US-Arbeitsmarktbericht Juli sorgt für Unsicherheit bei Fed-Erwartungen: Kann Krypto profitieren?

  • US-Arbeitsplätze sinken im Juli um 23.000, Prognose war ein Plus von 80.000
  • Revisionen streichen still weitere 103.000 Stellen, Löhne liegen hinter Inflation zurück
  • Wahrscheinlichkeit für US-Zinserhöhung im September eingebrochen: Verbraucherpreisindex am 12. August ist nächster Test für Bitcoin
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Der Arbeitsmarktbericht für Juli zeigt bis zu 23.000 verlorene Arbeitsplätze statt der erwarteten Zunahme um 80.000, zudem wurden in den Vormonaten nochmals 103.000 Stellen gestrichen. Die Erwartungen an eine Zinserhöhung der US-Notenbank änderten sich daher innerhalb von Minuten nach Veröffentlichung am Freitag.

Der Bitcoin-Kurs (BTC) stieg nach dieser Nachricht. Die Arbeitslosenquote fiel auf 4,1%, jedoch aus einem unangenehmen Grund: Menschen hörten auf, nach Arbeit zu suchen.

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Juli-Arbeitsmarktbericht: Überarbeitungen verschärfen die Lage

Die Hauptzahl war bereits schwach, die Details waren noch problematischer. Das Bureau of Labor Statistics berichtete, dass der Zuwachs im Mai auf 63.000 und im Juni auf nur 20.000 nach unten korrigiert wurde. Diese Korrekturen streichen 103.000 Stellen.

Bereits vor Juli war die Neueinstellung schwach. Im Durchschnitt entstanden in den letzten zwölf Monaten nur 34.000 neue Jobs pro Monat. Im Juli wurde sogar dieser schwache Trend unterbrochen.

Die Verluste trafen dabei nicht alle gleich. Im Bereich Bildung im öffentlichen Dienst gingen 50.000 Stellen verloren. Auch im Retail und im Finanzsektor wurde Personal abgebaut. Im Gesundheitswesen entstanden 22.000 neue Stellen, in anderen Bereichen kaum Zuwachs.

Die sinkende Arbeitslosenquote verschleiert die tatsächliche Situation. Immer weniger Menschen in den USA arbeiten oder suchen Arbeit. Die Erwerbsquote ist seit Januar um 0,7 Prozentpunkte auf 61,4% gesunken.

Auch die Löhne zeigen ein ähnliches Bild. Sie stiegen im letzten Jahr um 3,2%, während die Inflation im Juni bei 3,5% lag. Das bedeutet: Der durchschnittliche Arbeitnehmer verliert real an Kaufkraft.

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„Die US-Wirtschaft hat im Juli unerwartet 23.000 Jobs verloren, während der Juni-Zuwachs auf nur 20.000 nach unten korrigiert wurde. Die Arbeitslosenquote ist leicht gesunken, weil mehr Menschen den Arbeitsmarkt verlassen haben. Die Erwerbsbeteiligung ist auf 61,4% gefallen, den niedrigsten Wert seit 50 Jahren, wenn man Corona nicht mitzählt. Stagflation!”, so der Ökonom Peter Schiff, der argumentiert, dass diese Kombination auf mehr als nur eine Konjunkturabschwächung hindeutet.

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Fed-Erwartungen drehen sich, Krypto erkennt Chancen

Die Märkte reagierten sehr schnell. Das FedWatch-Tool der CME Group sieht nun eine Wahrscheinlichkeit von 55,9% für gleichbleibende Zinsen im September, während eine Erhöhung mit 44,1% bewertet wird. Noch vor einer Woche lag die Wahrscheinlichkeit für gleichbleibende Zinsen nur bei 33%.

Zinswahrscheinlichkeiten für September. Quelle: CME FedWatch Tool
Zinswahrscheinlichkeiten für September. Quelle: CME FedWatch Tool

Diese Entwicklung ist relevant, weil die Fed im Moment uneinig ist. Ende Juli blieben die Zinsen zwischen 3,50% und 3,75%, allerdings sprachen sich drei Fed-Vertreter für eine Zinserhöhung aus.

Die Arbeitslosigkeit ist nur deshalb auf das niedrigste Niveau seit zwei Jahren gefallen, weil weniger Menschen aktiv nach Jobs suchen.

Vor diesem Hintergrund sehen viele, dass diese Zahlen einen schwierigen Entscheidungsprozess für die Politik bedeuten.

„Nimmt man unsere Staatsbediensteten dazu, WM, dann stiegen die Jobs um 100.000″, sagte Kevin Hassett in einem Interview.

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Für Krypto ist die Rechnung einfach: Weniger Zinserhöhungen bedeuten weniger Druck auf risikoreiche Vermögenswerte. Der Bitcoin-Kurs, der nahe 65.172 USD gehandelt wurde, legte innerhalb von 24 Stunden um 0,7% zu. Das zeigen Daten von BeInCrypto Markets.

Bitcoin hat diese Situation bereits erlebt. Auch beim Jobbericht im Juni kam es zu einer Rallye, die aber wieder endete, sobald die Fed eine straffere Politik signalisierte. Der Token verpasste zudem eine Rallye bei Edelmetallen, durch die Gold in 2026 seine beste Woche hatte. Sollte die Rendite weiter sinken, könnte Bitcoin hier aufholen.

Jetzt kommt es auf ein Datum an: Der Verbraucherpreisindex (CPI) für Juli erscheint am Mittwoch, 12. August. Ist der Wert niedrig, dürfte sich der weichere Kurs der Fed festigen. Ein hoher Wert stärkt wieder die Erwartung von Zinserhöhungen vor dem Fed-Termin am 15. und 16. September, wenn auch neue Wirtschaftsprognosen veröffentlicht werden.


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Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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