Polygon hat intern viele Leute entlassen, sagen mehrere Personen, die sich in der Sache auskennen. Aus der Branche hört man, dass ungefähr 30 Prozent der Mitarbeitenden diese Woche gehen mussten, obwohl das Unternehmen dazu noch nichts öffentlich gesagt hat.
Außerdem gibt es Berichte in sozialen Netzwerken. Einige Mitarbeitende mit Verbindung zu Polygon sowie Personen aus der Community sprechen dort über plötzliche Kündigungen und Änderungen in Teams. Polygon Labs hat bisher auf Nachfragen nicht geantwortet.
Steht Polygon vor einer großen strategischen Wende?
So eine große Entlassungswelle gab es beim Layer-2-Netzwerk schon einmal. Bereits 2024 mussten fast 20 Prozent der Belegschaft gehen.
Der Zeitpunkt passt zu einer größeren Neuordnung, die Polygon in den letzten Wochen angedeutet hat. Schon zu Monatsbeginn hieß es bei Polygon Labs, dass das Team jetzt vor allem auf Zahlungsdienste ausgerichtet wird. Damit rückt Polygon von Skalierung und DeFi-Geschichten ab.
Vorher hatte Polygon für mehr als 250 Mio. USD Firmen gekauft, darunter Coinme. Das ist ein US-regulierter Dienst, um Geld in Krypto zu tauschen. Sequence wurde auch übernommen. Diese Firma bietet Wallet- und Cross-Chain-Zahlungen an.
Alle diese Firmen zusammen bilden jetzt bei Polygon das sogenannte Open Money Stack. Es ist ein System, das regulierte Stablecoin-Zahlungen und Geldtransfers in der Chain ermöglichen soll.
Gleichzeitig arbeitet Polygon weiter an Verbesserungen im Netzwerk. Mit dem Madhugiri-Upgrade wurde die Leistung erhöht, damit mehr Transaktionen verarbeitet werden können.
Die Neuerungen zeigen sich auch am Markt. Polygons Token POL ist in den letzten Wochen deutlich gestiegen.
Doch intern scheint die Umstellung Probleme zu machen.
Bisher hat Polygon die gemeldeten Entlassungen nicht bestätigt. Aber die Abgänge fallen inzwischen auf den sozialen Plattformen auf.