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MicroStrategy-Aktie fällt um weitere 5 Prozent – Schwindet das Vertrauen in Saylors Bitcoin-Strategie?

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Geschrieben von
Camila Grigera Naón

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Redigiert von
Phil Haunhorst

07 Januar 2026 07:49 CET
  • MSTR fällt um weitere 5 Prozent – monatelanger Abwärtstrend setzt sich trotz kurzem Wochenaufschwung fort
  • Ein 118-Mio.-USD-Bitcoin-Kauf und steigende Reserven treiben Aktie nicht an – Zweifel an Nachhaltigkeit werden lauter
  • Hohe Buchverluste und Verkaufsangst: Steigender Bitcoin-Kurs setzt Vertrauen weiter unter Druck
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Obwohl der Kurs von MicroStrategy diese Woche kurz gestiegen ist, sind die Aktien am Dienstag wieder gefallen. So setzt sich die Verlustserie der vergangenen Monate fort.

Dies geschieht, nachdem das Unternehmen weitere 118 Mio. USD in Bitcoin investiert hat. Das zeigt, dass Investoren wenig Vertrauen in die Strategie des Gründers Michael Saylor haben.

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MSTR fällt trotz neuem Bitcoin-Kauf

Strategy (früher MicroStrategy) gab am Montag bekannt, 1.287 Bitcoin gekauft zu haben. Damit besitzt das Unternehmen nun 673.783 Bitcoin.

Der Kauf erfolgte, als der Bitcoin-Kurs kurz nach dem Konflikt zwischen den USA und Venezuela gestiegen ist. Trotzdem konnten die Aktien von Strategy den Aufschwung nicht halten.

MSTR stock price. Source: Google Finance.
Kurs der MSTR-Aktie. Quelle: Google Finance.

Der Höchststand lag bei 167,24 USD. Schnell fiel der Kurs aber auf ein Tief von 155 USD und pendelte sich schließlich bei 157 USD ein. Dass der Kurs auch bei guten Marktbedingungen nicht wieder steigt, wirft erneut Fragen zum Vertrauen der Investoren und zur langfristigen Stabilität auf.

Zudem schneidet Strategy insgesamt seit Mitte 2025 immer schlechter ab.

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Bargeldreserven nehmen Sorgen nicht

Laut Bloomberg betrug der nicht realisierte Verlust von Strategy im vierten Quartal des vergangenen Jahres 17,44 Mrd. USD. Durch anhaltenden Verkaufsdruck ist der Aktienkurs 2025 fast 50 Prozent gefallen.

Das Unternehmen hat daher durch den Verkauf von Stammaktien einen Bargeldvorrat aufgebaut. Dieser wurde mit der letzten Bitcoin-Investition um weitere 62 Mio. USD erhöht und liegt jetzt bei 2,25 Mrd. USD.

Trotzdem bleibt die Sorge bei Investoren, dass Strategy einen Teil seiner Bitcoin verkaufen muss, falls der Kurs noch weiter fällt. Diese Sorge ist mehr als nur Theorie.

Ende November räumte CEO Phon Le erstmals ein, dass das Unternehmen unter bestimmten Krisenbedingungen Bitcoin verkaufen könnte. Das ist ein deutlicher Bruch mit Saylors Überzeugung: „niemals verkaufen“.

Zu Beginn von 2026 bleibt der Ausblick schwierig.

Am Dienstag konnte Strategy zwar aufatmen, weil MSCI angekündigt hat, dass digitale Vermögenswerte im Februar nicht aus dem Index gestrichen werden. Trotzdem bleibt unklar, wie sich der Bitcoin-Kurs entwickelt.

Bei einem weiteren starken Einbruch wird Strategy auf jeden Fall betroffen sein. Außerdem würden zusätzliche Bitcoin-Käufe die Auswirkungen noch verstärken und das Vertrauen der Investoren weiter schwächen.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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