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Kraken erhält Zugang zur US-Notenbank – wird Ripple jetzt nachziehen?

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Geschrieben von
Kamina Bashir

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Redigiert von
Leonard Schellberg

06 März 2026 04:42 CET
  • Kraken hat als erstes Krypto-Unternehmen Zugang zur US-Notenbank erhalten.
  • Ripple könnte als Nächstes mit einem Antrag auf einen Master-Account folgen.
  • Ein solcher Zugang könnte XRP im internationalen Zahlungsverkehr stärken.
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Kraken hat einen neuen Meilenstein bei Regulierungen erreicht. Das sorgt jetzt in der Krypto-Community für Spekulationen, ob Ripple als Nächstes ähnlichen Zugang erhält.

Noch gibt es keine offizielle Bestätigung. Allerdings hätte der Zugang zu den zentralen Bezahlsystemen der US-Notenbank große Auswirkungen für Ripple.

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Kraken erhält Fed-Zugang – Fokus rückt auf Ripple

Gestern hat BeInCrypto berichtet, dass Krakens Bank-Tochter aus Wyoming nun Zugang zu den Bezahlsystemen der US-Notenbank erhalten hat. Kraken ist dabei das erste Krypto-Unternehmen mit einem sogenannten Federal Reserve master account.

Dieser Meilenstein kommt, nachdem Kraken im September 2020 eine spezielle Banklizenz („Special Purpose Depository Institution“, kurz SPDI) vom Bundesstaat Wyoming bekommen hat. Im Monat danach stellte Kraken einen Antrag für einen Master-Account bei der Federal Reserve Bank in Kansas City. Dieser wurde gestern genehmigt.

Nach der Bekanntgabe richten sich die Blicke jetzt auf Ripple. In einem aktuellen Beitrag auf X sagt der Journalist und Social-Media-Persönlichkeit Paul Barron, dass Ripple möglicherweise als Nächstes dran ist, einen solchen Zugang zu erhalten. Laut anderen Analysten ist das ebenfalls denkbar.

Im Juli 2025 hat Ripple einen Antrag auf eine nationale Trust-Bank-Lizenz und ein Master-Account bei der Federal Reserve gestellt. Im Dezember berichtete BeInCrypto, dass Ripple eine vorläufige Genehmigung vom US-Bankaufseher OCC für die Lizenz erhalten hat.

Barron erklärte, die Banklizenz sei „die Vorbereitung gewesen“. Der direkte Zugang zur US-Notenbank wäre das „letzte Puzzlestück“, damit RLUSD im großen Maßstab abgewickelt werden kann.

„Der ‚CLARITY Act‘ sorgt für Druck auf die US-Notenbank. Schau, was gerade bei den Insidern in Washington D.C. läuft – die Lage ändert sich. Der Kampf ‚Krypto gegen Banken‘ ist vorbei. Aber der eigentliche Streit beginnt erst“, sagte er.

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Ein anderer Analyst von X Finance Bull meint zudem, dass der Weg für alle ähnlich ist – auch wenn die Zeitpläne unterschiedlich sind.

„Kraken hat Ripples Stablecoin RLUSD schon in seine Zahlungsplattform eingebunden. Das ist kein Zufall, sondern Infrastruktur-Vernetzung. Aber warum bekam Kraken zuerst Zugang und nicht Ripple? Ganz einfach: Kraken stellte schon vor Jahren den Antrag. Die Wyoming-Banklizenz kam 2020, die Routingnummer 2022. Seither steht Kraken in der Schlange bei der US-Notenbank. Ripple stellte den Antrag für denselben Zugang im Juli 2025 über Standard Custody. Die nationale Trust-Bank erhielt im Dezember OCC-Genehmigung“, erklärte X Finance Bull weiterhin.

Erhält Ripple ein Fed-Masterkonto: Was bedeutet das für XRP?

Man sollte wissen, dass Ripple noch keine vollständige Genehmigung vom OCC erhalten hat. Zudem bedeutet Krakens Erfolg nicht automatisch, dass die US-Notenbank bei Ripple genauso entscheidet.

Selbst wenn der Antrag von Ripple angenommen wird, könnte es – wie bei Kraken – mehrere Jahre dauern, bis alles abgeschlossen ist. Trotzdem wäre Ripple nach einer Genehmigung Teil des zentralen US-Bankensystems für Zahlungen.

Für XRP könnte diese Entwicklung die Rolle als Brücken-Asset im Zahlungsnetzwerk von Ripple Schritt für Schritt stärken. Allerdings bleibt unklar, wie stark der Effekt in der realen Welt am Ende tatsächlich ist.

Ripples Infrastruktur nutzt das XRP-Ledger, um internationale Zahlungen schneller zu machen. XRP dient dabei kurz als Vermittler zwischen zwei verschiedenen Währungen.

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Ein Master-Account bei der Notenbank würde die Abwicklung in US-Dollar verbessern. Ripple könnte so Dollar-Zahlungen schneller ausführen. Das macht den Zahlungsweg möglicherweise für große Kunden attraktiver.

Allerdings arbeiten die Zahlungssysteme der US-Notenbank und das XRP-Ledger unabhängig voneinander. XRP selbst läuft weder über FedWire noch über FedNow. Verbesserungen betreffen deshalb eher die Anbindung von Fiat-Geld, nicht direkt den Coin selbst. Ob XRP dadurch wirklich mehr genutzt wird, hängt auch von anderen Faktoren als nur vom Master-Account ab.

Ein genehmigtes Master-Account wäre für Ripple als Firma ein großer Meilenstein. Die konkrete Auswirkung auf XRP bleibt aber womöglich begrenzt.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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