Die Wahrscheinlichkeit, dass der Clarity Act im Jahr 2026 als Gesetz unterzeichnet wird, ist heute auf Polymarket auf ein Rekordhoch von 82 Prozent gestiegen.
Der Anstieg der Wahrscheinlichkeit kommt kurz vor einer wichtigen Frist, um das zentrale Krypto-Gesetz voranzubringen.
Polymarket zeigt steigendes Vertrauen in Clarity Act – Verhandlungen ziehen an
Laut Daten von Polymarket ist die Chance, dass der Clarity Act wirklich Gesetz wird, in den letzten 48 Stunden stark gestiegen. Die Wahrscheinlichkeit lag am 18. Februar noch bei etwa 60 Prozent und erreichte heute einen Höchststand von 82 Prozent.
Zum Zeitpunkt dieses Artikels ist die Zahl wieder auf 78 Prozent gesunken. Das zeigt aber immer noch einen deutlichen Anstieg und spiegelt das wachsende Vertrauen des Marktes in das Gesetz wider.
Der Optimismus kommt nicht nur von den Tradern am Prognosemarkt. Auch Branchenchefs zeigen sich positiv.
In einem Interview mit Fox Business sagte Brad Garlinghouse, Chef von Ripple, dass die Wahrscheinlichkeit, dass der lange diskutierte Clarity Act bis Ende April verabschiedet wird, bei 90 Prozent liegt.
„Das Weiße Haus setzt sich sehr stark dafür ein, und das ist ein großer Grund, warum es umgesetzt wird. Es muss gemacht werden für die US-Führung”, sagte er.
Der gestiegene Optimismus bei Privatinvestoren kommt, während das Weiße Haus versucht, die Verhandlungen voranzutreiben. Laut Fox Business gibt es eine Frist bis zum 1. März, damit das Gesetz noch vor den Midterms vorankommen kann.
White House lädt zum dritten Treffen – Frist für Clarity Act rückt näher
Der Clarity Act soll einen klaren Rahmen für digitale Vermögenswerte schaffen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wer die Regeln für Krypto aufstellt – die Börsenaufsicht SEC oder die Rohstoffaufsicht CFTC.
Das Gesetz wurde bereits im Juli vom Repräsentantenhaus verabschiedet. Im Senat kommt es aber nicht voran. Banken und Krypto-Firmen sind sich vor allem bei Erträgen aus Stablecoins uneinig. Coinbase hat im letzten Monat seine Unterstützung zurückgezogen, nachdem der Senat Änderungen vorgenommen hatte.
Die Regierung hat mehrere Gespräche mit Krypto-Firmen und Banken geführt, zuletzt am Donnerstag bereits zum dritten Mal.
Nach Angaben der Journalistin Eleanor Terrett meinte ein Vertreter der Krypto-Branche, dass es den Banken weniger um echte Abwanderung von Einlagen gehe, sondern vor allem um Wettbewerb.
Ein Vertreter der Banken sagte laut Terrett, dass sie genau prüfen, wie sich Stablecoins auf traditionelle Einlagen auswirken könnten.
„Bankenverbände werden ihre Mitglieder über die heutigen Gespräche informieren und prüfen, ob ein Kompromiss denkbar ist. Dann könnten Krypto-Firmen Stablecoins als Belohnung vergeben. Eine Quelle meinte, eine Frist bis Ende des Monats sei realistisch. Die Gespräche werden in den nächsten Tagen weitergehen“, sagte Terrett .
Am 1. März steht nun ein wichtiger Termin im Gesetzgebungsprozess an. Auch wenn es weiterhin Streitpunkte gibt, sind Marktanalysten insgesamt positiv gestimmt.
Wenn das Gesetz verabschiedet wird, wäre das ein wichtiger Schritt, um mehr Klarheit bei der Regulierung zu schaffen und klare Regeln für den Krypto-Sektor zu bieten.