MicroStrategy scheint aktuell der einzige große institutionelle Käufer von Bitcoin zu sein, was Zweifel an der Stärke der Nachfrage institutioneller Halter aufkommen lässt.
Aktuelle Daten zeigen, dass das Unternehmen in den vergangenen 30 Tagen etwa 45.000 BTC gekauft hat, während alle anderen Unternehmen in ihrer Treasury zusammen lediglich rund 1.000 BTC erworben haben. Das zeigt, dass die Beteiligung im Sektor nahezu komplett eingebrochen ist.
Diese Entwicklung deutet auf eine starke Veränderung der Marktstruktur hin. Was früher als wachsende Bewegung unter Unternehmen galt, hängt nun fast ausschließlich von einem einzelnen Unternehmen ab.
Mittlerweile hält MicroStrategy schätzungsweise 76% aller Bitcoin-Bestände der Unternehmen mit einer Treasury. Das zeigt, wie stark die Strategie konzentriert ist.
Gleichzeitig zeigen sich erste Schwächen im Modell von MicroStrategy. Das mNAV (Multiplikator zum Nettovermögenswert) des Unternehmens liegt weiterhin unter 1 und beträgt etwa 0,97x.
Das bedeutet, dass die Aktie unter dem Wert der Bitcoin-Bestände gehandelt wird, wenn die Verwässerung berücksichtigt wird.
Das ist wichtig, da die Strategie von MicroStrategy stark vom Vertrauen des Marktes abhängt. Wenn die Aktie mit einem Aufschlag gehandelt wird, kann das Unternehmen Kapital effizienter aufnehmen, um weitere Bitcoin zu kaufen.
Ein Abschlag schwächt dieses Modell und zeigt eine geringere Nachfrage von Investoren für die Struktur an.
Unterdessen ist der Aktienkurs von MicroStrategy seit Jahresbeginn um rund 14% gefallen, während der Bitcoin-Kurs im selben Zeitraum um 22% nachgegeben hat.
Auch wenn diese relative Outperformance zunächst positiv erscheint, zeigt sie eher eine vorsichtige Einschätzung. Investoren schätzen zwar weiterhin die Fähigkeit des Unternehmens, Bitcoin zu akkumulieren, sie verbinden aber keinen deutlichen Aufschlag mehr mit diesem Modell.
Insgesamt zeigen die Daten eine fragile Situation. Die Nachfrage nach Bitcoin in Treasuries der Unternehmen ist nicht gestiegen. Sie konzentriert sich stattdessen auf einen dominanten Akteur.
Deshalb wirkt das Narrativ einer institutionellen Adoption von Bitcoin durch firmenbasierte Treasuries schwächer als erwartet.
Der Markt stützt sich nun vor allem auf die anhaltende Kaufaktivität von MicroStrategy und weniger auf eine breite Nachfrage seitens vieler Unternehmen.
Falls sich diese Dynamik ändert, könnte das sofort und spürbar Einfluss auf die Nachfrage nach Bitcoin haben.