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Strategy-Aktie springt um 33 Prozent dank Umsatzplus und Bitcoin-Kurs – Hält die Rallye jetzt an?

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Geschrieben von
Ananda Banerjee

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Redigiert von
Phil Haunhorst

10 Februar 2026 16:00 CET
  • MicroStrategy-Aktie steigt um 33 Prozent – Bitcoin-Kurs legt nach Quartalsbericht am 5. Februar um 11 Prozent zu
  • CMF nach Monaten erstmals positiv – deutet auf institutionelle Akkumulation hin
  • Kurs bleibt unter 20-Tage-EMA und 150 USD – Erholung weiter unbestätigt
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Strategy Inc, auch bekannt als MicroStrategy, hat sich seit Anfang Februar beim Aktienkurs stark erholt. Nach einem lokalen Tief am 5. Februar ist der MSTR-Kurs in nur wenigen Tagen um fast 33 Prozent gestiegen. Dieser Anstieg kam, nachdem sich der Bitcoin-Kurs ebenfalls erholt hatte und wieder großes Interesse von Großinvestoren an MicroStrategys Bitcoin-gebundenem Geschäftsmodell unter der Führung von Michael Saylor aufgekommen ist.

Der Anstieg des MicroStrategy-Kurses wirkt auf den ersten Blick stark. Allerdings ist der Zusammenhang wichtig. Die entscheidende Frage ist, ob diese Rallye wirklich langfristiges Vertrauen in Strategys Bitcoin-Strategie zeigt oder ob es sich nur um einen kurzfristigen Anstieg handelt, der an die Krypto-Stimmung gebunden ist.

Bitcoin-Kurs: Gewinne treiben das Plus – doch hier sind die Grenzen

Das langfristige Verhalten des Strategy-Aktienkurses bleibt eng mit dem Bitcoin-Kurs verbunden.

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Nachdem der Bitcoin-Kurs im Oktober bei fast 126.000 USD lag, kam Verkaufsdruck auf alle Krypto-Aktien auf. Strategy folgte fast sofort. Seit dem Hoch im Oktober fiel der MicroStrategy-Kurs um mehr als 70 Prozent, da Bitcoin in eine starke Korrektur ging.

Seit dem 5. Februar hat sich der Bitcoin-Kurs etwa um 11 Prozent erholt und stieg von knapp 63.000 USD auf rund 70.000 USD. In der gleichen Zeit stieg Strategy um etwa 33 Prozent. Diese Reaktion im Verhältnis eins zu drei zeigt, wie stark die Aktie von Bitcoin abhängig ist und bestätigt die enge MicroStrategy-Bitcoin-Korrelation.

MicroStrategy-Bitcoin-Korrelation
MicroStrategy-Bitcoin-Korrelation: TradingView

Das Ergebnis brachte zusätzlich Rückenwind.

Im Bericht zum vierten Quartal 2025 meldete Strategy einen Umsatz von 123 Mio. USD. Das ist ein Plus von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Umsatz mit Abos stieg um mehr als 62 Prozent – die Cloud-Sparte bleibt also stark. Die Bruttomarge lag weiter bei etwa 66 Prozent, was dem Software-Geschäft stabile Einnahmen sichert.

Der hohe Nettoverlust entstand vor allem durch nicht zahlungswirksame Buchverluste auf die Bitcoin-Bestände, die mit Michael Saylors Langzeit-Plan aufgebaut wurden. Das zeigt keine operative Schwäche. Das Management betonte, weiter Bitcoin zu kaufen und langfristig zu denken.

Diese Kombination aus Bitcoin-Stabilisierung und übertroffenen Umsatzerwartungen bildete die Grundlage für den Kursanstieg der MicroStrategy-Aktie.

Jedoch zeigt das auch das Risiko: Solange Bitcoin den Wert bestimmt, bleibt das Potenzial von Strategy stark an Krypto-Zyklen gebunden. Deshalb ist die institutionelle Positionierung besonders wichtig.

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Große Investoren kaufen heimlich – Bären behalten das Momentum

Eines der wichtigsten Signale stammt vom Chaikin Money Flow (CMF).

Der CMF zeigt, ob große Anleger kaufen oder verkaufen. Das passiert durch eine Kombination aus Kurs und Volumen. Wenn der CMF steigt, kaufen große Akteure an. Sinkt er, verkaufen sie.

Von Ende November bis Anfang Februar ging der Strategy-Kurs weiter nach unten. Der CMF stieg aber langsam an. Es entstand eine bullische Divergenz. Während die Stimmung bei privaten Anlegern zu MicroStrategy schwächer wurde, bauten große Anleger still ihre Positionen aus.

