MicroStrategy schreibt die Regeln für Beteiligungen und Kapitalmärkte neu. Mit Bitcoin erreicht das Unternehmen, was klassische Fonds seit über zehn Jahren versuchen und meist nicht geschafft haben.
Laut Chaitanya Jain, dem Bitcoin Strategy Manager von MicroStrategy, hat das Unternehmen zwei Probleme im Bereich der Beteiligungen gelöst.
SponsoredMicroStrategy macht Bitcoin zum ewigen Kapital und lässt klassische Private-Equity-Firmen hinter sich
Jain erklärt, dass MicroStrategy (jetzt Strategy genannt) direkt Geld von Kleinanlegern eingesammelt und feste, dauerhafte Finanzierungsmodelle geschaffen hat.
„Seit dem letzten Jahrzehnt versucht Private Equity, (I) direkt bei Kleinanlegern Kapital einzusammeln und (II) dauerhafte oder stetige Fonds aufzubauen“, sagte Jain. „Strategy hat beides erreicht. Dauerhaftes Kapital über öffentlich gehandelte Wertpapiere an der Nasdaq. Digitale Beteiligungen und digitale Kredite, die durch BTC gestützt sind.“
MicroStrategy nutzt öffentlich gehandelte Wertpapiere statt geschlossener Beteiligungsfonds. Dadurch wird der Zugang zu alternativen Anlageprodukten für mehr Menschen möglich. Zudem braucht das Unternehmen keine wiederkehrenden Kapitalrunden mehr für seine Finanzierung.
Im Mittelpunkt stehen dabei die Produkte, die Jain „Digitale Beteiligung“ und „Digitaler Kredit“ nennt. Beide werden durch Bitcoin gedeckt. Damit wird die Pionier-Krypto zum Sicherheitspfand auf Institutionen-Niveau.
Mit Digitaler Beteiligung bekommen Anleger Zugang zu Bitcoin mit Hebel über die Kapitalstruktur von MicroStrategy. Digitaler Kredit sind Kreditangebote, die durch BTC abgesichert werden.
Sponsored SponsoredIm Grunde hat das Unternehmen seine Bitcoin-Bestände in eine dauerhafte Finanzquelle umgewandelt. Diese funktioniert wie ein öffentlicher Beteiligungsfonds, aber auf der Basis von Bitcoin.
Jain nennt das Jahr 2025 „Jahr 0“ für den Digitalen Kredit. In dieser Zeit soll der BTC-gestützte Kredit aufgebaut, gestartet und verbreitet werden – trotz eines schwachen Bitcoin-Marktes.
Im Jahr 2025 hat Strategy rund 21 Mrd. USD eingesammelt – mit Stammaktien, Vorzugsaktien (darunter eine große Emission über 2,5 Mrd. USD, die als größte US-Börsennotierung nach Erlös in diesem Jahr gilt) sowie Umwandelanleihen.
Sponsored SponsoredMit diesen Mitteln kaufte das Unternehmen gezielt Bitcoin. Zum Zeitpunkt dieses Beitrags hält Strategy 672.497 BTC. Sie wurden zu einem Gesamtpreis von etwa 50,4 Mrd. USD (Durchschnitt etwa 75.000 USD je BTC) erworben. Der Marktwert beträgt aktuell rund 61,4 Mrd. USD (bei einem Bitcoin-Kurs von etwa 91.000 USD).
Das Unternehmen nutzt dabei viel Fremdkapital durch Schulden und Vorzugsaktien (insgesamt etwa 15 bis 16 Mrd. USD aus unterschiedlichen Quellen). Das sorgt für einen sehr starken gehebelten Zugang zu Bitcoin. Deshalb sagen Analysten, dass das Unternehmen das nächste große Krypto-Risiko 2026 auslösen könnte.
Dennoch hat das Modell aus einer klassischen Software-Firma das laut Analysten größte Bitcoin-Unternehmen der Welt gemacht – oder eine Art gehebelte Bitcoin-Investmentstruktur. Durch dauerhafte Kapitalaufnahme kauft das Unternehmen ständig BTC und bietet Anlegern unterschiedliche Wege, an der Entwicklung teilzuhaben.
SponsoredLaut Jain beginnt im Jahr 2026 „Jahr 1“ für MicroStrategy. Damit startet die Firma von Experimenten zur großen Umsetzung.
Dieser Schritt zeigt, dass die Bitcoin-Liquidität wächst. Auch die Infrastruktur am Markt und das Wissen über Krypto-Anlageprodukte werden größer.
MicroStrategy schlägt eine Brücke zwischen Kleinanleger-Zugang und dauerhafter Finanzierung. Damit stellt das Unternehmen das bisherige Modell klassischer Beteiligungen in Frage und zeigt, wie Krypto stabile, institutionelle Anlageformen ermöglichen kann.
Trotzdem bleibt MicroStrategys mögliche MSCI-Auslistung ein Problem, das das Unternehmen weiter begleitet.