessern – gerade jetzt, wo viele Anleger sich für weniger Risiko entscheiden.
Die Einzelheiten:
- Die Analysten von JPMorgan erklären: „Wenn das Gesetz beschlossen wird, wird es die Marktstruktur verändern. Es bringt klare Regeln, beendet die ‚Regulierung durch Strafen‘, unterstützt die Tokenisierung und erleichtert es Institutionen, am Markt teilzunehmen.“
- Das Repräsentantenhaus hat den CLARITY Act im Juni vorangebracht. Danach ging das Gesetz an den Bankenausschuss des Senats, wo es ins Stocken geraten ist.
- Coinbase zog seine Unterstützung zurück, nachdem der Senat Änderungen vorgenommen hatte. Außerdem sind die Renditen von Stablecoins ein wichtiger Streitpunkt.
- Offene Fragen betreffen zudem Interessenkonflikte, Einschränkungen bei Anreizen für Börsen sowie den Umfang der Pflichten für Entwickler im Bereich DeFi.
Das große Ganze:
- Das Weiße Haus hat mehrmals Treffen hinter verschlossenen Türen abgehalten. Daran nehmen Vertreter aus dem Kryptobereich und der Bankenbranche teil, während die Gespräche weitergehen.
- Auf Polymarket liegen die Chancen, dass der Clarity Act im Jahr 2026 beschlossen wird, nun bei 63 Prozent. Im Februar lagen sie noch bei 82 Prozent.