Nach dem 5. Februar ging der CMF zum ersten Mal seit Dezember über Null. Das zeigt, dass frisches Kapital in die Aktie fließt. Große Investoren setzen also auf eine mögliche Bitcoin-Erholung und sehen Strategy, früher MicroStrategy, als gute Möglichkeit dafür.

Große Investoren unterstützen
Große Investoren unterstützen: TradingView

Allerdings zeigt der Momentum-Indikator ein vorsichtigeres Bild.

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Der Bull-Bear-Power-Indikator misst, ob Käufer oder Verkäufer kurzfristig die Oberhand haben. Trotz des Kursanstiegs von 33 Prozent beim MicroStrategy-Kurs bleibt dieser Indikator negativ. Die Verkäufer dominieren noch immer. Das heißt, es wird eingesammelt, aber die Kontrolle hat noch nicht gewechselt.

Vereinfacht: Institutionen kaufen ein, aber sie drücken den Kurs noch nicht aktiv nach oben. Deshalb ist der Anstieg weiter anfällig für schnelle Rückgänge.

Bären haben beim MicroStrategy-Kurs weiterhin die Kontrolle
Bären haben beim MicroStrategy-Kurs weiterhin die Kontrolle: TradingView

Diese Schwäche sieht man auch im Trendverhalten.

MicroStrategy-Aktie bleibt trotz 33-Prozent-Rallye unter wichtigen Trend-Hürden

Die Bestätigung des Trends ist noch nicht komplett. Exponentielle gleitende Durchschnitte, auch EMAs genannt, sind Kursdurchschnitte. Sie gewichten neuere Daten stärker. Dadurch helfen sie dabei zu erkennen, ob ein Trend stärker oder schwächer wird.

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Wenn der Kurs unter wichtigen EMAs liegt, enden Aufwärtsbewegungen oft früh. Kommt es jedoch zu einer Rückeroberung dieser Marken, steigt meist auch die Dynamik. Zurzeit bleibt MicroStrategy unter der 20-Tage-EMA. Diese Marke war während des Abwärtstrends immer ein Widerstand beim Kurs von MicroStrategy.

Zu Beginn des Oktobers war es das letzte Mal, dass MicroStrategy über die 20-Tage-EMA gestiegen ist. Die Aktie legte kurz danach noch einmal zehn Prozent zu. Das war ein klares Zeichen für einen starken Trend. Aktuell hat die Erholung das noch nicht geschafft. Ohne einen klaren EMA-Rückgewinn verlaufen Aufwärtsbewegungen meist im Sande. Das macht die Aktie auch empfindlicher für Bitcoin. Schon eine kleine Korrektur beim Bitcoin-Kurs könnte wieder Verkäufe bei MSTR auslösen.

Die aktuelle Struktur wird jetzt durch einige wichtige Marken bestimmt. Nach oben ist 138 USD der erste große Widerstand. Ein Tagesschlusskurs über diesem Bereich würde auf neue Stärke beim Kurs von MSTR hindeuten.

MSTR-Kursanalyse
MSTR-Kursanalyse: TradingView

Darüber bildet 150 USD die entscheidende Hürde. Diese Marke gilt als psychologischer Widerstand und verläuft zusätzlich am wichtigen gleitenden Durchschnitt (EMA). Ein stabiler Anstieg über 150 USD würde eine echte Trendumkehr für die MSTR-Aktie bedeuten.

Kommt es dazu, rückt als nächstes Ziel die Zone um 189 USD in den Fokus. Erst darüber wäre ein größerer Anstieg in Richtung 300 USD realistisch. Das ist aktuell aber nur das Nebenszenario, nicht die wahrscheinlichste Entwicklung. Nach unten bleibt das Risiko klar erkennbar.

Der Bereich zwischen 107 und 104 USD markiert das Tief aus dem Februar. Diese Zone wurde bereits einmal getestet. Fällt der Kurs unter 104 USD, wäre die Erholung beendet.

Falls das passiert, könnte der Kurs von MicroStrategy weiter bis auf 82 USD rutschen. Kommt es zu noch größerer Schwäche, wäre sogar die 56-USD-Zone am 0,618-Fibonacci-Retracement denkbar.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust-Projekts dient dieser Preisanalyse-Artikel nur zu Informationszwecken und sollte nicht als Finanz- oder Anlageberatung angesehen werden. BeInCrypto verpflichtet sich zu einer genauen, unvoreingenommenen Berichterstattung, aber die Marktbedingungen können sich ohne vorherige Ankündigung ändern. Führen Sie immer Ihre eigenen Nachforschungen durch und konsultieren Sie einen Fachmann, bevor Sie finanzielle Entscheidungen treffen. Außerdem bietet die vergangene Performance keine Garantie für zukünftige Ergebnisse.

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