Der Krypto- und KI-Beauftragte des Weißen Hauses, David Sacks, ist von seinem Posten zurückgetreten, da seine gesetzliche Dienstzeit ausgelaufen ist. Zudem zeigte er sich enttäuscht über den Stillstand bei der Krypto-Gesetzgebung.
Sacks war als „besonderer Regierungsmitarbeiter” tätig. Diese Bezeichnung erlaubt eine Tätigkeit von etwa 130 Tagen pro Jahr im Bundesdienst. Diese Grenze ist nun erreicht, sein Rücktritt ist damit ein formaler Schritt und kein überraschender Abgang.
Allerdings erfolgt sein Rücktritt zu einem sensiblen Zeitpunkt. Der CLARITY Act liegt weiterhin im Senat und ein Zeitplan für dessen Verabschiedung ist nicht bekannt.
Laufende Auseinandersetzungen, besonders bei den Ertragsbeschränkungen für Stablecoins, führen weiterhin zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Politikern, Banken und Krypto-Unternehmen.
In seinem letzten Interview mit Bloomberg zeigte Sacks Enttäuschung über die fehlenden Fortschritte. Er hatte eine zentrale Rolle bei der Entwicklung eines klareren Rechtsrahmens gespielt und zwischen Entscheidungsträgern sowie der Krypto-Branche vermittelt.
Sein Rücktritt hinterlässt nun kurzfristig eine Lücke bei der Koordination der Digital-Asset-Politik im Weißen Haus.
Obwohl Sacks künftig noch beratend in größeren Technologie-Initiativen eingebunden bleibt, endet seine direkte operative Rolle in der Krypto-Politik nun.
Daher wirft der Zeitpunkt seines Rücktritts Fragen auf. Da die regulatorische Klarheit bereits verzögert ist, könnte sein Abgang das Momentum weiter bremsen, zumal verschiedene Interessen den Gesetzentwurf immer noch prägen.
Aktuell ist der CLARITY Act weiterhin nicht beschlossen und die Ausrichtung der Politik in Washington bleibt ungewiss.