In der neuesten Folge Crypto Nerds widmen sich Steuerexperte Werner Hoffmann und Host Eric Heinemann einem eher unbeliebten Thema. Es geht um Krypto-Steuern, Regulierung und drohende Konsequenzen für Anleger im Jahr 2026.
Werner erklärt die wichtigsten Änderungen für 2026. Dabei zeigt die Folge, warum viele Investoren gerade jetzt handeln sollten.
Krypto-Steuern 2026: DAC8, Selbstanzeige und neue Risiken
Zu Beginn der neuen Folge Crypto Nerds ordnet Werner die EU-Richtlinie DAC8 ein. Teil des neuen Regelwerks ist es, dass Krypto-Börsen künftig Transaktionen automatisiert an Steuerbehörden melden.
Damit erhalten Finanzämter Einblick in Handelsaktivitäten, wodurch auffällige Summen schnell zu einem Anfangsverdacht führen können. Hoffmann warnt klar vor den Folgen:
„Das Finanzamt kennt jede einzelne deiner Krypto-Transaktionen.“
Willst du genauer wissen, was auf dich zukommt? Hier geht’s zur aktuellen Folge:
Wer bislang nichts erklärt hat, riskiert Ermittlungen. Denn eine strafbefreiende Selbstanzeige ist nur möglich, solange Behörden noch nichts wissen. Die Episode beleuchtet außerdem Haftungsgrenzen. Ab 50.000 EUR hinterzogener Steuer wird es ernst.
Doch auch kleinere Beträge können problematisch sein. Deshalb rät Hoffmann zu rechtzeitiger Aufarbeitung alter Jahre.
BMF-Schreiben, Urteile und Haltefrist
Anschließend geht es um neue BMF-Schreiben, also offizielle Anweisungen des Bundesministeriums der Finanzen (BMF), die den Finanzämtern helfen, steuerliche Regelungen einheitlich anzuwenden. Sie konkretisieren unter anderem, welche Dokumente Investoren für die Erklärung ihrer Krypto-Steuern vorlegen müssen.
Zudem regeln sie, wie Transaktionen dokumentiert und Gewinne berechnet werden. Besonders heikel ist die erweiterte Mitwirkungspflicht. Anleger müssen Wallet-Adressen, CSV-Dateien und Bestände offenlegen.
Auch Gerichtsentscheidungen kommen zur Sprache. Bitcoin-Lending bleibt einkommensteuerpflichtig, während NFT-Umsätze mit 19 Prozent belastet werden.
Zudem diskutieren Eric und Werner die einjährige Haltefrist. Obwohl politische Vorstöße existieren, bleibt sie vorerst bestehen.
Ein Blick in die Niederlande zeigt Alternativen. Dort werden fiktive Renditen besteuert, selbst ohne Verkauf. Das Modell spart Aufwand, sorgt jedoch für Kritik, denn unrealisierte Gewinne können Liquiditätsprobleme auslösen.
Zum Schluss sprechen die beiden über aufgerüstete Behörden. Und sie zeigen, warum 2026 ein Wendepunkt für viele Investoren sein könnte.
Die Folge liefert Orientierung, bleibt aber bewusst offen. Wer tiefer einsteigen will, findet zahlreiche Detaildiskussionen im Podcast.