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Was braucht der Gesetzentwurf ‘CLARITY Act’ zur Marktstruktur, um 2026 verabschiedet zu werden?

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Geschrieben von
Camila Grigera Naón

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Redigiert von
Phil Haunhorst

07 Dezember 2025 00:33 CET
  • Senat: Streit verzögert „CLARITY Act” bis 2026!
  • Stabilecoin-Erträge: Regeln und ethische Bedenken spalten beide Ausschüsse zunehmend.
  • Offene DeFi-Aufsicht: Letzte Hürde für einheitlichen Markt?
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Mit 2026 vor der Tür wächst die Unsicherheit darüber, ob das Gesetz ‘Clarity Act’ zur Krypto-Marktplatzstruktur zu Beginn des Jahres durchgesetzt wird oder ob es in einem politischen Streit steckenbleibt und die Verabschiedung weiter verzögert.

Wichtige ungelöste Fragen verlangsamen weiterhin den Fortschritt, darunter wie das Gesetz Stablecoins, Interessenskonflikte und die Behandlung von dezentraler Finanzen unter Bundesrecht behandeln soll.

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Klarheit durch den CLARITY Act

Der CLARITY Act hielt im Juli vor der Abgeordnetenkammer mit breiter überparteilicher Unterstützung Einzug und markiert den stärksten Schritt hin zu einem digitalen Asset-Rahmenwerk auf Bundesebene.

Das Gesetz wartet nun auf Maßnahmen im Senat, wo die Bank- und Agrarausschüsse parallele Versionen eines Marktplatzstruktur-Rahmens vorantreiben. Die geteilte Zuständigkeit im Senat erschwert die Situation, da der Bankenausschuss für Wertpapiere und der Agrarausschuss für Rohstoffe zuständig ist.

Beide Ausschüsse haben nun Diskussionsentwürfe veröffentlicht, aber ein einheitliches Paket ist noch nicht entstanden. Die Abgeordneten müssen Unterschiede abgleichen, bevor einer der Ausschüsse dem Senat einen kombinierten Gesetzentwurf vorlegen kann.

Ein bedeutender technischer Streitpunkt betrifft, wie das Gesetz ertragbringende Stablecoins behandeln soll.

Der GENIUS Act und seine Auswirkungen auf Stablecoin-Renditen

Der GENIUS Act, der Anfang dieses Jahres verabschiedet wurde, verbietet es zugelassenen Stablecoin-Emittenten, den Inhabern irgendeine Form von Zinsen oder Erträgen zu zahlen.

Allerdings ist die Einschränkung eng gefasst. Sie gilt nur für direkte Zahlungen von Zahlungs-Stablecoin-Emittenten und deckt nicht explizit Belohnungsprogramme, Drittanbieter-Erträge oder andere digitale Asset-Strukturen ab.

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Bankenverbände argumentieren, dass diese Lücken Umgehungen ermöglichen könnten, und drängen die Abgeordneten dazu, das Verbot in der bevorstehenden Marktplatzstruktur-Gesetzgebung auszuweiten. Sie fordern eine umfassendere Regelung, die alle Ertragsformen in Verbindung mit Stablecoins abdeckt.

Mehrere Senatoren scheinen diesem Ansatz gegenüber offen zu sein, wodurch das Thema in Verhandlungen starkes Gewicht erhält. Jede Ausweitung würde beeinflussen, wie Stablecoins mit traditionellen Bankeinlagen konkurrieren, was für die Bankenlobby eine zentrale Sorge bleibt.

Unterdessen sind die Abgeordneten uneinig darüber, wie der breitere Rahmen potenzielle Interessenskonflikte adressieren soll.

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Politische Einflussnahme und Interessenskonflikte

Die Beteiligung von US-Präsident Donald Trump und seiner Familienangehörigen an kryptobezogenen Projekten hat erneute Prüfungen hinsichtlich möglicher ethischer Bedenken ausgelöst.

Einige Abgeordnete, wie Senatorin Elizabeth Warren, argumentieren, dass neue Regelungen zu Interessenskonflikten notwendig sind, um sicherzustellen, dass politische Persönlichkeiten und ihre Verwandten von Aktivitäten ausgeschlossen werden, die Fragen zu ihrem Einfluss auf die Digital-Asset-Politik aufwerfen könnten.

Solche Maßnahmen würden helfen, das Gesetz vor dem Eindruck politischer Einflussnahme zu schützen.

Allerdings ist die vorgeschlagene Regelung weder im CLARITY Act der Abgeordnetenkammer enthalten noch in früheren Senatsentwürfen. Ihr Fehlen ist ein Diskussionsthema geworden und trägt zur anhaltenden Zurückhaltung bei.

Unterdessen bleiben Fragen, wie das Gesetz dezentrale Finanzen (DeFi) adressieren soll.

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Die Herausforderungen der Regulierung von Dezentraler Finanzen

Das Marktplatzstruktur-Gesetz ist für zentralisierte Vermittler konzipiert, einschließlich Börsen, Maklern und Verwahrplattformen. Doch der schnelle Anstieg von DeFi wirft Fragen auf, die der Senat noch nicht vollständig geklärt hat.

Die aktuellen Entwürfe konzentrieren sich hauptsächlich auf Verwahraktivitäten. Allerdings plädieren einige traditionelle Finanzinstitute für breitere Definitionen, die Entwickler, Validatoren und andere nicht-verwahrende Akteure als regulierte Vermittler einstufen würden.

Ein solcher Ansatz würde die bundesstaatliche Aufsicht erheblich erweitern und die rechtliche Umgebung für Open-Source-Entwicklung neu gestalten.

Bis die Abgeordneten diese Grenze definieren, wird das Gesetz voraussichtlich nicht vorankommen. Die DeFi-Frage bleibt einer der Schlüsselfaktoren, die beeinflussen, wann das Marktplatzstruktur-Gesetz im Jahr 2026 schließlich voranschreiten könnte.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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