Nvidia steht kurz davor, eine Investition von 30 Milliarden USD in OpenAI abzuschließen. Damit ersetzt der Techgigant einen früheren Plan für eine sehr große Partnerschaft mit 100 Milliarden USD über mehrere Jahre.
Laut der Financial Times ist diese Investition Teil der neuesten Finanzierungsrunde von OpenAI. Dadurch könnte OpenAI mit ungefähr 830 Milliarden USD bewertet werden. OpenAI will zudem einen Großteil des Geldes wieder in KI-Infrastruktur stecken, besonders in Nvidias Grafikkarten (GPUs).
Der Wechsel von einer Zusage über 100 Milliarden USD zu einer Beteiligung von 30 Milliarden USD ändert das finanzielle Risiko deutlich.
Statt selbst große Infrastruktur direkt zu finanzieren, erhält Nvidia einen Anteil an OpenAI. So bleibt die Nachfrage nach der Hardware des Unternehmens erhalten. Diese Änderung verfolgen Investoren genau, da sie auch die teilweise starken Kursschwankungen von Nvidia beobachten.
Von 6-Wochen-Tief zum starken Comeback: Nvidias turbulenter Monat
Der Nvidia-Kurs hat sich in den vergangenen Wochen stark verändert. Anfang Februar fiel der Kurs auf etwa 177 USD. Das war der niedrigste Wert seit sechs Wochen.
Diese Abwärtsbewegung entstand, weil es Unsicherheit um das ursprüngliche 100-Milliarden-USD-Abkommen mit OpenAI gab. Zudem sorgten sich Anleger wegen US-Exportbeschränkungen für KI-Chips nach China und machten sich generell Sorgen um dauerhafte Ausgaben für KI.
Allerdings konnte sich der Kurs wieder erholen, nachdem Nvidia einen kleineren Investitionsplan, neue Partnerschaften und große Lieferverträge für Chips bekanntgab.
Ein mehrjähriger Vertrag, um Millionen KI-Chips an Meta zu liefern, half ebenfalls, das Vertrauen zu stärken. Mitte Februar kletterte der Nvidia-Kurs wieder in den hohen 180-USD-Bereich.
Trotzdem blieb die Schwankung groß. Anleger blieben vorsichtig wegen möglicher Regulierungen, der hohen Bewertung und der Unsicherheit, ob sich die hohen Ausgaben für KI-Infrastruktur wirklich lohnen.
Nvidia schließt deutlich kleineren Deal mit OpenAI ab – doch das Signal ist umso größer
Die neue Investition von 30 Milliarden USD wird allgemein als bullisch für Nvidia eingeschätzt. Erstens fällt die finanzielle Belastung gegenüber dem ursprünglichen, großen 100-Milliarden-USD-Plan weg, was die Bilanz schont.
Zweitens wird das Unternehmen damit zum wichtigsten Hardware-Partner von OpenAI. Nvidia profitiert dadurch doppelt: Sie bekommt einen Anteil an einem der wertvollsten KI-Unternehmen der Welt und verkauft weiter Chips, die OpenAIs Modelle antreiben.
Allerdings könnte es bei Anlegern kurzfristig unterschiedliche Reaktionen geben. Große Investitionen sind immer mit Risiken verbunden. Manche Investoren sehen es lieber, wenn Nvidia sich nur auf den Verkauf von Chips konzentriert.
Trotzdem zeigt dieser Deal klar: Die Ausgaben für KI-Infrastruktur steigen weiter schnell an.
Am Ende verbessert die Investition Nvidias Perspektive auf lange Sicht. Sie bestätigt außerdem, dass Nvidia weiterhin im Zentrum des weltweiten KI-Booms steht, auch wenn es kurzfristig Unsicherheiten am Markt gibt.