Der XMR-Kurs ist am Dienstag um fast zehn Prozent gestiegen, nachdem ein neuer Bericht von TRM Labs veröffentlicht wurde. Dieser Bericht zeigt, dass Monero trotz der Streichung von großen Börsen weiterhin stabil ist und die Nutzung in privat ausgerichteten Bereichen wächst.
Die Forschung zeigt, dass Monero zunehmend in riskanten Umgebungen wie Darknet-Marktplätzen verwendet wird. Zudem gibt es auf der Netzwerkebene neue Verhaltensweisen, die echte Annahmen über die Privatsphäre beeinflussen können.
Monero: Darknet-Boom und Netzwerkdaten lassen XMR-Kurs steigen
Zum jetzigen Zeitpunkt liegt der Kurs von XMR bei 335,66 USD. Das sind fast zehn Prozent mehr als vor 24 Stunden.
SponsoredTRM Labs berichtet, dass die Aktivitäten bei Monero-Transaktionen auf der Chain in den Jahren 2024 und 2025 insgesamt stabil geblieben sind und immer noch über den Werten von vor 2022 liegen.
Dieser Trend hält an, obwohl große Plattformen wie Binance, Coinbase, Kraken und Huobi zunehmend den Zugang zu XMR einschränken. Der Grund sind vor allem Vorschriften und Anforderungen an die Nachverfolgbarkeit.
„Trotz Delistings und behördlichem Druck bleibt die XMR-Aktivität bei Monero über dem Niveau von vor 2022“, stellte TRM Labs fest.
Im Bericht des Unternehmens stehen folgende Punkte:
- 48 Prozent der neuen Darknet-Märkte in 2025 nehmen nur XMR an.
- Die meisten Lösegeldzahlungen geschehen weiterhin mit Bitcoin – die Liquidität ist hier entscheidend.
- 14 bis 15 Prozent der Monero-Verbindungen zeigen ein nicht standardmäßiges Netzwerkverhalten.
Die Kryptografie hinter Monero ist weiterhin stark. Dennoch können Dynamiken auf der Netzwerkebene die tatsächliche Privatsphäre beeinflussen.
Im Bericht heißt es zudem, dass die Stärke von Monero nicht auf gelegentliche Aktivitäten von Privatanlegern zurückgeht. Vielmehr ist es eine feste Nutzergemeinschaft, die gezielt Wert auf Privatsphäre legt. Das gilt auch, wenn es dadurch schwerer wird, Monero zu kaufen oder zu verkaufen und es weniger Anlaufstellen gibt.
Sponsored SponsoredDie Transaktionsvolumen waren in 2024 und 2025 deutlich höher als noch Anfang 2020 oder 2021. Das zeigt, dass es eine gleichbleibende Nachfrage gibt und keine kurzfristigen Spekulationsspitzen vorliegen.
Diese Stabilität ist besonders beeindruckend, weil laut einigen Berichten 73 Börsen Monero allein im Jahr 2025 aus ihrem Angebot genommen haben.
Deshalb ist die Liquidität von XMR jetzt vor allem auf Plattformen außerhalb der großen Aufsichtsbereiche konzentriert. Das erklärt zum Teil auch, warum die meisten Lösegeldzahlungen weiterhin mit Bitcoin gemacht werden.
Obwohl Nutzer Monero wegen seiner Privatsphäre wünschen, ist Bitcoin dennoch leichter zu bekommen, zu bewegen und in großen Mengen auszutauschen.
SponsoredMonero wird immer beliebter auf Darknet-Marktplätzen
Der Bericht zeigt außerdem, dass die Nutzung von Monero auf Darknet-Märkten weiter steigt.
Laut TRM Labs nutzen 48 Prozent der neuen Darknet-Marktplätze in 2025 ausschließlich XMR. Das ist ein starker Anstieg im Vergleich zu früheren Jahren.
Vor allem auf westlich ausgerichteten Märkten ist dieser Trend stark sichtbar. Das liegt daran, dass Bitcoin und stablecoins auf US-Dollar-Basis leichter nachverfolgt werden können.
Dieser Trend passt auch zu einem aktuellen Bericht von BeInCrypto, in dem die wachsende Nutzung von XMR für illegale Aktivitäten genannt wird.
Netzwerkschicht: So schützt echte Privatsphäre deine Daten
Neben dem Verhalten am Markt hat TRM Labs eine Untersuchung zu Moneros Peer-to-Peer (P2P)-Netzwerk durchgeführt. Die Analyse zeigte, dass 14 bis 15 Prozent der erreichbaren Monero-Peers ein nicht standardmäßiges Verhalten zeigten. Dazu gehörten:
- Unregelmäßige Zeiten für Nachrichtenübertragung
- spezielle Handshake-Muster und
- eine Konzentration der Infrastruktur.
Obwohl diese Auffälligkeiten keine Fehler im Protokoll oder böswillige Aktivitäten zeigen, machen sie deutlich, wie die Abläufe auf Netzwerkebene die theoretischen Anonymitätsmodelle beeinflussen können. Moneros Kryptografie auf der Chain bleibt trotzdem stark.
Monero nimmt eine besondere Rolle im Krypto-Bereich ein. Während transparente Netzwerke und Stablecoins immer besser nachvollziehbar und reguliert werden, bietet Monero weiterhin datenschutzfreundliche Funktionen. Das spricht vor allem Nutzer an, die sich in riskanten oder besonders auf den Datenschutz bedachten Umgebungen bewegen.
Die Ergebnisse von TRM Labs zeigen sowohl die Stärken als auch die Feinheiten im Datenschutz-Design von Monero. Sie machen deutlich, dass die Nutzung im Alltag und das Verhalten im Netzwerk die Anonymität im praktischen Einsatz beeinflussen können.