Der Spot-Bitcoin-ETF von Morgan Stanley (BTC) wurde auf NYSE Arca unter dem Kürzel MSBT zum Handel zugelassen, verzeichnete am ersten Tag 1,6 Millionen Anteile und erzielte etwa 34 Millionen USD an Zuflüssen.
Der Start macht Morgan Stanley zur ersten großen US-Bank, die einen Spot-Bitcoin-ETF unter eigenem Namen anbietet.
Günstigster BTC-ETF tritt in ein umkämpftes Feld ein
MSBT erhebt eine Verwaltungsgebühr von 0,14% und liegt damit unter dem Satz von BlackRocks iShares Bitcoin Trust (IBIT) mit 0,25%.
Der Fonds erweitert das Angebot auf mehr als zehn Spot-Bitcoin-ETFs, die in den vergangenen zwei Jahren gestartet wurden und zusammen mehr als 85 Milliarden USD an Vermögenswerten verwalten.
Der Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas schätzte, dass MSBT am ersten Tag ein Volumen von 50 Millionen USD erreichen könnte. Er ordnete den ETF damit unter die stärksten 1% aller ETF-Starts des vergangenen Jahres ein.
Vertriebskraft vs. Liquidität
Morgan Stanley beschäftigt rund 16.000 Vermögensberater, die 9,3 Billionen USD an Kundenvermögen betreuen.
Dieses Netzwerk verschafft MSBT einen Vertriebsvorteil, mit dem bisher kein Bitcoin-ETF-Anbieter konkurrieren konnte.
Nate Geraci, Präsident von NovaDius Wealth Management, betonte, dass der Vertrieb im ETF-Bereich entscheidend ist. Er sagte, das Beraternetzwerk von Morgan Stanley kombiniert mit der niedrigsten Gebühr sei eine starke Kombination.
Die Bank plant zudem, Anfang 2026 den Retail-Handel mit Kryptowährungen über E-Trade zu ermöglichen, wodurch ein Multi-Kanal-Zugang zu digitalen Vermögenswerten entsteht.
Ob MSBT das Momentum gegen die hohe Liquidität und Marktdominanz von IBIT im Optionsmarkt halten kann, wird entscheiden, ob der Einstieg von Wall Street das Kräfteverhältnis neu ordnet.