Die Krypto-Marktkapitalisierung ist seit Jahresbeginn um mehr als 20 Prozent gefallen. Im Februar sind sich Anleger unsicher, ob die Kurse bald einen Tiefpunkt erreichen oder ob der Bärenmarkt noch länger andauert. Angesichts der andauernden Schwankungen und der zunehmenden Unsicherheit bleibt eine wichtige Frage offen: Wann ist der richtige Zeitpunkt, um den Dip zu kaufen? Die Analyseplattform Santiment hat fünf Signale vorgestellt, die dabei helfen können.
SponsoredVerpassen Trader Kauf-Signale bei Angst am Markt? Santiment verrät 5 Hinweise
Nach Angaben von Santiment ist das erste Signal eine sehr negative Stimmung in den sozialen Medien. Wenn man das Gleichgewicht zwischen pessimistischen und optimistischen Aussagen zu bestimmten Coins misst, kann man den Lärm besser herausfiltern und Zeiten erkennen, in denen Angst die Diskussion bestimmt.
Nach starken Anstiegen von Angst, Unsicherheit und Zweifel (FUD) sowie pessimistischen Kommentaren in sozialen Medien folgte in der Vergangenheit oft ein Anstieg der Kurse.
„Nach dem Tiefpunkt bei 60.001 USD am Donnerstag stieg der Coin mit der höchsten Marktkapitalisierung in weniger als 24 Stunden um erstaunliche 19 Prozent nach dem FUD wieder an”, hieß es im Beitrag. „Wenn die negative Stimmung besonders hoch ist, fallen die Kurse oft sehr schnell. Siehst du viele Untergangsprophezeiungen für Kryptowährungen, ist das meistens der beste Moment, um den Dip tatsächlich zu kaufen.”
Ein weiteres Signal ergibt sich, wenn Begriffe wie „kaufen”, „Kauf” oder „gekauft” zusammen mit dem Wort „Dip” in Diskussionen häufiger erscheinen. In Abwärtsphasen treten solche Begriffe öfter auf. Santiment warnt jedoch: Dieses Signal allein ist wenig zuverlässig, weil die Märkte manchmal steigen, bevor Kleinanleger wirklich alles verkauft haben.
Laut der Plattform ist ein deutlicheres Anzeichen ein Wechsel der Begriffswahl von „Dip” hin zu extremeren Begriffen wie „Crash”. Wenn solche Schlagworte die Gespräche bestimmen, deutet das auf kapitulationsartige Angst in der Community hin.
Santiment hebt zudem hervor, dass es sinnvoll ist, trendende bärische Begriffe zu beobachten. Dazu zählen zum Beispiel „verkaufen”, „runter” oder Aussagen wie ein Coin geht „auf 0”. Diese Aussagen tauchen oft auf, wenn das Vertrauen vieler Kleinanleger schwindet.
Das letzte Signal stammt aus On-Chain-Daten: der 30-Tage Market-Value-to-Realized-Value (MVRV)-Wert. Dieses Verhältnis zeigt, ob aktive Wallets im Durchschnitt gerade Gewinn oder Verlust machen.
SponsoredBefindet sich der MVRV-Wert im Bereich „stark unterbewertet”, spricht das dafür, dass die letzten Käufer Verluste machen. Dies kann auf eine mögliche Kurswende hindeuten.
„Wie die Zonen-Grafik zeigt, solltest du vermeiden, stark in einen Coin zu investieren, wenn er über der Zone ‚stark überbewertet‘ liegt. Andererseits gibt es viel Potenzial, wenn du kaufst, während er unterhalb der Zone ‚stark unterbewertet‘ steht”, ergänzt Santiment.
Die Analyse betont, dass ein Dip je nach Marktsituation und Zeithorizont unterschiedlich ausfällt. Eine kurze Bewegung von etwa 1,7 Prozent kann für kurzfristige Trader interessant sein.
Trotzdem bemerkt die Plattform, dass die meisten Teilnehmer eher wöchentlich handeln. Das entspricht eher den Möglichkeiten der meisten Trader in der Krypto-Community.
Anstatt sich nur auf Bauchgefühl oder „anekdotische Hinweise” zu verlassen, helfen objektive Daten dabei, besser zu erkennen, wann Angstverkäufe sich dem Ende nähern.
Am Ende hängen Kaufentscheidungen immer von den eigenen Zielen und dem gewünschten Zeitraum ab. Die von Santiment genannten Hinweise können helfen, Phasen mit viel Angst und möglichen Chancen zu erkennen, doch eine Garantie auf eine Erholung gibt es nie.
Derzeit sagen viele Analysten, dass sich der breite Bärenmarkt weiterhin hinziehen könnte. Das bedeutet, die Kurse könnten noch längere Zeit unter Druck bleiben.
Deshalb sollten solche Entscheidungen immer zur eigenen Risikobereitschaft, der gewählten Strategie und den eigenen Möglichkeiten passen.