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70-Million-USD-Rückkäufe scheitern: Solana-Co-Gründer verrät, warum die Jupiter-Token-Strategie gescheitert ist

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Geschrieben von
Lockridge Okoth

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Redigiert von
Phil Haunhorst

04 Januar 2026 21:30 CET
  • Jupiter Exchange kauft 70 Mio. USD an JUP-Token zurück - doch Kurs stürzt um 89 %, als 1,2-Mrd.-USD-Unlock Verkaufsdruck bringt
  • Gründer Siong schlägt vor, Rückkäufe zugunsten von Nutzeranreizen zu beenden - Solana-Co-Founder Anatoly Yakovenko empfiehlt stattdessen, Gewinne für zukünftige Rückkäufe zu speichern und einjährige Staking-Belohnungen anzubieten.
  • Der gescheiterte Rückkauf zeigt einen Branchen-Trend: Immer mehr Projekte wie Helium stoppen Rückkäufe, um strukturelle Probleme beim Token-Angebot zu lösen.
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Jupiter Exchange hat im Jahr 2025 eine Rückkaufkampagne im Wert von 70 Mio. USD gestartet. Trotzdem konnte der starke Abwärtsdruck auf den JUP Coin nicht gestoppt werden. Zudem stehen noch Unlocks im Wert von 1,2 Mrd. USD bevor.

Der Coin ist bereits um 89 Prozent von seinem Höchststand gefallen. Das zeigt, dass übliche Rückkäufe oft nicht helfen, wenn es viele neue Coins gibt, ständig Unlocks anstehen und struktureller Verkaufsdruck herrscht.

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Jupiter unter Druck: 70-Millionen-USD-Rückkäufe wirkungslos gegen 1,2-Mrd.-USD-Token-Unlock

Der Gründer Siong hat für Diskussionen in der Community gesorgt, als er vorschlug, die JUP-Rückkäufe zu pausieren und das Geld stattdessen für Wachstumsanreize einzusetzen.

„Wir haben letztes Jahr mehr als 70 Mio. USD für Rückkäufe ausgegeben und der Kurs hat sich offensichtlich kaum bewegt,” schrieb er auf X. „Wir könnten die 70 Mio. USD auch für Wachstumsanreize an bestehende und neue Nutzer verteilen. Sollen wir das tun?”

Mit seinem Vorschlag wollte er Belohnungen für aktive Nutzer und Zuschüsse für neue Nutzer finanzieren. So sollte der Fokus weg von reiner Kursunterstützung und hin zum Ausbau des Ökosystems gehen.

In der Community gab es geteilte Meinungen. Einige meinten, dass Rückkäufe bei starkem Unlock-Druck nichts bringen. Andere befürchten jedoch, dass ein Stopp der Rückkäufe den Kurs weiter fallen lässt.

Jupiter (JUP) Price Performance
Jupiter (JUP) Kursentwicklung. Quelle: BeInCrypto
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Die Rückkäufe von Jupiter decken nur etwa sechs Prozent der freigeschalteten Token ab. Das zeigt das Problem: Bis Juni 2026 werden jeden Monat 53 Mio. JUP-Token freigeschaltet. Seit dem Start ist die umlaufende Menge um ungefähr 150 Prozent gestiegen, obwohl 100 Mio. Token noch für drei Jahre gesperrt sind.

Solana-Mitgründer Anatoly Yakovenko sieht einen anderen Lösungsweg. Er hat vorgeschlagen, Gewinne als zukünftig beanspruchbare Vermögenswerte zu speichern und einjährige Staking-Belohnungen für langfristige Halter anzubieten.

Laut dem Solana-Manager könnte mit dieser Methode der Kurs während der Unlocks besser mit dem erwarteten Wert nach Rückkäufen zusammengebracht werden.

„Lasst die Leute für ein Jahr locken und staken, um einen Token-Ertrag zu bekommen. Wenn also die Bilanz wächst, bekommen diejenigen, die staken, einen größeren Anteil,” ergänzte er.

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Sein Modell setzt auf Kapitalaufbau statt kurzfristige Rückkäufe. So soll das Geld länger im Ökosystem verbleiben und der Wert des Tokens besser gestützt werden.

Helium und Jupiter zeigen die Grenzen klassischer Token-Rückkäufe

Die Diskussionen über Rückkäufe gibt es nicht nur bei der Jupiter DEX. Auch Helium hat sein HNT-Rückkaufprogramm kürzlich gestoppt, da der Markt fast nicht reagiert hat. Das Netzwerk investiert jetzt mehr in Nutzerwachstum, zum Beispiel durch mehr Helium Mobile-Abos und Netzwerkknoten.

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Kritiker von Rückkäufen sagen, dass Rückkäufe nur kurzzeitig optisch wirken, solange die Token in solchen Ökosystemen eher als Nutzungs-Gutscheine gelten und nicht als Anteilsscheine. Bei starkem strukturellem Verkaufsdruck funktionieren Rückkäufe meistens nicht.

Das interne Solana-Ökosystem macht die Sache noch schwieriger. Häufige Unlocks für das Team, Vorteile für Insider und hohe Emissionen wirken immer wieder den Rückkäufen entgegen.

Einige in der Community finden, dass genau diese strukturellen Probleme der Hauptgrund für das Scheitern von Rückkauf-Strategien sind – und nicht die Rückkäufe an sich. Andere meinen, dass man besser flexible Methoden wie Staking-Belohnungen oder bewertungsbasierte Rückkäufe einsetzen sollte.

Jupiter steht damit vor der Herausforderung: Kurzfristige Unterstützung für den Kurs oder langfristiges Wachstum des Ökosystems? Die 70 Mio. USD für Rückkäufe haben nicht gereicht, um den Coin zu stabilisieren. Die Vorschläge von Yakovenko zeigen auf, wie durch langfristigen Kapitalaufbau und Staking-Anreize die Interessen der Nutzer mit einem nachhaltigen Wert des Tokens besser verbunden werden könnten.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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