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Krypto-Fonds verzeichnen 288-Millionen-USD-Abflüsse: Spaltet der US-Europa-Konflikt jetzt den Markt?

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Geschrieben von
Lockridge Okoth

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Redigiert von
Phil Haunhorst

23 Februar 2026 14:00 CET
  • Krypto-Fonds verzeichnen 288 Millionen USD Abflüsse in nur einer Woche
  • US-Anleger verkauften, während Europa und Kanada kauften.
  • XRP, Solana und Chainlink verzeichnen leichte Zuflüsse
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Digitale Krypto-Anlageprodukte verzeichneten in der Woche bis zum 21. Februar Nettoabflüsse in Höhe von 288 Millionen USD. Dies ist bereits die fünfte Woche in Folge mit negativen Krypto-Fund-Flows. Insgesamt ergeben sich dadurch in fünf Wochen Abflüsse von 4 Milliarden USD.

Obwohl die Auszahlungsrate hoch ist, bleibt sie unter den 6 Milliarden USD, die im gleichen Zeitraum des Vorjahres verloren gingen. Das deutet auf eine sanftere Marktanpassung hin und nicht auf panikartige Verkäufe.

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Krypto-Abflüsse: US-Investoren ziehen sich überraschend zurück

Auch das Handelsvolumen zeigt die abgekühlte Stimmung. Das Volumen bei ETPs (börsengehandelte Produkte) fiel deutlich auf 17 Milliarden USD. Damit ist das Handelsaufkommen stark gesunken im Vergleich zu den Rekordwochen davor.

Sinkendes Handelsvolumen zusammen mit anhaltenden Abflüssen deuten darauf hin, dass das Interesse der Anleger abnimmt. Zudem kann dünnere Liquidität kurzfristig zu mehr Schwankungen führen.

Die regionale Aufteilung zeigt große Unterschiede im Anlegerverhalten. US-basierte Fonds verbuchten Abflüsse in Höhe von 347 Millionen USD.

Andererseits verzeichneten Europa und Kanada zusammen Zuflüsse von 59 Millionen USD. Dazu trugen vor allem Institutionen aus der Schweiz mit 19,5 Millionen USD, sowie Kanada (16,8 Mio. USD) und Deutschland (16,2 Mio. USD) bei.

Krypto-Abflüsse nach Land
Krypto-Abflüsse nach Land. Quelle: CoinShares Report
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Diese Unterschiede zeigen einen Wandel beim Vertrauen: Ausländische Anleger sehen die jüngsten Kursschwächen offenbar als Chance, gezielt zu kaufen.

Zugleich sind US-Anleger vorsichtig geblieben. Das zeigt, dass sie sich angesichts der allgemeinen Marktlage eher zurückhalten.

Bitcoin und Ethereum unter Druck – Altcoins zeigen leichte Stärke

Bitcoin machte den größten Teil der Krypto-Abflüsse in der vergangenen Woche aus: 215 Millionen USD wurden aus Anlageprodukten abgezogen.

Interessanterweise flossen 5,5 Millionen USD in Short-Bitcoin-Produkte. Das ist der höchste Wert aller Anlageklassen. Manche Anleger sichern sich also ab oder setzen gezielt auf fallende Kurse.

Ethereum war laut aktuellen Daten der zweitgrößte Verursacher von Netto-Abflüsse und kam auf 36,5 Milionen USD. Auch andere große Produkte hatten Probleme: Multi-Asset-Fonds (32,5 Mio. USD Abflüsse) und Tron (18,9 Mio. USD).

Krypto-Flows nach Anlageklasse. Quelle: CoinShares

Das zeigt eine vorsichtige Haltung gegenüber dem gesamten Markt. Zudem deuten die anhaltenden Abflüsse bei den Coins mit höchster Marktkapitalisierung darauf hin, dass Anleger sich von den Marktführern wegbewegen. Dadurch können für aktive Anleger Chancen bei Altcoins entstehen.

Tatsächlich konnten trotz der schlechten Stimmung einige Altcoins weiterhin Kapital anziehen, wenn auch nur in geringem Umfang.

XRP führte die Zuflüsse bei Altcoins an mit 3,5 Millionen USD. Dicht dahinter lagen Solana (3,3 Mio. USD) und Chainlink (1,2 Mio. USD).

Zwar reichen diese Zuflüsse nicht aus, um die gesamten Abflüsse auszugleichen, dennoch zeigen sie, dass Anleger gezielt auf Coins setzen, die aktuell für sie überzeugend sind oder Momentum zeigen.

Insgesamt zeigen die neuesten Daten ein gemischtes Bild am Kryptomarkt. In den USA bleibt der Verkaufsdruck hoch. Außerdem gibt es internationale Käufe und kleine Zuflüsse bei einzelnen Altcoins. Dies weist auf gezieltes Vertrauen in bestimmte Bereiche hin.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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